EU wirft LCD-Panel-Herstellern Preisabsprachen vor

Recht, Politik & EU Nachdem das US-Justizministerium im letzten halben Jahr einigen Herstellern massive Strafen für Preisabsprachen bei TFT-LCD-Panels auferlegt hat, ermittelt nun auch die EU-Kommission gegen zahlreiche Hersteller von LCD-Panels. Wie die EU-Kommission am heutigen Montag in Brüssel mitteilte, habe man die betroffenen Hersteller bereits im Mai über die Vorwürfe informiert. Um welche Unternehmen es sich genau handelt, wollte die Kommission nicht mitteilen. Allerdings erwartet man von den Herstellern nun eine mündliche oder schriftliche Stellungnahme.

Die beiden Panel-Hersteller Philips und LG Display haben mittlerweile bestätigt, ein entsprechendes Schreiben aus Brüssel erhalten zu haben. Philips erklärte jedoch, dass dieses Schreiben nicht automatisch bedeutet, dass das Unternehmen auch an Preisabsprachen teilgenommen und damit gegen EU-Kartellrecht verstoßen hat.

Das US-Justizministerium hatte Ende des vergangenen Jahres mit LG Display, Sharp und Chunghwa Picture Tubes (CPT) drei der führenden LCD-Panel-Hersteller wegen Preisabsprachen verurteilt. Hitachi gestand im März Preisabsprachen ein und wurde ebenfalls zu einer Millionenstrafe verurteilt. Insgesamt summierten sich die Strafen auf mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar.
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