Deutschland: Konsolen-Markt stabilisiert sich 2010
Über neun Millionen Deutsche wollen sich dieses Jahr neue Videospiel-Software kaufen. Rund 3,8 Millionen planen darüber hinaus, eine neue Spielekonsole anzuschaffen oder zu verschenken. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM.
"Bei voller Ausschöpfung dieses Potenzials würde sich der Konsolen-Markt weitgehend stabilisieren", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. 2009 sank der Absatz auf 3,85 Millionen Stück. 2008 lag er noch bei 4,57 Millionen.
Für positive Effekte dürfte das gewachsene Interesse Älterer an digitalen Spielen führen. Immerhin jeder zehnte zwischen 50 und 64 Jahren möchte in diesem Jahr Games-Software erwerben. Gleichwohl gilt: Die Hauptnachfrage im Gaming-Markt kommt von Jugendlichen. Jeder dritte Teenager möchte sich Software kaufen, jeder vierte eine Konsole.
Bemerkenswert wird es bei der Unterscheidung nach Berufsgruppen, so der BITKOM. So will jede vierte Hausfrau (oder Hausmann) neue Spielesoftware kaufen. Höher ist nur der Anteil bei Schülern und Studenten mit 28 Prozent. Beamte finden dagegen mit nur sieben Prozent von allen Berufsgruppen am wenigsten Gefallen an digitalen Spielen.
2009 lag der Gesamtumsatz mit Konsolen in Deutschland bei 793 Millionen Euro. Insgesamt setzte die Gaming-Branche rund 2,7 Milliarden Euro um.
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Christian Kahle
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