Nokia: Rote Zahlen und drastischer Umsatzeinbruch

Wirtschaft & Firmen Der finnische Handy-Hersteller Nokia ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. 559 Millionen Euro betrug der Fehlbetrag, teilte das Unternehmen heute in Helsinki mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Nokia noch einen Gewinn von 1,09 Milliarden Euro ausgewiesen. Einer der Gründe für den starken Rückgang war eine hohe Abschreibung auf den Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks. Hinzu kommt, dass Nokia im lukrativen Geschäft mit Smartphones Probleme hat.

Der Umsatz brach so im Jahresvergleich um 19,8 Prozent auf 9,81 Milliarden Euro ein. Weltweit setzte Nokia im Berichtszeitraum 108,5 Millionen Mobiltelefone ab. Im vergangenen Jahr waren es noch 117,8 Millionen. Nokias Verkaufszahlen sanken damit um 8 Prozent, während insgesamt auf dem Weltmarkt 7 Prozent weniger Geräte abgesetzt werden konnten.

Der Gesamtmarkt für Smartphones legte im dritten Quartal zu: Nach 41 Millionen Geräten im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden nun 47 Millionen Stück verkauft. Davon kann Nokia nur zum Teil profitieren. Zwar steigerte man die Absatzzahlen in dem Bereich von 15,5 Millionen auf 16,4 Millionen, bei den Geräten der N- und E-Serien, die gute Gewinnmargen bringen, wurden aber nach 9,3 Millionen im letzten Jahr nun nur noch 8,9 Millionen ausgeliefert.
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