Unparteiische Kritik am EU-Verfahren gegen Intel

Recht, Politik & EU P. Nikiforos Diamandouros, Ombusdmann der Europäischen Union, hat in enem Bericht das Verfahren der EU-Kommission gegen den Chiphersteller Intel kritisiert, das im Endeffekt zu einer Milliardenstrafe geführt hat. Demnach wurde eine entlastende Aussage eines in dieser Sache befragten Dell-Mitarbeiters nicht angemessen dokumentiert, berichtet das 'Wall Street Journal', das bereits einen Blick in den noch nicht veröffentlichten Bericht werfen durfte. Allerdings dürfte die Krtik des Ombudsmanns nichts an den Ergebnissen der Untersuchung der EU-Kommission ändern.

Dennoch nutzt Intel jede Möglichkeit, um gegen das Urteil vorzugehen, dass man aus eigener Sicht als ungerechtfertigt betrachtet. Die Anwälte des Chipherstellers gehen von einem jahrelangen Rechtsstreit aus. Eines der Berufungsverfahren stützt sich unter anderem auf die Menschenrechte. Diese sollen verletzt worden sein, da man sich nicht wie in einem Gerichtsverfahren verteidigen konnte.

Der besagte Dell-Mitarbeiter soll erzählt haben, dass man die Intel-Prozessoren aus einem bestimmten Grund den Modellen von AMD vorgezogen hat. Demnach wurde die Performance der AMD-Prozessoren als "sehr unzureichend" beurteilt. Die Entscheidung zu Gunsten von Intel wurde also aus technischen Gründen getroffen, und nicht, wie von der EU-Kommission dargelegt, aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen.
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