Apple wegen iTunes-Geschenkkarten verklagt

Recht, Politik & EU Ein Ehepaar aus dem US-Bundesstaat Illinois hat eine Sammelklage gegen Apple eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, beim Marketing und Verkauf von iTunes-Geschenkkarten gegen Verbraucherschutzgesetze und Kaufverträge zu verstoßen. Die Kläger hatten ab März 2008 diverse Geschenkkarten bei Wal-Mart erworben, die zwischen 15 und 25 US-Dollar Wert sind. Auf den kleinen Kärtchen ist ein Preis von 99 Cent pro Song aufgedruckt. Allerdings hat Apple seine Preisstruktur im iTunes Store im April 2009 geändert - die einheitlichen Preise wurden abgeschafft.

Stattdessen verkauft Apple die Songs jetzt zu Preisen zwsichen 0,69 und 1,29 US-Dollar. Die Geschenkkarten mit der Information, dass Songs für 99 Cent erhältlich sind, wurden allerdings weiterhin verkauft. Statt der versprochenen 99 Cent zog Apple also teilweise 1,29 US-Dollar vom Guthaben ab, was das Ehepaar zur Klage bewegte.

In der Klage fordern sie nun 30 Cent Schadenersatz für jeden Song, der für 1,29 US-Dollar verkauft wird. Insgesamt ergibt sich dabei eine Summe von rund 5 Millionen US-Dollar. Apple hat bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen bezogen.
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