Pineview: Neue Details zur kommenden Atom-CPU

Prozessoren Aus Kreisen der großen Auftragshersteller in Taiwan wurden nun neue Details zu Intels neuer Version des Atom-Prozessors bekannt, der unter dem Codenamen Pineview entwickelt wird. Der Chip soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt kommen und im 45-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. Bereits länger ist bekannt, dass Intel einen Grafikprozessor und einen Speichercontroller in den neuen Chip integrieren wird.

Wenig drang aber bisher über weitere Spezifikationen nach außen, was sich nun änderte. So wird sich der Chip nicht nur, wie bisher angenommen, an Desktop-Systeme richten. Intel wird eine Single Core-Variante für Netbooks anbieten, berichtet das taiwanische Branchenmagazin 'DigiTimes'.

Eine Version mit zwei Kernen wird hingegen in Desktop-Rechnern zum Einsatz kommen. Beide Chips werden mehr Performance als die jetzigen Atoms bieten und dabei noch einmal kompaktere Bauweisen erlauben.

Durch die Integration von Komponenten in die CPU reduziert sich beispielsweise der auf dem Motherboard für den Chipsatz inklusive Prozessor benötigte Platz um 60 Prozent. Statt der bisherigen 2.174 Quadratmillimeter werden nur noch 733 Quadratmillimeter benötigt.

Die Komplexität des Boards reduziert sich außerdem von sechs auf vier Layer, was die Produktionskosten sinken lässt. Pineview wird höhere Taktfrequenzen als die bisherigen 1,6 Gigahertz aufweisen und DDR2-Speicher mit 533 und 667 Megahertz Bus-Takt unterstützen.

Die maximale Stromaufnahme reduziert sich von 8 auf 7 Watt, während der durchschnittliche Verbrauch bei etwa 2 Watt liegen wird, hieß es. Rechner sollen so ohne Lüfter gebaut werden können.
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