Zelda: The Wind Waker - native PC-Portierung für Windows verfügbar

Ein neuer Port bringt The Legend of Zelda: The Wind Waker nativ auf PCs und iPhones. Die inoffizielle Version liefert 4K-Auflösungen, Maus-Support und bis zu 120 Bilder pro Sekunde. Voraussetzung bleibt aber wie immer eine eigene Kopie des GameCube-Originals.
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    Nativer Port für den Klassiker

    Entwickler Elliottate hat eine inoffizielle Portierung des GameCube-Spiels The Legend of Zelda: The Wind Waker veröffentlicht. Damit läuft der Titel nativ auf modernen Systemen. Das Projekt richtet sich an Nutzer von Windows, Mac, iPhone und iPad. Anwender benötigen für die Ausführung zwingend eine selbst erstellte Kopie des Spiels, wobei aktuell nur die US-Version GZLE01 Rev 0 unterstützt wird.

    Die Software ist eine Abspaltung des Projekts Bluewake, das ursprünglich von Chris Sotraidis für Apple-Geräte gestartet wurde. Die Windows-Fassung nutzt Direct3D 12 für das Rendering und läuft auf x86-64-Architekturen, während die Apple-Versionen auf Metal und arm64-Chips setzen. Das Spiel wird statisch rekompiliert, sodass kein Just-in-Time-Compiler erforderlich ist. Zudem kommt eine Kompatibilitätslaufzeitumgebung für die GameCube-Hardware zum Einsatz, die unter anderem Arbeitsspeicher und Audio abdeckt.


    Wie Dark Side of Gaming schreibt, bringt die Portierung zahlreiche technische Aufwertungen mit sich. Spieler wählen zwischen dem originalen 4:3-Format und Breitbild-Auflösungen in 16:9 oder 16:10. Die Bildwiederholrate lässt sich auf 60 oder, mit Smooth Motion, auf 120 Bilder pro Sekunde erhöhen. Zudem unterstützt das Projekt Auflösungen bis zu 4K sowie eine 16-fache Texturfilterung.

    Eine weitere Neuerung betrifft die Steuerung. Anwender bedienen den Titel wahlweise mit einem Gamepad, über den Touchscreen oder mit Maus und Tastatur. Bei der letztgenannten Variante übernimmt die Maus die Kontrolle über die Kamera, während die Tastatur für die Aktionen im Spiel genutzt wird. Gamepad-Spieler können zudem eine schnelle Kameraführung über den rechten Stick aktivieren.

    Komfortfunktionen der HD-Fassung

    Die Entwickler haben diverse Komfortfunktionen aus The Legend of Zelda: The Wind Waker HD integriert, das Nintendo 2013 für die Wii U auf den Markt brachte. Dazu gehören das schnelle Segel, beschleunigte Animationen beim Klettern, eine schnellere Textausgabe sowie verkürzte Ladezeiten bei Szenenwechseln. Für eine verbesserte Optik lassen sich externe HD-Texturpakete im Dolphin-Format einbinden. Das Projekt bietet zudem Schnellspeicherfunktionen und Wandklettern.

    Sowohl Bluewake als auch der neue Port wurden unter umfangreicher Mithilfe von KI-Werkzeugen entwickelt. Die künstliche Intelligenz half bei der Erstellung des Codes, beim Testen, der Dokumentation sowie der Fehlersuche. Die Spielstände werden außerhalb der Anwendung gespeichert, sodass sie bei künftigen Updates erhalten bleiben. Spieler können zudem einzelne Funktionen über das Einstellungsmenü jederzeit ein- oder ausschalten.

    Spielt ihr alte Konsolenklassiker lieber im Original oder greift ihr auf solche modernen PC-Portierungen zurück? Teilt eure Erfahrungen und Vorlieben mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Ein inoffizieller Port bringt Wind Waker nativ auf PCs und Apple-Geräte
    • Voraussetzung für die Nutzung ist eine eigene Kopie der US-Spielversion
    • Das GameCube-Spiel wird dafür komplett statisch rekompiliert ausgeführt
    • Grafisch locken bis zu 4K-Auflösung, Breitbild und maximal 120 FPS Bildrate
    • Gesteuert werden kann per Gamepad, Touchscreen sowie mit Maus und Tastatur
    • Mehrere Komfortfeatures wurden direkt aus der Wii-U-Fassung übernommen
    • Bei der Erstellung und Dokumentation des Codes half künstliche Intelligenz

    Siehe auch:
    Witold Pryjda

    Senior Redakteur

    Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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