OLPC verkauft 100$-Notebooks nun auch in Europa
Der so genannte 100-Dollar-Laptop wird hierzulande für 312 Euro angeboten. Für das Geld kauft der Kunde im Grunde zwei Geräte. Eines wird allerdings direkt als Spende an bedürftige Organisationen in Entwicklungsländern abgegeben. Die Aktion ist auf das Weihnachtsgeschäft begrenzt und fand im vergangenen Jahr ausschließlich in Nordamerika statt.
Zusätzliche Unterstützung erhält die OLPC-Initiative vom Banken-Dienstleister Swift. Dieser legt für jeden in Europa verkauften Rechner noch zwei weitere Geräte drauf. Jeder Käufer sorgt also dafür, dass gleich drei XO-Notebooks für Schulen und Bildungsprojekte in arme Länder geschickt werden.
Der Verkauf erfolgt über die britische Niederlassung des Online-Händlers Amazon. Bestellungen werden aus den Mitgliedsstaaten der EU, aus der Schweiz, Russland und der Türkei entgegengenommen. Lokalisierte Versionen sind allerdings nicht erhältlich.
Während in Europa ausschließlich XO-Notebooks mit Linux angeboten werden, testet man in Kolumbien erste Geräte mit Windows XP. Microsoft hatte Ende Oktober eine speziell angepasste Version seines Betriebssystems vorgestellt, dass sich mit den sehr geringen Hardware-Voraussetzungen zufrieden gibt.
Das Pilotprojekt in Kolumbien läuft komplett unter der Verantwortung Microsofts. Der Software-Konzern hatte im Mai 10.000 Geräte bei OLPC erworben. Diese kamen zum Teil bei der Entwicklung der Windows XP-Version zum Einsatz, die übrigen werden nun für den Feldversuch in zwei Städten des lateinamerikanischen Landes bereitgestellt.
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Christian Kahle
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