Hacker kontrollieren Netzwerke an Unis und Schulen
Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landet China mit 7,7 Millionen Angriffsversuchen. Es folgen Brasilien, Südkorea, Polen, Japan, Russland, Taiwan und Deutschland mit über 110.000 Attacken. "Wir halten die Statistik für sehr aussagekräftig, da sie zeigt, dass die Vereinigten Staaten und China sehr viele kompromittierte Rechner haben, die für Cyber-Attacken genutzt werden."
SecureWorks betrachtet dies als Warnung an alle Organisationen und Privatanwender, die durch die fehlende Absicherung ihrer Rechner nicht nur die eigenen Systeme gefährden, sondern auch Hackern eine Plattform bieten, um andere Rechensysteme anzugreifen.
Zudem zeigen die Resultate, dass das Sperren von bestimmten IP-Adressbereichen sehr ineffektiv ist. Im Konflikt zwischen Russland und Georgien beispielsweise sperrten georgische IT-Beauftragte den IP-Adressraum Russlands. Trotzdem wurde sie von den virtuellen Angriffen hart getroffen, da die russischen Hacker Systeme in den USA und in der Türkei nutzten.
In China dagegen werden vor allem lokale Netzwerke infiziert, um sie für Angriffe nutzen zu können. SecureWorks geht davon aus, dass ganze Universitäten und Schulen in den Händen von Hackern sind. Teilweise hat man sogar Personal vor Ort, das den Betrieb der Botnetze sicherstellt. Sie werden vor allem für das weltweite Versenden von Spam verwendet.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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