Weltbank dementiert: "Wir wurden nicht gehackt"
Der US-Fernsehsender Fox News hatte über mindestens sechs Einbrüche berichtet. Betroffen gewesen seien insgesamt 40 Server der Weltbank selbst sowie eine südafrikanische Niederlassung ihrer Tochter IFC. Dort sollen Angreifer sechs Monate lang Zugang zu den Mail-Servern gehabt haben.
Weiterhin wurde laut dem Bericht, der sich auf einen anonymen Mitarbeiter der IT-Abteilung und verschiedene E-Mails beruft, Spyware in das Finanznetz der Weltbank eingeschleust. Die Attacken seien gemäß der IP-Adressen von Rechnern in Macao und China aus erfolgt.
Die Aussagen aus den E-Mails, die dem Sender vorliegen, seien allerdings aus dem Zusammenhang gerissen, hieß es von Seiten der Weltbank. Auch sei der angebliche Mitarbeiter nicht eindeutig der eigenen IT-Abteilung zuzuordnen.
"Wie andere öffentliche und private Institutionen, wird die Weltbank immer wieder angegriffen", so die Stellungnahme weiter. Man arbeite aber ständig an einer Verbesserung und Aktualisierung der Infrastruktur, um solche Attacken abzuwehren. "In keinem Fall hatte aber jemand von außen Zugriff auf sensible Daten."
Die Weltbank wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und sollte vor allem den Wiederaufbau in den am schwersten betroffenen Staaten unterstützen. Heute vergibt sie aus ihrem Jahresbudget von 25 Milliarden Dollar vergleichsweise preisgünstige Kredite an Projekte in Entwicklungsländern. Kritiker wenden allerdings immer wieder ein, dass vor allem Maßnahmen gefördert werden, die vor allem den internationalen Konzernen sowie den jeweiligen nationalen Eliten zugute kommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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