Microsoft & Yahoo: Übernahmechance dank Icahn

Wirtschaft & Firmen Seit Januar 2008 hat Microsoft versucht, den Internetkonzern Yahoo zu übernehmen. Trotz attraktiver Angebote lehnte der Yahoo-Chef Jerry Yang eine Übernahme immer wieder ab. Nun kommt das Geschäft doch wieder ins Rollen - Icahn sei Dank. Demnach will der US-Investor Carl Icahn den Verwaltungsrat von Yahoo auf der Hauptversammlung Anfang August mit vertrauten Personen besetzen lassen. Anschließend soll die aktuelle Yahoo-Führung entmachtet werden. Microsoft erklärte sofort in einer Mitteilung, dass man mit einer neuen Führung wieder bereit wäre, Verhandlungen zu führen.

Icahn erklärte in einem offenen Brief an die Yahoo-Aktionäre, dass er bereits mit Microsoft über eine gemeinsame Zukunft gesprochen hat. Microsoft-Chef Steve Ballmer machte dabei wohl deutlich, dass er mit dem derzeitigen Management nicht verhandeln kann und will. Yahoo-Chef Yang soll keine weitere Chance bekommen, die Verhandlungen "zu vermasseln".

In der Stellungnahme der Redmonder heißt es, dass man für jegliche Geschäften ein offenes Ohr hat. Das fängt bei einer Übernahme der Suchmaschine an und endet mit einer Komplettübernahme. Sobald ein neuer Verwaltungsrat gewählt wurde, will man die Verhandlungen wieder aufnehmen, allerdings gibt man keine Garantie.

Erst kürzlich hatte Yang in einem Brief an seine Anleger geschrieben, dass das Angebot der Redmonder nun endgültig vom Tisch ist. Doch nicht alle halten dies für eine gute Entscheidung - daran ändert auch die Kooperation mit Google nichts.
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