Ölbad aus Modding-Szene soll Server besser kühlen

Hardware Unter den Fans von extremen PC-Umbauten sind auch Experimente mit Speiseöl beliebt, bei denen ganze Computer einfach in ölgefüllten Aquarien und ähnlichen Behältnissen untergebracht werden. Neben dem ungewöhnlichen Aussehen hat diese Maßnahme auch noch hervorragende Auswirkungen auf die Kühlung des Systems. Diese Idee will sich jetzt auch ein britisches Unternehmen zunutze machen, das innerhalb eines Jahres Kühlsysteme für Server-Computer auf den Markt bringen will, die mit Öl arbeiten. Durch das "Versenken" des Rechners in die kaum leitende Flüssigkeit sollen herkömmliche Luftkühler überflüssig und somit auch der Energieverbrauch stark reduziert werden.

Die Firma Very-PC verspricht durch die Kühlung im Ölbad eine Senkung des Stromverbrauchs um bis zu 50 Prozent, da keine wenig effektiven Lüfter oder teure Klimaanlagen mehr zum Einsatz kommen müssen. Der Chef des Unternehmens ließ sich nach eigenen Angaben von einer Diskussion in einem Forum für Hardware-Enthusiasten inspirieren.

Öl behindert die Funktion elektronischer Komponenten nicht, bietet sich jedoch als Kühlmethode an, da es Wärme effektiver transportieren kann als Luft. Erste Prototypen haben bereits bewiesen, dass der Stromverbrauch von Server-Systemen stark reduziert werden kann, da keine herkömmlichen Kühlsysteme mehr nötig sind.

Very-PC nutzt bei seinen Experimenten Öl, das normalerweise für die Kühlung von Maschinen eingesetzt wird. Durch eine Kühleinheit unterhalb des Öltanks wird eine Konvektion erzeugt, mit der die Wärme vom Server abgeleitet wird. Temperaturen von bis zu -20°C sollen möglich sein, wobei das System im Bereich zwischen 0°C und 10°C am effektivsten arbeiten soll.
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