Verkäufe bei iTunes brechen ein - DRM die Ursache?

Internet & Webdienste Wie die Kollegen von The Register berichten, sind die Umsätze bei Apples Online-Musik-Shop iTunes im Verlauf des Jahres 2006 stark eingebrochen. Man zitiert einen Analysten von Forrester Research, laut dem die Verluste wahrscheinlich durch die Abneigung potenzieller Kunden gegenüber digitaler Musik, die mit Elementen für Rechtemanagement ausgeliefert wird. Forrester überwacht seit 27 Monaten die Verkäufe bei iTunes anhand von Kreditkartendaten. Apple selbst gibt keine Zahlen zu iTunes heraus. Nach Angaben der Analysten sind die Erlöse aus den Verkäufen über den Online-Shop seit Januar um 65 Prozent gefallen. Im gleichen Zeitraum reduzierte sich der Umfang eines durchschnittlichen Einkaufs um 17 Prozent.

In der Vergangenheit konnten die Verluste zu Jahresanfang meist später wieder aufgeholt werden, doch dieses Jahr blieb der Aufschwung aus. Die Probleme betreffen laut Forrester jedoch nicht nur Apple, sondern auch alle anderen Anbieter von DRM-geschützten Musikstücken. Man solle die Zahlen jedoch nicht überbewerten, da es sich um saisonbedingte Probleme handeln könnte. Es sei allerdings auch kein deutliches Wachstum zu erwarten.

Forrester geht laut The Register davon aus, dass die Kunden DRM-Schutzmaßnahmen eher als Nachteil empfinden, statt als Bonus. Schließlich sei der illegale Bezug von Musik über das Internet noch nie so einfach gewesen. Die Musikindustrie kann die sinkende Zahl der verkauften CDs offenbar nicht durch den Vertrieb über das weltweite Netz wieder gut machen.
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