Kartellverdacht gegen Intel: AMD-Vorstand verärgert

Wirtschaft & Firmen Im Juli 2006 berichteten wir über einen Kartellverdacht gegen Intel. Das Unternehmen soll laut Anschuldigungen von AMD einen Exklusivvertrag mit der Metro-Gruppe (Media Markt, Saturn u.m.) geschlossen haben, so dass die einzelnen Filialen keine Produkte der Konkurrenz verkaufen. Gegenüber der Wirtschaftswoche hat sich der Vorstand des Chipherstellers AMD, Dirk Meyer, zu den Geschäftspraktiken von Intel geäußert. "Wir wissen, dass Intel das Gesetz gebrochen hat - und das wird das Unternehmen auch fortsetzen, wenn man es nicht zwingt, die illegalen Praktiken zu stoppen", erklärte Meyer. Er hatte in den 80er-Jahren selbst für Intel gearbeitet.

Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland vom Juli 2006 soll es einen Brief geben, der die Anschuldigungen beweist. In dem Schreiben zwischen dem Zentraleinkauf von Media-Saturn und einem Zulieferer hieß es, dass grundsätzlich keine AMD-Prozessoren eingekauft werden, da der Händler eine entsprechende Vereinbarung mit Intel habe. Kurze Zeit später hieß es vom Bundeskartellamt, dass "keine Dokumente vorliegen, die einen ausreichenden Anfangsverdacht begründen würden". Ein Verfahren wurde nicht eingeleitet.
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