Intel, AMD: Geheime Aussagen im Kartellverfahren
AMD wirft dem Unternehmen Intel vor, seinen großen Marktanteil bei x86-Prozessoren ausgenutzt zu haben, um PC-Hersteller und Retail-Anbieter einzuschüchtern und somit Intel- statt AMD-CPUs zu verbauen. Insgesamt wurden 32 Firmen aufgefordert, ihre Geschäftsunterlagen offzulegen, darunter Dell, Hewlett-Packard und Best Buy.
Viele weigerten sich jedoch, da sie ihre Geschäftsgeheimnisse nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Um diese Blockade zu lösen, einigten sich Intel und AMD bereits am 2. Mai 2006, die vertraulichsten Informationen geheim zu halten. Mit dem neuen Antrag will AMD den Herstellern noch weitere Zugeständnisse machen.
Sollte das Gericht den von AMD gestellten Antrag genehmigen, hätte die betroffenen PC-Hersteller die Sicherheit, keine Geschäftsgeheimnisse öffentlich preigeben zu müssen. Somit wäre eine Voraussetzung geschaffen, das Kartellverfahren weiter voran zu bringen. Beispielsweise würde jedes Unternehmen die Möglichkeit haben, dass Gericht aufzufordern, eine Aussage als vertraulich zu behandeln und erst später, nach sorgfältiger Prüfung, im Gerichtssaal zu verwenden.
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