Shein: Masseneinfuhr gegen hohe EU-Gebühren für Billigpakete
Wie schafft man chinesische Billigprodukte trotz der neuen EU-Regelungen, die Kleinsendungen direkt aus China deutlich teurer machen, möglichst günstig nach Europa? Man baut ein gigantisches Verteilzentrum in der EU. Genau dies tut die chinesische Handelsplattform Shein jetzt in Polen.
In Magnice betreibt Shein bereits seit 2022 ein großes Logistikzentrum, das nun stark wachsen soll. Shein will mit dem Ausbau unter anderem die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette gegenüber möglichen Störungen steigern. Es solle neue, effizientere, flexiblere und störungsresistentere Abläufe in Europa geben, so ein Pressesprecher von Shein gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Mit dem Ausbau des Logistikzentrums in Polen reagiert Shein auf die Auswirkungen der Maßnahmen gegen den Import von Billigprodukten aus China per Direktversand, mit dem das Unternehmen neben Temu und Aliexpress in den letzten Jahren massiv expandieren konnte. Seit dem 1. November 2026 hat die EU die bei der Einfuhr von Produkten im Wert von weniger als 150 Euro aus China anfallenden Zusatzabgaben erneut erhöht, wodurch nun für jede Sendung ein Aufschlag von fünf Euro anfällt.
Die Umsätze von Shein waren in Europa im zweiten Quartal 2026 erheblich gesunken, weil die Kunden oft nicht bereit sind, die zusätzlichen Kosten beim Kauf von eigentlich sehr günstigen Produkten hinzunehmen. Mit dem Ausbau seines Logistikzentrums versucht Shein, wo man vor allem auf günstige Bekleidung setzt, die Zusatzkosten zu umschiffen, indem man größere Mengen bestimmter Produkte lokal vorhält und so ohne Zusatzkosten weiter sehr billig verkaufen kann.
Siehe auch:
- Shein investiert zunächst 500 Millionen Euro in den Standort in Magnice
- Etwa 10.000 Angestellte sollen den Warenvertrieb in die EU organisieren
- Insgesamt 6500 autonome Roboter unterstützen künftig die Arbeitsabläufe
- Seit dem 1. November 2026 verlangt die EU fünf Euro Abgabe je Paketsendung
- Sinkende Umsätze in Europa veranlassen den Händler zu dieser Reaktion
- Lokale Lagerhaltung soll die neuen EU-Zusatzkosten künftig umschiffen
Shein liefert Billigprodukte per Umweg über Polen
Der chinesische Online-Marktplatz Shein hat den massiven Ausbau seines Logistikzentrums in Polen angekündigt. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben zunächst 500 Millionen Euro in der Kleinstadt Magnice bei Breslau investieren. Bald sollen dort insgesamt rund 10.000 Menschen arbeiten, um den Vertrieb von Produkten aus China in diverse EU-Staaten zu organisieren.In Magnice betreibt Shein bereits seit 2022 ein großes Logistikzentrum, das nun stark wachsen soll. Shein will mit dem Ausbau unter anderem die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette gegenüber möglichen Störungen steigern. Es solle neue, effizientere, flexiblere und störungsresistentere Abläufe in Europa geben, so ein Pressesprecher von Shein gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Mehr Mitarbeiter, aber auch mehr Roboter
Neben dem Ausbau der Mitarbeiterzahl will Shein auch in eine erhebliche Steigerung der Automatisierung investieren. Dazu sollen künftig insgesamt 6.500 autonom arbeitende Roboter in dem erweiterten Logistikzentrum die Prozesse rund um Lagerung und Abwicklung von Produkten unterstützen, heißt es.Mit dem Ausbau des Logistikzentrums in Polen reagiert Shein auf die Auswirkungen der Maßnahmen gegen den Import von Billigprodukten aus China per Direktversand, mit dem das Unternehmen neben Temu und Aliexpress in den letzten Jahren massiv expandieren konnte. Seit dem 1. November 2026 hat die EU die bei der Einfuhr von Produkten im Wert von weniger als 150 Euro aus China anfallenden Zusatzabgaben erneut erhöht, wodurch nun für jede Sendung ein Aufschlag von fünf Euro anfällt.
Die Umsätze von Shein waren in Europa im zweiten Quartal 2026 erheblich gesunken, weil die Kunden oft nicht bereit sind, die zusätzlichen Kosten beim Kauf von eigentlich sehr günstigen Produkten hinzunehmen. Mit dem Ausbau seines Logistikzentrums versucht Shein, wo man vor allem auf günstige Bekleidung setzt, die Zusatzkosten zu umschiffen, indem man größere Mengen bestimmter Produkte lokal vorhält und so ohne Zusatzkosten weiter sehr billig verkaufen kann.
Siehe auch:
- Aus für Zollfreiheit: Was sich ab sofort bei Temu, Shein und Co. ändert
- Shein, Temu und Co.: EU plant Paketgebühr für China-Online-Händler
- EU-Paketgebühr: Das soll sich für Online-Shopping aus China ändern
- Drei Euro EU-Zoll: China-Billigimporte von Temu und Co. stürzen ab
- Temu und Shein kosten deutsche Wirtschaft 2,4 Milliarden Euro pro Jahr
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Spannende Forschungs-Videos
- Xcanbot Mate X: Der E-Rollstuhl lernt das autonome Fahren
- Erste Action-Cam und mehr: Dreame bringt viele neue Produkte
- Ecovacs Winbot W2S Pro Omni im Test: Fensterputzen wie die Profis
- Narwal Freo 20: Reinigungsroboter mit Wischwalze und Kamera im Test
- DJIs Power-Serie im Test: Powerstations für vielfältige Ansprüche
- Aiper Scuba V3: Reinigungs-Roboter für größere Pools im Test
- HoverAir Aqua: Wasserstart-Drohne für feuchte Umgebungen im Test
- Aiper EcoSurfer S2: Pool-Reiniger mit Solar-Versorgung im Test
- Navimow i210: Neuer Segway-Mähroboter mit LiDAR-Navigation im Test
- Narwal Flow 2 im Test: Saugkraft-Rekord trifft Heißwasser-Wäsche
Beiträge aus unserem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Shein: Masseneinfuhr gegen hohe EU-Gebühren für Billigpakete
- Black Friday bei Merach: Smarte Fitnessgeräte bis zu 60% reduziert
- Fritz feuert ab: FritzOS 8.5 landet jetzt auf 6 weiteren FritzBox-Routern
- Großes Googlebook-Update soll wichtige Probleme aus der Welt schaffen
- MacBook Pro: So lässt sich das leuchtende Apple-Logo abschalten
- Microsoft beglückt MacOS- & Linux-Nutzer mit beliebten Windowstools
- Tesla Cybertruck: Elon Musk verkündet Produktionsende in Texas
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!