Aus für Zollfreiheit: Was sich ab 1. Juli bei Temu, Shein und Co. ändert
Einkäufe bei Temu, Shein oder AliExpress florieren seit Jahren, doch die Zollfreiheit für kleinere Käufe endet bald. Was die neue 3-Euro-Pauschalgebühr der EU für Schnäppchenjäger bedeutet, erklären wir in unserem Ratgeber. Hier erfahrt ihr alle Details.
Viele Verbraucher sind daher nun unsicher, welche Konsequenzen es haben wird. Muss man dann etwa wegen jeder Kleinigkeit zum Zollamt? Oder wird man plötzlich von unerwartet hohen Gebühren überrascht? Hier daher nun alles Wichtige, rund um die Änderungen im EU-Zollrecht.
Inhaltsverzeichnis:
Bisher konnten Waren mit einem Wert von bis zu 150 Euro grundsätzlich zollfrei in die EU eingeführt werden (die Einfuhrumsatzsteuer fiel allerdings bereits seit 2021 an). Diese Ausnahmeregel wird nun abgeschafft. Infografik: Neue Zoll-Regeln für kleine Bestellungen
2. Neue Pauschalabgabe von 3 Euro
Für Sendungen aus Nicht-EU-Staaten mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro wird eine pauschale Zollabgabe von 3 Euro erhoben. Diese gilt zunächst als Übergangsregel bis mindestens 2028 und letztlich bis zur vollständigen Umsetzung der EU-Zollreform. Wie diese dann im Detail aussehen wird, ist noch unklar.
Hier ergibt sich allerdings bereits der erste Fallstrick: Die 3 Euro werden nicht zwingend pro Paket berechnet, sondern können sich auf unterschiedliche Warenkategorien innerhalb einer Sendung beziehen. Enthält ein Paket mehrere Produktarten, können die Gebühren entsprechend mehrfach anfallen.
Besonders bei sehr günstigen Produkten werden die zusätzlichen 3 Euro deutlich ins Gewicht fallen. Denn die Pauschale erhöht die Kosten eines kleinen Billig-Produkts, das man sich extra aus China schicken lässt, prozentual deutlich stärker als einer Ware im höheren Preisbereich.
Kleinbestellungen werden unattraktiver
Impulskäufe für wenige Euro werden deutlich unattraktiver. Viele Verbraucher werden Bestellungen bündeln oder auf EU-Händler ausweichen.
Mögliche zusätzliche Bearbeitungsgebühren
Die EU diskutiert außerdem weitere Abwicklungs- bzw. Bearbeitungsgebühren für Kleinsendungen. Teilweise wird über zusätzliche Gebühren von etwa 2 Euro pro Paket gesprochen. Diese sind jedoch nicht Bestandteil der Regelung, die am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, und befinden sich teilweise noch in der Umsetzung.
Mögliche Lieferverzögerungen
Logistikunternehmen wie DHL, FedEx und UPS haben bereits gewarnt, dass die Umstellung zu Beginn zu Verzögerungen bei der Zollabfertigung führen könnte. Infografik China-Shops: So populär sind Temu, Shein und Co. in Deutschland
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) auf Importe bleibt bestehen. Seit Juli 2021 wird sie bei vielen Plattformen bereits direkt beim Kauf eingezogen. Die neue Zollabgabe kommt zusätzlich hinzu.
Käufe innerhalb der EU
Wer bei Händlern bestellt, deren Ware bereits in einem EU-Lager liegt, ist von der neuen Regelung grundsätzlich nicht betroffen. Hier wurden die Produkte bereits beim Import durch den jeweiligen Großhändler verzollt. Viele große Plattformen betreiben inzwischen Lager innerhalb Europas.
In Kürze werdet ihr also für Bestellungen im Nicht-EU-Ausland, vor allem in China, mehr zahlen müssen. Das schlägt allerdings vor allem ins Gewicht, wenn ihr euch häufiger in den Apps von AliExpress, Temu, Shein, TikTok und Co. zu Impulskäufen verleiten lasst.
Die neue Zoll-Regelung fördert letztlich etwas, was ohnehin vernünftiger ist: Kauft nur das, was ihr wirklich benötigt, und das dann möglichst lokal. Vielleicht ja in einem Media Markt oder Saturn bei euch ums Eck.
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China-Shops bald nicht mehr zollfrei
Ab dem 1. Juli 2026 führt die Europäische Union (EU) eine wichtige Änderung für Online-Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern ein. Betroffen sind vor allem Einkäufe bei beliebten Plattformen wie AliExpress, Temu, Shein, TikTok oder anderen Händlern, die Waren direkt aus China versenden. Die bisherige Zollbegünstigung für Kleinsendungen entfällt.Viele Verbraucher sind daher nun unsicher, welche Konsequenzen es haben wird. Muss man dann etwa wegen jeder Kleinigkeit zum Zollamt? Oder wird man plötzlich von unerwartet hohen Gebühren überrascht? Hier daher nun alles Wichtige, rund um die Änderungen im EU-Zollrecht.
Inhaltsverzeichnis:
Was ändert sich konkret?
1. Die Zollbefreiung für Sendungen bis 150 Euro fällt wegBisher konnten Waren mit einem Wert von bis zu 150 Euro grundsätzlich zollfrei in die EU eingeführt werden (die Einfuhrumsatzsteuer fiel allerdings bereits seit 2021 an). Diese Ausnahmeregel wird nun abgeschafft. Infografik: Neue Zoll-Regeln für kleine Bestellungen
2. Neue Pauschalabgabe von 3 Euro
Für Sendungen aus Nicht-EU-Staaten mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro wird eine pauschale Zollabgabe von 3 Euro erhoben. Diese gilt zunächst als Übergangsregel bis mindestens 2028 und letztlich bis zur vollständigen Umsetzung der EU-Zollreform. Wie diese dann im Detail aussehen wird, ist noch unklar.
Hier ergibt sich allerdings bereits der erste Fallstrick: Die 3 Euro werden nicht zwingend pro Paket berechnet, sondern können sich auf unterschiedliche Warenkategorien innerhalb einer Sendung beziehen. Enthält ein Paket mehrere Produktarten, können die Gebühren entsprechend mehrfach anfallen.
Welche Folgen hat das für Verbraucher?
Höhere PreiseBesonders bei sehr günstigen Produkten werden die zusätzlichen 3 Euro deutlich ins Gewicht fallen. Denn die Pauschale erhöht die Kosten eines kleinen Billig-Produkts, das man sich extra aus China schicken lässt, prozentual deutlich stärker als einer Ware im höheren Preisbereich.
| Produkt | Kaufpreis | Zusätzliche Abgabe | Verteuerung |
|---|---|---|---|
| Handyhülle | 2 Euro | 3 Euro | +150 Prozent |
| USB-Kabel | 5 Euro | 3 Euro | +60 Prozent |
| T-Shirt | 12 Euro | 3 Euro | +25 Prozent |
Kleinbestellungen werden unattraktiver
Impulskäufe für wenige Euro werden deutlich unattraktiver. Viele Verbraucher werden Bestellungen bündeln oder auf EU-Händler ausweichen.
Mögliche zusätzliche Bearbeitungsgebühren
Die EU diskutiert außerdem weitere Abwicklungs- bzw. Bearbeitungsgebühren für Kleinsendungen. Teilweise wird über zusätzliche Gebühren von etwa 2 Euro pro Paket gesprochen. Diese sind jedoch nicht Bestandteil der Regelung, die am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, und befinden sich teilweise noch in der Umsetzung.
Mögliche Lieferverzögerungen
Logistikunternehmen wie DHL, FedEx und UPS haben bereits gewarnt, dass die Umstellung zu Beginn zu Verzögerungen bei der Zollabfertigung führen könnte. Infografik China-Shops: So populär sind Temu, Shein und Co. in Deutschland
Was bleibt unverändert?
EU-UmsatzsteuerDie Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) auf Importe bleibt bestehen. Seit Juli 2021 wird sie bei vielen Plattformen bereits direkt beim Kauf eingezogen. Die neue Zollabgabe kommt zusätzlich hinzu.
Käufe innerhalb der EU
Wer bei Händlern bestellt, deren Ware bereits in einem EU-Lager liegt, ist von der neuen Regelung grundsätzlich nicht betroffen. Hier wurden die Produkte bereits beim Import durch den jeweiligen Großhändler verzollt. Viele große Plattformen betreiben inzwischen Lager innerhalb Europas.
Warum führt die EU die neuen Regeln ein?
Die EU begründet die Reform mit mehreren Zielen:- fairere Wettbewerbsbedingungen für europäische Händler, die mit der Billigkonkurrenz aus Fernost kaum mithalten können
- Bekämpfung von Produktfälschungen und unsicheren Produkten
- Verringerung von Zollbetrug durch falsche Wertangaben (teils wurden Bestellungen sogar auf mehrere Pakete aufgeteilt, die einzeln jeweils unter der 150-Euro-Marke lagen)
- bessere Kontrolle der stark gestiegenen Paketmengen aus China (2025 wurden mehrere Milliarden Kleinsendungen in die EU gezählt)
In Kürze werdet ihr also für Bestellungen im Nicht-EU-Ausland, vor allem in China, mehr zahlen müssen. Das schlägt allerdings vor allem ins Gewicht, wenn ihr euch häufiger in den Apps von AliExpress, Temu, Shein, TikTok und Co. zu Impulskäufen verleiten lasst.
Die neue Zoll-Regelung fördert letztlich etwas, was ohnehin vernünftiger ist: Kauft nur das, was ihr wirklich benötigt, und das dann möglichst lokal. Vielleicht ja in einem Media Markt oder Saturn bei euch ums Eck.
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Zusammenfassung
- Ab 01. Juli 2026 entfällt der Zollfreibetrag bis 150 Euro in der EU
- Importe aus Nicht-EU-Ländern erhalten eine Pauschalgebühr von 3 Euro
- Günstige Produkte verteuern sich durch die neue Abgabe nun erheblich
- Händler wie Temu und Shein sind vom neuen EU-Zollrecht stark betroffen
- Logistiker warnen aufgrund der Zolländerungen vor Lieferverzögerungen
- EU-Regeln dienen dem Schutz lokaler Händler und der Betrugsbekämpfung
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