Windows 11 26H2: Entwickler bootet System mit nur 128 MB RAM
Das offizielle Minimum für Windows 11 liegt bei vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Dem Entwickler NTDEV ist es nun gelungen, die aktuelle Version 26H2 mit lediglich 128 Megabyte RAM zu starten. Das stark abgespeckte System ist jedoch kaum alltagstauglich.
Das zugrundeliegende Projekt trägt - wie bereits berichtet - den Namen Pico11 und zielt darauf ab, extrem leichtgewichtige Installationen zu erstellen. Bereits Ende Oktober zeigte der Entwickler, dass er die gesamten Installationsdateien von Windows 11 auf weniger als 700 Megabyte verkleinern konnte, nun stellte er einen neuen Rekord in Sachen Arbeitsspeicher auf. Das Werkzeug selbst ist bisher noch nicht öffentlich verfügbar und existiert nur in Form von Demonstrationen.
Wie Neowin berichtet, lädt das stark reduzierte System trotz der massiven Speichereinschränkungen den Desktop und den Dateiexplorer, öffnet das Startmenü und führt sogar den klassischen Editor aus. In der CD-Variante bleiben zudem grundlegende Anwendungen funktionsfähig: Der Taschenrechner und die Einstellungen öffnen sich regulär, Paint kann ausgeführt werden und der Dateiexplorer arbeitet. Mit dem Editor lassen sich Textdokumente erstellen und speichern. Der Task-Manager wurde offenbar durch eine ältere, ressourcenschonendere Variante ersetzt.
Bereits in der Vergangenheit reizte NTDEV die Grenzen aus. Im Jahr 2023 brachte er Windows 11 mit nur 176 Megabyte Arbeitsspeicher zum Laufen, indem er Systemkomponenten, Treiber und Hintergrunddienste stark reduzierte und auf die Standard-Desktop-Umgebung verzichtete. Ein weiteres Experiment aus dem Jahr 2022 zwang Windows 7 in einer virtuellen Maschine auf 128 Megabyte RAM sowie einen auf fünf Megahertz gedrosselten Pentium-Prozessor.
Microsoft selbst bietet natürlich keine Unterstützung für derartig modifizierte Installationen an. Das Unternehmen arbeitet jedoch ebenfalls an der Effizienz der 26H2-Version. Laut einem Blogbeitrag vom 15. Oktober soll das System bis zu 20 Prozent reaktionsschneller werden. Zudem sollen Rechner mit acht Gigabyte RAM bis zu zwei Gigabyte zusätzliche Arbeitsdaten im Arbeitsspeicher halten können, bevor sie auf langsameren Speicher ausgelagert werden.
Was haltet ihr von solchen extremen Software-Experimenten? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Entwickler NTDEV bootete Windows 11 26H2 mit lediglich 128 Megabyte RAM
- Das Pico11 genannte Projekt schrumpfte zuvor schon Installationsdateien
- Trotz geringem Speicher laufen Desktop, Explorer und einfache Programme
- Zahlreiche Hintergrunddienste sowie Windows Update wurden ganz entfernt
- Wegen enorm langsamer Ausführung dient die Modifikation nur als Studie
- Microsoft selbst optimiert derzeit ebenfalls die Effizienz von Windows 11
Extreme Systemanforderungen
Dem Entwickler NTDEV, der vielen als Macher des Minimal-Windows Tiny11 bekannt sein dürfte, ist es gelungen, die Hardwaregrenzen des Betriebssystems Windows 11 drastisch zu unterschreiten. Er demonstrierte via X, dass er die Version 26H2 mit lediglich 128 Megabyte Arbeitsspeicher booten konnte. Das offizielle Minimum liegt bei vier Gigabyte RAM, sodass das Experiment mit rund drei Prozent der empfohlenen Speichermenge auskommt. Für Endanwender hat das Projekt keinen praktischen Nutzen, da es eine rein technische Studie ist.Das zugrundeliegende Projekt trägt - wie bereits berichtet - den Namen Pico11 und zielt darauf ab, extrem leichtgewichtige Installationen zu erstellen. Bereits Ende Oktober zeigte der Entwickler, dass er die gesamten Installationsdateien von Windows 11 auf weniger als 700 Megabyte verkleinern konnte, nun stellte er einen neuen Rekord in Sachen Arbeitsspeicher auf. Das Werkzeug selbst ist bisher noch nicht öffentlich verfügbar und existiert nur in Form von Demonstrationen.
Wie Neowin berichtet, lädt das stark reduzierte System trotz der massiven Speichereinschränkungen den Desktop und den Dateiexplorer, öffnet das Startmenü und führt sogar den klassischen Editor aus. In der CD-Variante bleiben zudem grundlegende Anwendungen funktionsfähig: Der Taschenrechner und die Einstellungen öffnen sich regulär, Paint kann ausgeführt werden und der Dateiexplorer arbeitet. Mit dem Editor lassen sich Textdokumente erstellen und speichern. Der Task-Manager wurde offenbar durch eine ältere, ressourcenschonendere Variante ersetzt.
Starke Einschränkungen
Um den Speicherbedarf derart zu senken, entfernte der Entwickler zahlreiche Kernkomponenten, Treiber und Hintergrunddienste. Dazu gehören auch Windows Update und allgemeine Wartungsfunktionen. Ohne diese Elemente kann das System keine regulären Patches empfangen, weshalb es für Computer mit Internetverbindung ungeeignet ist. Zudem räumt NTDEV ein, dass das Betriebssystem schmerzhaft langsam läuft.Bereits in der Vergangenheit reizte NTDEV die Grenzen aus. Im Jahr 2023 brachte er Windows 11 mit nur 176 Megabyte Arbeitsspeicher zum Laufen, indem er Systemkomponenten, Treiber und Hintergrunddienste stark reduzierte und auf die Standard-Desktop-Umgebung verzichtete. Ein weiteres Experiment aus dem Jahr 2022 zwang Windows 7 in einer virtuellen Maschine auf 128 Megabyte RAM sowie einen auf fünf Megahertz gedrosselten Pentium-Prozessor.
Microsoft selbst bietet natürlich keine Unterstützung für derartig modifizierte Installationen an. Das Unternehmen arbeitet jedoch ebenfalls an der Effizienz der 26H2-Version. Laut einem Blogbeitrag vom 15. Oktober soll das System bis zu 20 Prozent reaktionsschneller werden. Zudem sollen Rechner mit acht Gigabyte RAM bis zu zwei Gigabyte zusätzliche Arbeitsdaten im Arbeitsspeicher halten können, bevor sie auf langsameren Speicher ausgelagert werden.
Was haltet ihr von solchen extremen Software-Experimenten? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Rekord: Windows 11 läuft dank tiny11 auf System mit nur 184 MB RAM
- Windows 11 26H2: RAM-Bedarf nach Update teils bis zu 3 GB geringer
- Rufus-Trick: Windows 11 dank wenig Ballast mit 2,5 GB RAM-Verbrauch
- Windows 11: Microsoft will endlich den RAM-Fresser WinUI bändigen
- Windows 11: Microsoft will RAM-Bedarf bis Ende 2026 massiv reduzieren
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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