Rufus-Trick: Windows 11 dank wenig Ballast mit 2,5 GB RAM-Verbrauch

Windows 11 mit nur 2,5 GB RAM-Verbrauch? Ein Nutzer meldet diesen Wert nach einer Installation mit Rufus und weniger Microsoft-Zusatzprogrammen. Ein spannender Erfahrungsbericht - aber noch kein Beleg dafür, wie viel Speicher der Kniff tatsächlich spart.
Microsoft, Betriebssystem, Logo, Windows 11 26H2
  • Ein Anwender meldete nur 2,5 Gigabyte RAM-Bedarf unter Windows 11 26H2
  • Für das Setup nutzte der Nutzer das Tool Rufus 4.15 zur Systemverschlankung
  • Die Rufus-Option Quality of Life schaltet Dienste wie Copilot oder Teams ab
  • Zusätzlich wies das System laut Task-Manager 2,1 Gigabyte Zwischenspeicher aus
  • Microsoft kündigte im Juli eigene Speicheroptimierungen für das System an
  • Echte Leistungstests oder ein direkter Vergleichswert fehlen im Bericht

Windows 11 mit weniger Ballast

Ein frisch installiertes Windows, ein Blick in den Task-Manager - und eine Zahl, die überrascht: Rund 2,5 Gigabyte Arbeitsspeicher soll Windows 11 26H2 auf dem Rechner eines Nutzers belegt haben. Entdeckt hat das das Online-Magazin Neowin.

Demnach hatte der X-Nutzer soyaakinohara6 Windows mit Hilfe von Rufus 4.15 installiert und dabei eine Option genutzt, die zusätzliche Microsoft-Anwendungen deaktiviert. Der Erfahrungsbericht zeigt einen möglichen Effekt einer schlankeren Installation. Einen belastbaren Vergleich liefert er allerdings leider nicht.

Weniger Anwendungen im Hintergrund

Auf dem beschriebenen Desktop-PC arbeiten ein AMD Ryzen 5 3500 und 16 Gigabyte DDR4-2133-Arbeitsspeicher, verteilt auf zwei Module. Nach der Installation zeigte der Task-Manager dem Bericht zufolge rund 2,5 Gigabyte belegten Speicher an. Weitere 2,1 Gigabyte waren als zwischengespeichert ausgewiesen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine Rufus-Funktion namens "Quality of Life". Laut Neowin wurde sie mit Version 4.14 eingeführt und steht auch in Version 4.15 zur Verfügung. Sie soll unter anderem Microsoft-Anwendungen wie Teams, Outlook und Copilot deaktivieren. Damit fällt ein Teil der Programme weg, die andernfalls automatisch starten und im Hintergrund Speicher beanspruchen können.

Das sogenannte Debloating setzt somit bei der zusätzlichen Software an. Wie groß der Effekt auf dem beschriebenen Rechner tatsächlich war, lässt sich aus dem kurzen Bericht jedoch nicht bestimmen, zudem fehlt auch ein Referenzwert derselben Installation ohne diese Rufus-Anpassungen.

Eine Momentaufnahme, kein Leistungstest

Die niedrige Speicherbelegung fällt auf, sagt für sich genommen aber noch wenig darüber aus, wie schnell der Rechner im Alltag arbeitet. Der vorgelegte Bericht nennt keine vergleichenden Messungen zu Programmstarts, Spielen oder zur Arbeit mit mehreren Anwendungen. Auch die Aussage, das System müsse sich dadurch besonders flüssig angefühlt haben, bleibt eine Vermutung.


Hinzu kommt: Windows nutzt Arbeitsspeicher nicht nur für laufende Programme, sondern auch als Zwischenspeicher. Der Nutzer meldete neben den rund 2,5 Gigabyte belegtem Arbeitsspeicher weitere 2,1 Gigabyte Cache. Diese Werte beschreiben unterschiedliche Angaben des Task-Managers und sollten nicht als einheitlicher Verbrauchswert behandelt werden.

Auch Windows-Optimierungen könnten mitwirken

Neowin verweist außerdem auf Arbeiten Microsofts an der Speichernutzung von Windows 11. Die Ende Juli angekündigten Optimierungen sollen demnach vor allem Rechnern mit mindestens acht Gigabyte RAM zugutekommen. Der beschriebene PC mit 16 Gigabyte fällt in diese Gruppe.

Ob die niedrige Belegung auf diese Änderungen, die deaktivierten Anwendungen oder das Zusammenspiel beider Faktoren zurückgeht, bleibt offen. Aus dem einzelnen Erfahrungsbericht lässt sich ebenso wenig ableiten, dass Windows 11 auf Geräten mit nur vier Gigabyte Arbeitsspeicher ähnlich genügsam läuft. Das müsste ausprobiert werden.

Die Beobachtung liefert einen interessanten Hinweis auf den möglichen Nutzen einer Installation mit weniger Zusatzprogrammen. Wie viel Speicher die Rufus-Option tatsächlich einspart und ob daraus ein spürbarer Geschwindigkeitsgewinn entsteht, müsste ein Vergleich unter gleichen Bedingungen zeigen.

Habt ihr die Rufus-Option schon ausprobiert oder wollt ihr sie testen? Schreibt eure Erfahrungen und Pläne in die Kommentare!

Download Rufus - Bootfähige USB-Laufwerke erstellen

Download Windows 11 ISO - Dateien für die Installation Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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