Microsoft verrät: So soll Windows 11 bald schneller & effizienter werden

Microsoft hat sein Versprechen eines effizienteren und schnelleren Windows 11 erneuert. Das Unternehmen beschreibt jetzt kommende konkrete Optimierungen am Betriebssystem. Unter anderem wird die Ressourcenverteilung angepasst.
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  • Microsoft plant mehrere gezielte Optimierungen für Windows 11
  • Ein intelligenterer Umgang mit Systemressourcen soll Leistung steigern
  • Aktive Daten verbleiben vermehrt im RAM statt auf Massenspeichern
  • Widgets laden auf schwächeren Computern künftig erst bei manuellem Aufruf
  • Neben der Performance erhalten auch die Suche und Fotos-App Überarbeitungen
  • Aktuell werden alle Anpassungen im Rahmen des Insider-Programms getestet

Leistungsschub für Windows 11

Microsoft hatte schon vor einer Weile versprochen, den RAM-Bedarf von Windows 11 massiv zu reduzieren. Vor allem PCs mit nur acht Gigabyte Arbeitsspeicher, wie die neuen Surface-Geräte, sollten profitieren. Nach dem Update auf Windows 11 26H2 berichteten einige Nutzer zwar von einer geringeren RAM-Auslastung durch das Betriebssystem, doch vor allem bei Systemen mit 32 GB Speicher oder mehr. Jetzt hat Microsoft sein Versprechen jedoch erneuert und teilt mit, wie man das Ziel erreichen will.

So soll eine Leistungssteigerung durch einen intelligenteren Umgang mit den Systemressourcen zustande kommen, an dem die Entwickler seit Monaten arbeiten. Konkret vergleicht Microsoft in einem aktuellen Blog-Beitrag die aktuelle Vorschau-Version vom 22. September (Build 26300.9550) mit einer älteren Fassung (Build 26200.7628) aus dem Januar dieses Jahres. Messungen sollen dabei unter anderem verkürzte Reaktionszeiten beim Aufrufen der Einstellungen, des Datei-Explorers, bei der Nutzung des Snipping Tools sowie beim einfachen Rechtsklick auf Anwendungen ergeben haben. Laut Microsoft soll das Betriebssystem im Alltag dadurch um bis zu 20 Prozent schneller reagieren.


Besseres RAM-Management

Wie es weiter heißt, soll Windows 11 künftig bis zu zwei Gigabyte mehr an aktiven Daten im Arbeitsspeicher belassen, anstatt sie auf langsameren Massenspeicher auszulagern. Davon können vor allem Systeme ohne SSD profitieren, da der langsame Datendurchsatz von HDDs einen Flaschenhals darstellt.

Um trotz der an dieser Stelle höheren RAM-Auslastung genügend Kapazitäten für andere Programme bereitzuhalten, soll der Hintergrund-Speicherbedarf des Systems sinken. Auf Computern mit höchstens acht Gigabyte RAM laden Widgets daher künftig erst, wenn Anwender sie aktiv öffnen. In der Vergangenheit konsumierte allein das Wetter-Widget bis zu 1,6 Gigabyte an Arbeitsspeicher. Durch das neue Verhalten sollen dem System mehr als 200 Megabyte zusätzlich für andere Aufgaben zur Verfügung stehen.

Weitere Neuerungen in Arbeit

Eine überarbeitete Suchfunktion und eine neue Foto-App sind ebenfalls Teil des Insider-Updates. Zusätzlich nennt Microsoft Advanced Shader Delivery sowie weniger störende Windows-Updates als weitere Verbesserungen. Derzeit stehen die Anpassungen ausschließlich Teilnehmern des Insider-Programms zur Verfügung. Eine flächendeckende Verteilung soll im Laufe des Jahres schrittweise erfolgen, sodass die Verbesserungen nach und nach bei allen Nutzern ankommen. Ob sie dann wirklich wesentlich zu einem schnelleren und effizienteren Windows 11 beitragen, muss sich noch zeigen.

Wie läuft Windows 11 auf eurem Rechner? Habt ihr Performance-Probleme? Teilt uns eure Erfahrungen mit der Speicherauslastung in den Kommentaren mit. Was meint ihr dazu?

Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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