Windows 11: Universal Print seit Monaten kaputt - Microsoft teilt Fix

Microsoft hat eingeräumt, dass ein Fehler in Windows 11 den cloud­ba­sier­ten Dienst Universal Print teils lahmlegt. Die Schwierigkeiten bestehen seit Monaten. Betroffene müssen das Problem händisch beheben. Microsoft stellt dazu jetzt eine Anleitung zur Verfügung.
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WinFuture/Symbolbild
  • Ein Fehler in Windows 11 blockiert seit Monaten Druckfunktionen
  • Betroffen sind Systeme mit Universal Print nach Upgrade von Windows 10
  • Auslöser des Fehlers mit Code 0x80004005 war das Update KB5083769 vom April
  • Microsoft stellt für das Problem keinen automatischen Software-Patch bereit
  • Betroffene Drucker müssen auf Einzelplatzrechnern manuell neu angelegt werden
  • Für Unternehmensnetzwerke bietet Microsoft ein eigenes PowerShell-Skript an

Fehler nach System-Upgrade

Wie Microsoft jetzt eingeräumt hat, stört ein Fehler in Windows 11 schon seit Monaten die Druckfunktionen auf einigen Rechnern. Betroffen sind Geräte, die ursprünglich unter Windows 10 liefen und Universal Print nutzen. Privatanwender mit USB- oder WLAN-Druckern dürften nicht betroffen sein, sofern sie den Dienst nicht einsetzen. Universal Print startete 2020 als cloudbasierte Lösung für Unternehmensnetzwerke, um Nachteile beim Drucken zu beseitigen.

Die jetzigen Störungen treten seit der Installation des April-Patchday-Updates KB5083769 auf, wenn Nutzer auf einen Drucker zugreifen möchten, der ursprünglich unter Windows 10 eingerichtet wurde. Im Druckdialog erscheint dabei der Fehlercode 0x80004005, während die Schaltfläche "Drucken" ausgegraut bleibt. Wer versucht, über die "Druckereigenschaften" eine Testseite auszugeben, erhält eine Fehlermeldung, teils mit dem Code 0x000003e3. Selbst die Installation des aktuellen Funktionsupdates auf die Version 26H2 behebt das Problem nicht.


Fehlender automatischer Patch

Ein automatisches Update zur Lösung steht nicht zur Verfügung. Wie Microsoft in einem Beitrag auf seiner Learn-Plattform bestätigt, erfordert die Behebung einen manuellen Eingriff von Administratoren und Anwendern.

Für Einzelplatzrechner reicht ein einfacher Schritt aus. Nutzer öffnen die "Einstellungen", navigieren zum Bereich "Bluetooth und Geräte" und rufen die Verwaltung für "Drucker und Scanner" auf. Dort muss der betroffene Universal-Print-Drucker entfernt und anschließend neu hinzugefügt werden. Durch das erneute Einrichten wandelt das System die zuvor systemweite Installation jedoch in eine benutzerspezifische um.

Skripte für Administratoren

Für die massenhafte Behebung stellt der Softwarekonzern ein Skript bereit. Administratoren können über Verwaltungstools zunächst prüfen, ob Systeme noch veraltete Druckerinstallationen aufweisen. Dazu wird PsExec verwendet.

Anleitung: Prüfen und Beheben von Universal-Print-Problemen
  1. Manuelle Tests
    • Installieren von PsExec
    • Führen Sie in einem Terminal oder in PowerShell mit erhöhten Rechten den folgenden Befehl aus:
    • .\PsExec.exe -i -s powershell
    • Führen Sie im PsExec-Fenster das Convert-UpPrinterToPerUser.ps1-Skript wie folgt aus:
    • .\Convert-UpPrinterToPerUser.ps1 -AllUPPrinters -TenantId "YOUR_TENANT_ID"
    • Vergewissern Sie sich, dass die betroffenen Universal-Print-Drucker wieder funktionieren. Nachdem das Skript ausgeführt wurde, kann es ein oder zwei Minuten dauern, bis der Windows-Spooler den Neustart abgeschlossen hat.
  2. Konfigurieren von Skripts in Intune
    • Intune akzeptiert keine Parameter. Daher müssen Sie die Parameter "AllUPPrinters" und "TenantId" hartcodieren, indem Sie Folgendes im Param()-Block des Skripts Convert-UpPrinterToPerUser.ps1 ändern:
    • [Parameter(ParameterSetName = 'ConvertAll')]
      [switch]$AllUPPrinters = $true,
      [Parameter(ParameterSetName = 'ConvertOne')]
      [Parameter(ParameterSetName = 'ConvertAll')]
    • [string]$TenantId = "YOUR_TENANT_ID",
    • Stellen Sie sicher, dass sie nicht mit den angemeldeten Benutzeranmeldeinformationen ausgeführt wird (sodass sie als System ausgeführt wird)
    • Ausführen eines Skripts in 64-Bit-PowerShell-Host

Nach der erfolgreichen Reparatur lassen sich Universal-Print-Drucker auf den Systemen nur noch pro Benutzer installieren. Eine systemweite Einrichtung ist danach dauerhaft blockiert. Microsoft empfiehlt Administratoren, die Skripte zunächst auf einzelnen Geräten zu testen, bevor sie großflächig im Unternehmensnetzwerk ausgerollt werden.

Habt ihr in euren Firmennetzwerken ebenfalls mit den Problemen bei Universal Print zu kämpfen? Wie habt ihr den Fehler bisher umgangen? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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