Windows 10 & 11: Außerplanmäßige Updates mit neuen Zertifikatslisten

Microsoft hat mit der Auslieferung von außerplanmäßigen Updates für alle noch unterstützten Ausgaben von Windows 10 und 11 begonnen, mit denen die Zertifikatslisten aufgefrischt werden - kurz nach dem Chaos um unsichere TLS-Zertifikate.
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  • Microsoft aktualisiert überraschend Zertifikatslisten für Windows-Systeme
  • Die neuen Patches dienen dem Schutz der Nutzer vor potenziellen Angriffen
  • Für Windows 11 erscheinen neue Updates wie etwa KB5134133 und KB5134134
  • Bei Windows 10 werden lediglich registrierte ESU-Systeme berücksichtigt
  • Standardmäßig erfolgt das Einspielen der Zertifikate völlig automatisch
  • Manuelle Downloads sind nötig, wenn die automatische Funktion deaktiviert ist

Microsoft liefert überraschend neue Zertifikatslisten

Seit Kurzem liefert Microsoft für Windows 11 und Windows 10 neue Updates aus, mit denen die Zertifikatslisten der Betriebssysteme aktualisiert werden. Diese sind nötig, um eine sichere Kommunikation zu gewährleisten und zu verhindern, dass Windows-Nutzer Opfer möglicher Angriffe werden. Noch hat Microsoft allerdings keine Details genannt.

Für Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 (Builds 26100.9725, 26200.9725 und 26300.9725) wird aktuell das Update KB5134133 verteilt, während für die ARM-Variante von Windows 11 26H1 (Build 28000.3237) das Update KB5134134 in die Verbreitung gegangen ist. Im Fall von Windows 10 werden nur Systeme bedient, die beim Programm für erweiterte Sicherheitsupdates registriert sind. Diese erhalten nun das Update KB5134125 für die Builds 19044.7811 und 19045.7811.


Bei Standardeinstellungen ist nichts zu tun

In den meisten Fällen müssen die Nutzer der genannten Betriebssystemversionen nicht selbst aktiv werden, schließlich werden die Zertifikatslisten von Windows normalerweise automatisch aktualisiert. Die Updates richten sich also nur an Geräte, bei denen kein Zugriff auf den Update-Dienst besteht oder CTL-Updates nicht aktiviert sind.

Wer die Aktualisierungsfunktionen mit den Standardeinstellungen nutzt, muss somit nicht selbst aktiv werden, da die Auffrischung der Zertifikatslisten in diesem Fall vollkommen automatisch erfolgt. Ist dies nicht der Fall, ist der manuelle Download der genannten Updates über die oben stehenden Links aus dem Windows Update-Katalog nötig, da keine Auslieferung dieser Out-of-Band-Updates über Windows Update erfolgt.

Auch wenn Microsoft bisher keine offiziellen Angaben zu den Gründen für die Veröffentlichung der neuen OOB-Updates für Windows 10 und Windows 11 macht, ist es durchaus möglich, dass sie in Verbindung mit dem peinlichen Zwischenfall bei einer Ausgabestelle für Sicherheitszertifikate stehen, der in der letzten Woche für reichlich Aufregung sorgte.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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