VW ID.3 GTI statt GTX ist da:
Volkswagen bringt sportlichen Stromer

Karomuster, rote Zierstreifen und ein künstlicher Motorensound: Volkswagen bringt den VW ID.3 offiziell als GTI auf den Markt. Dafür beerdigt der Konzern die GTX-Serie, lässt die Motorleistung aber auf dem bisherigen Niveau.

    VW ID.3 GTI Sportmarke kehrt zurück

    Volkswagen verabschiedet sich bei seinen sportlichen Elektroautos von der Bezeichnung GTX. Stattdessen setzt die Marke künftig wieder auf das traditionsreiche Kürzel GTI. Nach dem bereits angekündigten ID. Polo GTI soll im ersten Quartal 2027 auch der VW ID.3 GTI folgen. Einen ID.3 GTX wird es dann nicht mehr geben.

    Für Volkswagen bedeutet der Wechsel vor allem eine Rückkehr zu einem Namen, der über Jahrzehnte eng mit sportlichen Kompaktwagen verbunden war. GTI steht für "Grand Tourisme Injection" und wurde 1976 mit dem ersten Golf GTI bekannt. Während GTX als Kennzeichnung für leistungsstärkere Elektrovarianten eingeführt worden war, soll GTI nun auch im E-Auto-Programm für Dynamik und einen sportlichen Auftritt stehen.

    Der neue VW ID.3 GTI ist da

    Bekannter Antrieb unter neuem Namen

    Technisch übernimmt der ID.3 GTI wesentliche Daten des bisherigen Topmodells. An der Hinterachse arbeitet ein Elektromotor mit 240 kW, das entspricht rund 326 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 545 Newtonmetern. Von 0 auf 100 km/h soll der elektrische Kompaktwagen in 5,6 Sekunden beschleunigen, bei 200 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit elektronisch begrenzt.

    Ein Leistungsplus gegenüber dem bisherigen GTX ist damit nicht verbunden. Volkswagen verpackt die bekannte Antriebstechnik vielmehr in ein Modell, das sich stärker auf die GTI-Historie beruft. Zum sportlichen Gesamtpaket gehören auch eine angepasste Fahrwerksabstimmung sowie ein spezieller Fahrmodus.

    Er wird über eine Taste am Lenkrad aktiviert und verändert unter anderem die Kennlinien von Lenkung und Dämpfern. Optional kann das Fahrzeug dabei ein künstliches Motorsound-Erlebnis erzeugen.

    Als Energiespeicher dient ein Akku mit 79 kWh. Volkswagen nennt eine WLTP-Reichweite von bis zu 601 Kilometern. Die tatsächliche Reichweite dürfte je nach Tempo, Witterung, Bereifung und Fahrweise deutlich davon abweichen. An einer geeigneten DC-Schnellladesäule soll der Akku mit bis zu 183 kW laden. Der Sprung von zehn auf 80 Prozent soll laut Hersteller in 29 Minuten möglich sein. VW ID.3 GTI
    VW ID.3 GTIVW ID.3 GTIVW ID.3 GTIVW ID.3 GTI

    Klassische GTI-Details im Elektroauto

    Beim Design greift Volkswagen bewusst auf bekannte Elemente aus fünf Jahrzehnten GTI-Geschichte zurück. Ein roter Zierstreifen an der Front, das typische Wabengitter und Sitzbezüge im Karomuster sollen den Bezug zum ersten Golf GTI von 1976 sichtbar machen. Damit soll der ID.3 trotz Elektroantrieb auf den ersten Blick als sportliches Mitglied der GTI-Familie erkennbar sein.

    Serienmäßig erhält der ID.3 GTI 20-Zoll-Räder mit der Bezeichnung "Wörthersee". Der Name erinnert an das frühere GTI-Treffen in Österreich, das über viele Jahre Fans der Marke anzog. Außerdem wird Volkswagen den Wagen in Tornadorot anbieten - einer Lackfarbe, die ebenfalls eng mit dem Golf GTI verbunden ist. VW Golf GTI 50 Jahre2026 wird der Golf GTI 50 Jahre jung.

    Vom "Geheimprojekt" zum Massenphänomen

    Der Erfolg des Golf GTI war zunächst nicht absehbar. Bei seiner Einführung 1976 plante Volkswagen lediglich eine Kleinserie von 5000 Fahrzeugen. Entwickelt wurde der erste GTI von einem kleinen Ingenieursteam um Anton Konrad und Alfons Löwenberg, zunächst außerhalb der offiziellen Projektstrukturen. Der 81 kW (110 PS) starke Golf kostete damals 13.850 D-Mark und wurde rasch zum Verkaufserfolg.

    Geschichte des VW Golf GTI

    • 1976
      1976
      Golf I GTI (Ur-GTI) mit 1,6-l-Motor und 110 PS wird vorgestellt

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 1984
      1984
      Markteinführung des Golf II GTI

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 1991
      1991
      Golf III GTI kommt auf den Markt

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 1998
      1998
      Präsentation des Golf IV GTI

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 2004
      November 2004
      Marktstart des Golf V GTI

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 2009
      2009
      Golf VI GTI feiert seine Premiere

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 2013
      2013
      Einführung des Golf VII GTI

    • VW Golf GTI 50 Jahre
    • 2026
      2026
      Golf "GTI EDITION 50" startet

    • VW Golf GTI 50 Jahre

    Zurück zum VW ID.3 GTI. Im Innenraum setzt der Hersteller auf das aktuelle Infotainmentsystem mit 12,9-Zoll-Display. Einen endgültigen Einstiegspreis für den ID.3 GTI hat Volkswagen noch nicht genannt. Bis zum Marktstart Anfang 2027 dürften daher weitere Angaben zu Ausstattung, Varianten und Kosten folgen.

    Was haltet ihr von der Rückkehr des klassischen Namens bei Elektroautos? Teilt eure Gedanken zur Leistung und zum Design gerne mit uns unten in den Kommentaren!

    Was ändert sich vom GTX zum GTI?
    Volkswagen beendet das Experiment mit dem Kürzel GTX und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Der ID.3 GTI ersetzt somit das bisherige Topmodell ID.3 GTX Performance. Damit möchte VW laut eigenen Aussagen die emotionale Verbindung zu den Fans wiederherstellen.

    Technisch vollzieht der Hersteller dabei einen historischen Bruch: Der ID.3 GTI ist das erste GTI-Modell in der 50-jährigen Geschichte, das über einen Hinterradantrieb verfügt. Optisch orientiert er sich mit roten Akzenten und Karositzmustern stark am Ur-GTI von 1976.
    Wie alltagstauglich ist die Ladezeit?
    Für IT-Profis, die viel zwischen Standorten pendeln, ist die Ladeleistung entscheidend. Die 79-kWh-Batterie lädt am Schnelllader mit bis zu 183 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert laut Hersteller rund 29 Minuten, was einer soliden Durchschnittsladeleistung entspricht.

    Auf eine moderne 800-Volt-Architektur muss man allerdings verzichten, da die genutzte MEB+-Plattform dies nicht hergibt. Die Reichweite wird auf bis zu 601 Kilometer (WLTP) geschätzt. Es heißt, dass der Verbrauch bei sparsamen 14,5 kWh pro 100 Kilometer liegen soll.
    Kann ich externe Geräte am Auto laden?
    Ja, der ID.3 GTI unterstützt die sogenannte Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Über einen optionalen Adapter an der Ladeschnittstelle lässt sich das Fahrzeug in eine riesige Powerbank verwandeln. Dies ist besonders praktisch für den mobilen Arbeitsalltag.

    So können Sie beispielsweise bei einem Außentermin problemlos Ihr Notebook, Messgeräte oder andere IT-Ausrüstung über den Fahrzeugakku betreiben. Auch in der Freizeit bietet dies Vorteile, etwa um E-Bikes nach einer Tour direkt am Auto wieder aufzuladen.
    Gibt es noch den typischen GTI-Sound?
    Da ein Elektromotor von Natur aus flüsterleise ist, greift Volkswagen in die digitale Trickkiste. Im aktivierten GTI-Modus wird die Beschleunigung durch das künstlich erzeugte Geräusch eines Verbrennungsmotors untermalt, um das klassische Fahrgefühl zu simulieren.

    Ob dieses Feature im Alltag wirklich genutzt wird, bleibt abzuwarten. Kritiker merken an, dass solche künstlichen Soundkulissen bei E-Autos oft nur eine kurze Spielerei sind und auf Dauer eher deaktiviert werden, um die Ruhe des elektrischen Fahrens zu genießen.
    Wie schlägt er sich gegen Konkurrenten?
    Der härteste Konkurrent kommt mit dem Cupra Born VZ aus dem eigenen Konzern. Dieser bietet identische Leistungswerte und Ladezeiten, positioniert sich aber durch ein spitzeres Fahrverhalten noch aggressiver. Der VW setzt hingegen auf die klassische Balance aus Sport und Alltag.

    Im Vergleich zu anderen Herstellern zeigt der ID.3 GTI leichte Schwächen bei der reinen Beschleunigung. Modelle wie der MG4 XPower absolvieren den Standardsprint in unter vier Sekunden. Dafür punktet der VW mit einer höheren Endgeschwindigkeit von 200 km/h.
    Was kostet der Spaß und ab wann?
    Der offizielle Vorverkauf für den ID.3 GTI soll Anfang 2027 starten. Wann genau die ersten Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden, hat Volkswagen bislang noch nicht offiziell bestätigt.

    Auch der finale Preis bleibt vorerst ein Geheimnis. Brancheninsidern zufolge dürfte der Einstiegspreis knapp unter der Marke von 50.000 Euro liegen. Mit zusätzlichen Extras wie dem Augmented-Reality-Head-up-Display oder einem Soundsystem wird dieser Betrag jedoch schnell steigen.
    Zusammenfassung
    • VW ersetzt das GTX-Kürzel bei sportlichen E-Autos durch den Namen GTI
    • Der neue VW ID.3 GTI soll im ersten Quartal 2027 auf den Markt kommen
    • Mit 326 PS beschleunigt der Hecktriebler in 5,6 Sekunden auf Tempo 100
    • Ein 79-kWh-Akku liefert laut VW bis zu 601 Kilometer Reichweite (WLTP)
    • Klassische GTI-Details wie Karomuster und rote Zierstreifen kehren zurück
    • Der genaue Verkaufspreis steht bisher noch nicht offiziell fest

    Siehe auch:
    Jetzt einen Kommentar schreiben


    Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
    Hager E-Ladestation im Preisvergleich
    Derzeit keine Angebote im Preisvergleich
    Tipp einsenden
    ❤ WinFuture unterstützen
    Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!