Interne Pläne: Der Volkswagen-Konzern trägt Seat zu Grabe
Warum opfert Volkswagen seine Traditionsmarke Seat? Der fehlende Fokus auf Elektroautos kostet die Spanier nun die Eigenständigkeit. Welche radikale Strategie der Konzern künftig für das Werk verfolgt, offenbart ein heikler interner Bericht.
Die im Jahr 1950 gegründete Marke, die 1986 von VW übernommen wurde, soll demnach schrittweise vom Markt verschwinden. Hauptgrund ist die fehlende Elektrifizierungsstrategie.
Während andere Marken im Konzern den Übergang zur Elektromobilität vollziehen, bietet Seat aktuell kein einziges Fahrzeug auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens an.
Vor sechs Jahren gab es mit dem Mii Electric lediglich einen wenig erfolgreichen kleinen Stromer im Angebot. Die Transformation zur E-Mobilität war für die Spanier schlicht zu teuer.
Cupra verzeichnet ein wesentlich schnelleres Wachstum und liefert dem Mutterkonzern weitaus höhere Gewinnmargen. Das Festhalten an zwei spanischen Marken gilt intern mittlerweile als unwirtschaftlich. Infografik Die Deutschen und ihre Autos: Trotz Zufriedenheit wechselbereit
Seat leidet zudem unter starker interner Konkurrenz, insbesondere durch Skoda. Die tschechische Tochter ist auf dem europäischen Markt sehr erfolgreich positioniert. Für Seat bleibt in dem finanziellen Rahmen des Konzerns kein Platz mehr. Ein Nachteil ist der Verlust einer etablierten Marke im Einstiegssegment.
In dem Werk sollen künftig kompakte Elektroautos der Schwestermarken vom Band rollen. Dazu gehören unter anderem der VW ID. Polo sowie der Cupra Raval. Ingenieure in Spanien konzentrieren sich damit auf die elektrische Zukunft des Konzerns. Seat als klassische Automarke läuft parallel mit dem absehbaren Ende des Verbrennungsmotors aus.
Was meint ihr zu dem möglichen Ende der Traditionsmarke Seat? Werdet ihr die Autos vermissen oder ist der Fokus auf Cupra der richtige Weg? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Umbruch im VW-Konzern betrifft Seat
Volkswagen steht in Wolfsburg vor weitreichenden strategischen Veränderungen. Um Kosten zu senken und das Portfolio zu straffen, prüft der Vorstand die vollständige Abwicklung der spanischen Tochtergesellschaft Seat als eigenständige Automarke.Die im Jahr 1950 gegründete Marke, die 1986 von VW übernommen wurde, soll demnach schrittweise vom Markt verschwinden. Hauptgrund ist die fehlende Elektrifizierungsstrategie.
Während andere Marken im Konzern den Übergang zur Elektromobilität vollziehen, bietet Seat aktuell kein einziges Fahrzeug auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens an.
Vor sechs Jahren gab es mit dem Mii Electric lediglich einen wenig erfolgreichen kleinen Stromer im Angebot. Die Transformation zur E-Mobilität war für die Spanier schlicht zu teuer.
Cupra übernimmt die Führung
Wie ein aktueller Bericht via Mobiflip unter Berufung auf interne Dokumente darlegt, hat Seat im VW-Konzern keine Zukunft mehr als Fahrzeughersteller. Die sportliche Schwestermarke Cupra rückt stattdessen in den Mittelpunkt.Cupra verzeichnet ein wesentlich schnelleres Wachstum und liefert dem Mutterkonzern weitaus höhere Gewinnmargen. Das Festhalten an zwei spanischen Marken gilt intern mittlerweile als unwirtschaftlich. Infografik Die Deutschen und ihre Autos: Trotz Zufriedenheit wechselbereit
Seat leidet zudem unter starker interner Konkurrenz, insbesondere durch Skoda. Die tschechische Tochter ist auf dem europäischen Markt sehr erfolgreich positioniert. Für Seat bleibt in dem finanziellen Rahmen des Konzerns kein Platz mehr. Ein Nachteil ist der Verlust einer etablierten Marke im Einstiegssegment.
Neue Aufgaben für das Werk
Ganz verschwinden wird der Name Seat jedoch nicht sofort. Das Unternehmen soll als rechtliche Hülle und reiner Mobilitätsdienstleister erhalten bleiben. Das spanische Stammwerk in Martorell übernimmt die Produktion für andere Marken. Ab dem Jahr 2030 soll Cupra die südeuropäische Präsenz des Konzerns auf dem Automarkt vollständig allein vertreten.Sechs Schlüsseljahre für Seat - eine Timeline
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1950
1950Seat wird in Spanien gegründet und nimmt die Automobilproduktion auf
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1986
1986Volkswagen übernimmt Seat und bindet die Marke in den Konzern ein
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1996
1996Der Name "Cupra" wird als Performance-Submarke von Seat eingeführt, beginnend mit dem Ibiza Cupra
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2018
JanuarCupra wird als eigenständige Sportmarke von Seat abgespalten
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2018
OktoberErster eigener Modellstart der Marke Cupra: der Cupra Ateca
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2019
2019Seat bringt mit dem Mii Electric sein erstes rein elektrisches Serienfahrzeug auf den Markt
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2030
2030Geplantes Zieljahr, ab dem Cupra angeblich die südeuropäische Präsenz des VW-Konzerns auf dem Automarkt allein vertreten soll, während Seat als eigenständige Fahrzeugmarke ausläuft
In dem Werk sollen künftig kompakte Elektroautos der Schwestermarken vom Band rollen. Dazu gehören unter anderem der VW ID. Polo sowie der Cupra Raval. Ingenieure in Spanien konzentrieren sich damit auf die elektrische Zukunft des Konzerns. Seat als klassische Automarke läuft parallel mit dem absehbaren Ende des Verbrennungsmotors aus.
Was meint ihr zu dem möglichen Ende der Traditionsmarke Seat? Werdet ihr die Autos vermissen oder ist der Fokus auf Cupra der richtige Weg? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren!
Steht die Automarke Seat vor dem Aus?
Laut einem internen Dokument, aus dem die WirtschaftsWoche zitiert, soll die Traditionsmarke Seat abgewickelt werden. Es heißt, dass Seat seine Funktion als eigenständiger Autohersteller im Konzern verlieren werde.
Die Marke, die seit 1986 zu VW gehört, wird voraussichtlich mit dem Ende der Verbrennungsmotoren auslaufen. Für technikaffine Nutzer bedeutet dies, dass künftige Innovationen im Bereich E-Mobilität auf andere Konzernmarken verlagert werden.
Die Marke, die seit 1986 zu VW gehört, wird voraussichtlich mit dem Ende der Verbrennungsmotoren auslaufen. Für technikaffine Nutzer bedeutet dies, dass künftige Innovationen im Bereich E-Mobilität auf andere Konzernmarken verlagert werden.
Warum plant VW das Ende von Seat?
Der VW-Konzern steht vor einer massiven Umstrukturierung. VW-Chef Thomas Schäfer stellte bereits klar, dass es schlicht unwirtschaftlich sei, gleichzeitig in Seat und die sportliche Tochtermarke Cupra zu investieren.
Zudem gibt es im Konzern eine starke interne Konkurrenz. Seat muss sich oft gegen Skoda behaupten, wobei die tschechische Marke aktuell deutlich erfolgreicher agiert. Daher konzentriert sich VW nun auf profitablere Geschäftsbereiche.
Zudem gibt es im Konzern eine starke interne Konkurrenz. Seat muss sich oft gegen Skoda behaupten, wobei die tschechische Marke aktuell deutlich erfolgreicher agiert. Daher konzentriert sich VW nun auf profitablere Geschäftsbereiche.
Was passiert mit der Schwester Cupra?
Cupra gilt als der neue Liebling im VW-Konzern. Die Marke wächst deutlich schneller als Seat und liefert eine bessere Gewinnmarge. Ab 2030 soll Cupra die südeuropäische Seite des Konzerns komplett allein vertreten.
Cupra soll Anfang der 2030er Jahre zu einer reinen Elektromarke heranreifen. Die Herausforderung wird jedoch sein, das bisherige Image abzulegen und eine kaufkräftigere Zielgruppe für das VW-Gleichteile-Konzept zu gewinnen.
Cupra soll Anfang der 2030er Jahre zu einer reinen Elektromarke heranreifen. Die Herausforderung wird jedoch sein, das bisherige Image abzulegen und eine kaufkräftigere Zielgruppe für das VW-Gleichteile-Konzept zu gewinnen.
Was wird aus den Seat-Werken?
Die Unternehmenshülle Seat SA bleibt bestehen, auch wenn keine eigenen Autos mehr unter dem Namen Seat verkauft werden sollen. Das spanische Werk in Martorell wird künftig als reiner Mobilitätsdienstleister und Fertiger fungieren.
Vom dortigen Fließband sollen künftig kompakte Stromer der Schwestermarken rollen. Dazu gehören unter anderem der VW ID. Polo sowie der Cupra Raval. Die Produktionsstätten bleiben somit ein wichtiger Teil der E-Mobilitätsstrategie.
Vom dortigen Fließband sollen künftig kompakte Stromer der Schwestermarken rollen. Dazu gehören unter anderem der VW ID. Polo sowie der Cupra Raval. Die Produktionsstätten bleiben somit ein wichtiger Teil der E-Mobilitätsstrategie.
Ist das Ende von Seat schon offiziell?
Bislang gibt es noch keine offizielle Bestätigung seitens des Volkswagen-Konzerns für das endgültige Aus der Marke. Die Informationen stützen sich primär auf geleakte Dokumente und strategische Beobachtungen der letzten Jahre.
Dennoch sprechen die Taten eine eindeutige Sprache. Konkrete Ankündigungen für neue Seat-Modelle blieben zuletzt aus. Es wird vermutet, dass die Marke nur noch so lange am Leben gehalten wird, wie sich günstige Verbrenner verkaufen lassen.
Dennoch sprechen die Taten eine eindeutige Sprache. Konkrete Ankündigungen für neue Seat-Modelle blieben zuletzt aus. Es wird vermutet, dass die Marke nur noch so lange am Leben gehalten wird, wie sich günstige Verbrenner verkaufen lassen.
Was ändert sich an der VW-Strategie?
Der mögliche Abschied von Seat ist Teil des größten Konzernumbaus in der Geschichte von VW. Unrentable Projekte werden radikal gestrichen, um Kosten zu senken und die Transformation zur Elektromobilität zu finanzieren.
Diese Sparmaßnahmen machen auch vor dem Premiumsegment nicht Halt. So heißt es, dass selbst das Aushängeschild Porsche Taycan bereits 2030 eingestellt werden soll, während man parallel über Nischen für Verbrenner verhandelt.
Diese Sparmaßnahmen machen auch vor dem Premiumsegment nicht Halt. So heißt es, dass selbst das Aushängeschild Porsche Taycan bereits 2030 eingestellt werden soll, während man parallel über Nischen für Verbrenner verhandelt.
Zusammenfassung
- Der VW-Konzern prüft ein schrittweises Aus der Traditionsmarke Seat
- Die fehlende Elektrifizierungsstrategie besiegelt das Aus für Seat
- Die erfolgreichere Schwestermarke Cupra übernimmt nun die Führung
- Starke interne Konkurrenz durch Skoda belastet die Marke Seat zusätzlich
- Das spanische Stammwerk Martorell baut künftig kompakte Elektroautos
- Seat soll als rechtliche Hülle und Mobilitätsdienstleister bleiben
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