Trump-Klasse: Kosten für geplante Schlachtschiffe explodieren förmlich
Die US Navy plant gewaltige atomgetriebene Schlachtschiffe der "Trump-Klasse", deren Kosten nun aber massiv explodieren. Experten rechnen mit unglaublichen 275 Milliarden Dollar für 15 Schiffe. Der Kongress streicht bereits erste Mittel für das Projekt.
Mit einer geplanten Verdrängung von 35.000 Tonnen würden die neuen Schiffe aktuelle Zerstörer um mehr als das Dreifache übertreffen. Die Bewaffnung soll aus ballistischen Raketen, Hyperschallwaffen sowie nuklear bestückten Marschflugkörpern bestehen. Auch elektromagnetische Railguns und Laserwaffen sind vorgesehen, obwohl deren Entwicklung noch eine ganze Weile dauern wird und nicht einmal ganz klar ist, ob diese je praktikabel sein werden.
Das entspricht einer Kostensteigerung von satten 50 Prozent gegenüber den ersten Schätzungen. Der Preisanstieg resultiert primär aus der nachträglichen Entscheidung, die Flotte mit Atomantrieben anstelle konventioneller Gasturbinen auszustatten. Das senkt zwar die langfristigen Betriebskosten, erhöht aber die anfänglichen Baukosten enorm.
Der durchschnittliche Preis pro Rumpf pendelt sich bei etwa 18 Milliarden Dollar (etwa 16 Milliarden Euro) ein. Neben der Finanzierung stellt die Fertigung eine gewaltige Herausforderung dar. Amerikanische Werften verzeichnen bereits bei aktuellen Bauprogrammen erhebliche Verzögerungen und Budgetüberschreitungen.
Für die Endmontage der nuklearen Schlachtschiffe käme nur eine einzige Werft infrage, welche aktuell stark mit dem Bau von Flugzeugträgern ausgelastet ist. Analysten bezweifeln daher, dass die Industrie die nötigen Kapazitäten für einen derartigen Ausbau der Flotte zeitnah aufbringen kann.
Auch politisch formiert sich Widerstand im US-Senat. Kritiker argumentieren, dass die enormen finanziellen Mittel in Zeiten weitreichender wirtschaftlicher Herausforderungen an anderer Stelle deutlich dringender benötigt werden. Umfassende Investitionen in kleinere, flexiblere Einheiten gelten bei vielen Experten als sinnvoller.
Entsprechend reagierte die Politik bereits auf die explodierenden Kostenschätzungen. Der Kongress strich kürzlich erste Mittel für das Vorhaben aus einem laufenden Entwurf zur Finanzierung der Streitkräfte. Damit bleibt unklar, ob das Programm in der aktuellen Form jemals realisiert wird.
Was meint ihr zu den Ausgaben der US Navy? Sind massive Kriegsschiffe noch zeitgemäß oder verfehlen sie den Zweck? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Enorme Kosten für neue Flotte
Die US-Regierung treibt Pläne für eine neue Klasse von atomgetriebenen (Quasi-)Schlachtschiffen voran. Doch ob diese jemals gebaut werden, ist eine andere Frage: Denn ein aktueller Bericht beziffert die voraussichtlichen Ausgaben für das militärische Projekt deutlich höher als ursprünglich veranschlagt. Die Schiffe sollen die maritime Präsenz der US Navy langfristig sichern, stoßen jedoch auf logistische und eben finanzielle Hürden.Mit einer geplanten Verdrängung von 35.000 Tonnen würden die neuen Schiffe aktuelle Zerstörer um mehr als das Dreifache übertreffen. Die Bewaffnung soll aus ballistischen Raketen, Hyperschallwaffen sowie nuklear bestückten Marschflugkörpern bestehen. Auch elektromagnetische Railguns und Laserwaffen sind vorgesehen, obwohl deren Entwicklung noch eine ganze Weile dauern wird und nicht einmal ganz klar ist, ob diese je praktikabel sein werden.
Massive finanzielle Hürden
Wie USNI News berichtet, rechnet das Congressional Budget Office aktuell mit Gesamtkosten von rund 275 Milliarden Dollar (etwa 238 Milliarden Euro) für die Beschaffung von 15 Einheiten. Das erste Schiff dieser Klasse, die USS Defiant, wird voraussichtlich 23,4 Milliarden Dollar (etwa 20 Milliarden Euro) kosten.Das entspricht einer Kostensteigerung von satten 50 Prozent gegenüber den ersten Schätzungen. Der Preisanstieg resultiert primär aus der nachträglichen Entscheidung, die Flotte mit Atomantrieben anstelle konventioneller Gasturbinen auszustatten. Das senkt zwar die langfristigen Betriebskosten, erhöht aber die anfänglichen Baukosten enorm.
Der durchschnittliche Preis pro Rumpf pendelt sich bei etwa 18 Milliarden Dollar (etwa 16 Milliarden Euro) ein. Neben der Finanzierung stellt die Fertigung eine gewaltige Herausforderung dar. Amerikanische Werften verzeichnen bereits bei aktuellen Bauprogrammen erhebliche Verzögerungen und Budgetüberschreitungen.
Für die Endmontage der nuklearen Schlachtschiffe käme nur eine einzige Werft infrage, welche aktuell stark mit dem Bau von Flugzeugträgern ausgelastet ist. Analysten bezweifeln daher, dass die Industrie die nötigen Kapazitäten für einen derartigen Ausbau der Flotte zeitnah aufbringen kann.
Kritik an strategischem Nutzen
Militärexperten hinterfragen zudem den strategischen Wert des Konzepts. In einer Ära, in der asymmetrische Kriegführung und kostengünstige Drohnenschwärme an Bedeutung gewinnen, bergen derart große und teure Plattformen ein hohes Risiko. Der Verlust eines einzigen Schiffes würde zudem einen immensen personellen und finanziellen Schaden bedeuten.Auch politisch formiert sich Widerstand im US-Senat. Kritiker argumentieren, dass die enormen finanziellen Mittel in Zeiten weitreichender wirtschaftlicher Herausforderungen an anderer Stelle deutlich dringender benötigt werden. Umfassende Investitionen in kleinere, flexiblere Einheiten gelten bei vielen Experten als sinnvoller.
Entsprechend reagierte die Politik bereits auf die explodierenden Kostenschätzungen. Der Kongress strich kürzlich erste Mittel für das Vorhaben aus einem laufenden Entwurf zur Finanzierung der Streitkräfte. Damit bleibt unklar, ob das Programm in der aktuellen Form jemals realisiert wird.
Was meint ihr zu den Ausgaben der US Navy? Sind massive Kriegsschiffe noch zeitgemäß oder verfehlen sie den Zweck? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- US-Pläne für neue atomgetriebene Schlachtschiffe werden deutlich teurer
- Das CBO schätzt die Gesamtkosten für 15 Schiffe auf 275 Milliarden Dollar
- Der Wechsel zu einem Nuklearantrieb sorgt für 50 Prozent höhere Kosten
- Nur eine einzige US-Werft ist für den Bau der Riesenschiffe geeignet
- Experten zweifeln am strategischen Nutzen der extrem teuren Riesen
- Der US-Kongress strich bereits erste Gelder für das Rüstungsprojekt
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