VW streicht wohl 100.000 Stellen, 4 deutsche Werke angeblich vor Aus
Europas größter Automobilhersteller Volkswagen steht vor einem weitreichenden Umbau. Aktuellen Berichten zufolge ist mittlerweile ein Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen weltweit geplant. Zudem sollen vier deutsche Produktionsstätten vor dem Aus stehen.
Aktuell beschäftigt Volkswagen rund 657.000 Menschen. Davon sollen in den nächsten Jahren jedoch angeblich ganze 100.000 Stellen wegfallen. Der geplante Abbau würde somit mehr als 15 Prozent der Belegschaft betreffen. Zwar gelten bei der Hauptmarke Beschäftigungssicherungen bis 2030 und bei der Tochtergesellschaft Audi sogar bis 2033, das lässt sich jedoch durch freiwillige Austrittsverträge und Abfindungen umgehen.
Das Werk in Zwickau gilt eigentlich als Vorzeigestandort für die Elektromobilität von Volkswagen und wurde mit großem finanziellem Aufwand umgerüstet. Auch Emden wurde erst kürzlich für die Produktion von Elektrofahrzeugen modernisiert. Ein Aus dieser traditionsreichen Standorte hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen für die jeweiligen Regionen. Neckarsulm ist ebenfalls ein historisch wichtiger Standort, an dem seit Jahrzehnten Oberklassefahrzeuge vom Band rollen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die bereits angesprochene finanzielle Schieflage. Der Konzern kämpft mit einer sinkenden Nachfrage nach Elektroautos auf dem amerikanischen Markt, neuen US-Strafzöllen und enormem Druck durch chinesische Konkurrenten wie BYD. Auch die konzerneigene Software-Sparte Cariad bereitet weiterhin Probleme und verzeichnete 2025 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro.
Ein Sprecher lehnte einen Kommentar ab, bestätigte aber eine tiefgreifende Transformation der gesamten Gruppe. Anfang Juli 2026 soll der Aufsichtsrat über etwaige Pläne beraten. Es wird mit erheblichem Widerstand der Arbeitnehmervertreter sowie des Landes Niedersachsen gerechnet, das ein wichtiges Mitspracherecht im Konzern besitzt. Die Verhandlungen dürften sich über Monate hinziehen.
Wie bewertet ihr die aktuellen Pläne von Volkswagen? Sind Werksschließungen und Stellenabbau die richtigen Mittel, um den Autobauer wieder auf Kurs zu bringen? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Tiefer Einschnitt bei Volkswagen
VW steckt in einer Krise. Der deutsche Autobauer verzeichnete im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch. Erst vor etwa zwei Wochen hatte man dann erste "Erfolge" beim großen Konzernumbau vermeldet, in dessen Rahmen es bisher geplant war, 50.000 Stellen abzubauen, um Ausgaben einzusparen. Nun liegen neueste Berichte vor, denen zufolge der Konzern die Zahl der Entlassungen noch einmal deutlich erhöhen will. Zudem könnten mittelfristig vier deutsche Produktionsstätten geschlossen werden.Aktuell beschäftigt Volkswagen rund 657.000 Menschen. Davon sollen in den nächsten Jahren jedoch angeblich ganze 100.000 Stellen wegfallen. Der geplante Abbau würde somit mehr als 15 Prozent der Belegschaft betreffen. Zwar gelten bei der Hauptmarke Beschäftigungssicherungen bis 2030 und bei der Tochtergesellschaft Audi sogar bis 2033, das lässt sich jedoch durch freiwillige Austrittsverträge und Abfindungen umgehen.
Vier deutsche Standorte in Gefahr
Wie das manager magazin berichtet, sieht das Sanierungskonzept wohl auch konkrete Werksschließungen in Deutschland vor. Demnach stünden die Fabriken in Emden, Hannover und Zwickau sowie das Werk in Neckarsulm vor dem Aus. Sobald die Fertigung der dort aktuell produzierten Fahrzeugmodelle ausläuft, solle die Produktion an diesen Standorten vollständig eingestellt werden.Das Werk in Zwickau gilt eigentlich als Vorzeigestandort für die Elektromobilität von Volkswagen und wurde mit großem finanziellem Aufwand umgerüstet. Auch Emden wurde erst kürzlich für die Produktion von Elektrofahrzeugen modernisiert. Ein Aus dieser traditionsreichen Standorte hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen für die jeweiligen Regionen. Neckarsulm ist ebenfalls ein historisch wichtiger Standort, an dem seit Jahrzehnten Oberklassefahrzeuge vom Band rollen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die bereits angesprochene finanzielle Schieflage. Der Konzern kämpft mit einer sinkenden Nachfrage nach Elektroautos auf dem amerikanischen Markt, neuen US-Strafzöllen und enormem Druck durch chinesische Konkurrenten wie BYD. Auch die konzerneigene Software-Sparte Cariad bereitet weiterhin Probleme und verzeichnete 2025 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro.
Mögliche Konzernaufspaltung
Um das Unternehmen effizienter aufzustellen, habe Konzernchef Oliver Blume dem Vorstand weitreichende Pläne präsentiert. Eine Überlegung sei es, die Kernmarke Volkswagen sowie die Komponentensparte aus dem bisherigen Verbund herauszulösen und in eigenständige Gesellschaften zu überführen. Das würde es erleichtern, einzelne Marken künftig am Kapitalmarkt zu platzieren und frisches Geld für die Entwicklung neuer Technologien zu generieren.Ein Sprecher lehnte einen Kommentar ab, bestätigte aber eine tiefgreifende Transformation der gesamten Gruppe. Anfang Juli 2026 soll der Aufsichtsrat über etwaige Pläne beraten. Es wird mit erheblichem Widerstand der Arbeitnehmervertreter sowie des Landes Niedersachsen gerechnet, das ein wichtiges Mitspracherecht im Konzern besitzt. Die Verhandlungen dürften sich über Monate hinziehen.
Wie bewertet ihr die aktuellen Pläne von Volkswagen? Sind Werksschließungen und Stellenabbau die richtigen Mittel, um den Autobauer wieder auf Kurs zu bringen? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Der Volkswagen-Konzern plant aufgrund einer Krise massive Stellenstreichungen
- Bis zu 100.000 Arbeitsplätze stehen bei dem Autobauer weltweit zur Disposition
- Vier deutsche Produktionsstandorte drohen aufgrund der Sparkurse Schließungen
- Wachsender internationaler Wettbewerbsdruck belastet das Unternehmen
- Die Softwaresparte Cariad verzeichnete im letzten Jahr hohe Milliardenverluste
- Konzernchef Blume erwägt eine tiefgreifende Aufspaltung der Volkswagen-Gruppe
Siehe auch:
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- Volkswagen-Konzernumbau: VW meldet "Erfolge" durch Stellenabbau
- ID. Polo GTI: VW stellt sportlichen Kleinwagen für unter 40.000 Euro vor
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