VW-Fabrik vor Verkauf? China-Autobauer BYD hat Dresden im Visier
Die Gläserne Manufaktur in Dresden galt jahrelang als technologisches Vorzeigeprojekt des Volkswagen-Konzerns. Nach dem Produktionsende stehen die Fertigungshallen nun aber weitgehend leer - das heizt die Gerüchteküche an.
Der Standort blickt auf eine besondere Geschichte zurück. Ab 2002 lief dort zunächst die Limousine Phaeton vom Band, später folgten Modelle der Marke Bentley sowie die Elektrofahrzeuge e-Golf und ID.3. Volkswagen setzte zudem auf moderne Logistikkonzepte, darunter eine spezielle Straßenbahn für den Teiletransport quer durch Dresden. Wegen geringer Stückzahlen von zuletzt etwa 6000 Fahrzeugen pro Jahr rentierte sich der Betrieb nicht mehr, die Autoproduktion endete.
Volkswagen wies das angebliche Interesse zurück. Ein Sprecher erklärte, man weise solche Spekulationen entschieden zurück und führe keine Verkaufsgespräche. BYD lehnte eine Stellungnahme ab.
Statt eines Verkaufs treibt Volkswagen den Umbau der Anlage voran. Zusammen mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden entsteht dort ein neues Innovationszentrum. Die offene Architektur der Hallen gilt als geeignete räumliche Grundlage. Die aktuellen Pläne für das umgestaltete Gelände umfassen folgende inhaltliche Schwerpunkte:
Erst Ende April hatte Volkswagen die Presse damit schockiert, dass mit einem verschärftem Sparkurs rund 50.000 Jobs wegfallen sollen.
Während Südeuropa mit niedrigeren Produktionskosten punktet, böte der Standort Deutschland etablierte Zulieferstrukturen und gut ausgebildete Fachkräfte. Anfang des Jahres hatte BYD Tesla als E-Auto Marktführer überholt.
Wie seht ihr die Zukunft der europäischen Autoindustrie im Wettbewerb mit Asien? Teilt eure Gedanken und Meinungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
VW-Vorzeigewerk vor Verkauf?
Aktuelle Berichte aus China brachten den Automobilhersteller BYD als möglichen Käufer der Gläsernen Manufaktur ins Spiel. Das Unternehmen wolle die Anlagen demnach nutzen, um eigene Elektroautos für den europäischen Markt zu produzieren.Der Standort blickt auf eine besondere Geschichte zurück. Ab 2002 lief dort zunächst die Limousine Phaeton vom Band, später folgten Modelle der Marke Bentley sowie die Elektrofahrzeuge e-Golf und ID.3. Volkswagen setzte zudem auf moderne Logistikkonzepte, darunter eine spezielle Straßenbahn für den Teiletransport quer durch Dresden. Wegen geringer Stückzahlen von zuletzt etwa 6000 Fahrzeugen pro Jahr rentierte sich der Betrieb nicht mehr, die Autoproduktion endete.
Wolfsburg dementiert Gerüchte
Wie Electrive unter Berufung auf asiatische Medien berichtet, strebt BYD vor allem nach dem Label "Made in Germany". Eine lokale Produktion könnte zudem helfen, die Ausgleichszölle der Europäischen Union auf importierte Elektroautos zu umgehen.Volkswagen wies das angebliche Interesse zurück. Ein Sprecher erklärte, man weise solche Spekulationen entschieden zurück und führe keine Verkaufsgespräche. BYD lehnte eine Stellungnahme ab.
Statt eines Verkaufs treibt Volkswagen den Umbau der Anlage voran. Zusammen mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden entsteht dort ein neues Innovationszentrum. Die offene Architektur der Hallen gilt als geeignete räumliche Grundlage. Die aktuellen Pläne für das umgestaltete Gelände umfassen folgende inhaltliche Schwerpunkte:
- Forschung an künstlicher Intelligenz
- Entwicklung von Software für Assistenzsysteme
- Erprobung neuer Robotik-Konzepte
Erst Ende April hatte Volkswagen die Presse damit schockiert, dass mit einem verschärftem Sparkurs rund 50.000 Jobs wegfallen sollen.
BYD expandiert in Europa
BYD errichtet neue Fabriken in Ungarn und in der Türkei, um den europäischen Markt besser zu beliefern. Ein möglicher dritter Produktionsstandort in Spanien wird laut Branchenkreisen geprüft.Während Südeuropa mit niedrigeren Produktionskosten punktet, böte der Standort Deutschland etablierte Zulieferstrukturen und gut ausgebildete Fachkräfte. Anfang des Jahres hatte BYD Tesla als E-Auto Marktführer überholt.
Wie seht ihr die Zukunft der europäischen Autoindustrie im Wettbewerb mit Asien? Teilt eure Gedanken und Meinungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Kauft BYD das VW-Werk in Dresden?
Laut unbestätigten Berichten aus China soll der Elektroauto-Hersteller BYD Interesse an Teilen der Gläsernen Manufaktur haben. Angeblich verhandle man über die Übernahme der stillgelegten Fertigungshallen.
Das wäre ein spannendes Signal. Es hieße, dass neben dem geplanten VW-Innovationszentrum ein weiterer globaler Tech-Player in Sachsen Fuß fassen könnte.
Das wäre ein spannendes Signal. Es hieße, dass neben dem geplanten VW-Innovationszentrum ein weiterer globaler Tech-Player in Sachsen Fuß fassen könnte.
Warum baut VW dort keine Autos mehr?
Die Gläserne Manufaktur war einst ein Prestigeobjekt, das 2002 für die Luxuslimousine Phaeton eröffnet wurde. Sie war jedoch nie auf Massenproduktion ausgelegt und operierte stets mit vergleichsweise geringen Stückzahlen.
Angesichts weltweiter Überkapazitäten und eines schwächeren Wachstums im E-Auto-Markt musste VW seine Produktionslandschaft neu ordnen. Der Betrieb der kleinen, aufwendigen Fabrik war wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
Angesichts weltweiter Überkapazitäten und eines schwächeren Wachstums im E-Auto-Markt musste VW seine Produktionslandschaft neu ordnen. Der Betrieb der kleinen, aufwendigen Fabrik war wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
Warum will BYD nach Deutschland?
Eine Produktion in Deutschland hätte für BYD enorme strategische Vorteile. Das Label "Made in Germany" genießt weltweit hohes Vertrauen und könnte das Image der chinesischen E-Autos deutlich aufwerten.
Zudem bietet der Standort Dresden Zugang zu hoch qualifizierten Fachkräften, etablierten IT-Infrastrukturen und einem starken Zulieferernetzwerk. Dies ist für den Aufbau moderner, vernetzter Produktionen essenziell.
Zudem bietet der Standort Dresden Zugang zu hoch qualifizierten Fachkräften, etablierten IT-Infrastrukturen und einem starken Zulieferernetzwerk. Dies ist für den Aufbau moderner, vernetzter Produktionen essenziell.
Was passiert mit der Manufaktur?
Die klassische Autoproduktion in der Gläsernen Manufaktur ist nach über 20 Jahren ausgelaufen. Zuletzt wurden dort aufgrund schwacher Nachfrage nur noch rund 6.000 Fahrzeuge des Modells VW ID.3 pro Jahr montiert.
Stattdessen baut VW das Gelände gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der TU Dresden um. Mit einer Investition von rund 50 Millionen Euro entsteht ein modernes Innovationszentrum für Zukunftstechnologien.
Stattdessen baut VW das Gelände gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der TU Dresden um. Mit einer Investition von rund 50 Millionen Euro entsteht ein modernes Innovationszentrum für Zukunftstechnologien.
Arbeiten VW und China schon zusammen?
Die globale Autoindustrie ist längst eng vernetzt. Volkswagen kooperiert in China bereits intensiv mit lokalen Playern. So ist der Hersteller Xpeng ein wichtiger Entwicklungspartner für die Wolfsburger.
Auch mit dem SAIC-Konzern, zu dem die Marke MG Motor gehört, betreibt VW ein wichtiges Joint Venture. Dass chinesische Hersteller nun auch Produktionskapazitäten in Europa suchen, ist die logische Gegenbewegung.
Auch mit dem SAIC-Konzern, zu dem die Marke MG Motor gehört, betreibt VW ein wichtiges Joint Venture. Dass chinesische Hersteller nun auch Produktionskapazitäten in Europa suchen, ist die logische Gegenbewegung.
Zusammenfassung
- Gläserne Manufaktur Dresden steht nach Produktionsende leer
- Gerüchte aus China: BYD an Kauf der VW-Anlage interessiert
- Phaeton, Bentley, e-Golf und ID.3 wurden dort gefertigt
- BYD will mit lokaler Produktion EU-Ausgleichszölle umgehen
- VW weist Verkaufsgerüchte zurück und plant Umbau zum Innovationszentrum
- Neues Zentrum für KI, Software und Robotik mit Sachsen und TU Dresden
- BYD prüft weitere Standorte in Spanien, Ungarn und Türkei
- Europäische Autoindustrie im Wettbewerb mit asiatischen Herstellern
Siehe auch:
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