Speicherkrise: Chinesische Firmen könnten den DDR5-Markt bald fluten
Arbeitsspeicher ist derzeit extrem teuer, da der KI-Boom die Produktionskapazitäten bindet. Doch eine massive Expansion chinesischer Hersteller bei DDR5-RAM könnte den Markt bald drehen. Ein Experte rechnet mit deutlich fallenden Preisen.
Unternehmen aus China wie Changxin Memory Technologies und YMTC investieren derzeit Milliardenbeträge in neue Fabriken. Sie produzieren mittlerweile nicht mehr nur für den heimischen Markt, sondern drängen in den globalen Handel. Auch Server-Speicher fertigen die asiatischen Produzenten in großen Stückzahlen. Bislang dominierten vor allem südkoreanische und amerikanische Firmen das Geschäft mit den anspruchsvollen Komponenten.
Ein größeres Angebot hätte direkte Auswirkungen auf die Kosten für Bauteile. Wie die südkoreanische Zeitung Seoul Economic Daily (via Wccftech) berichtet, geht davon zumindest Kye-hyun Kyung aus, ein ehemaliger Manager von Samsung. Er prognostiziert, dass die Preise für Arbeitsspeicher aufgrund der Produkte aus China ab der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder sinken.
Der Speichermarkt unterliegt traditionell starken Schwankungen. Sobald die Preise steigen, bauen Unternehmen neue Fabriken und erhöhen ihre Produktionen. Wenn die Anlagen fertiggestellt sind, flutet ein Überangebot den Markt und die Preise stürzen ab. Genau dazu könnte es laut Kyung durch den chinesischen Ausbau kommen.
Bis dieser Fall jedoch eintritt, falls er das überhaupt tut, müssen Nutzer aber weiterhin mit hohen Ausgaben für Upgrades kalkulieren. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht, da der Bedarf an Speicherbausteinen weiter zunimmt und traditionelle Hersteller ihre Produktionskapazitäten schon lange ausgereizt haben.
Wie bewertet ihr ein mögliches Vordringen chinesischer Firmen auf dem Speichermarkt? Seht ihr das als positive Entwicklung oder habt ihr dabei eher Bedenken? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Chinas massiver DDR5-Ausbau
Der Markt für Arbeitsspeicher leidet derzeit unter enormen Preissteigerungen. Weil große Hersteller ihre Kapazitäten auf lukrativen Speicher für Systeme mit Künstlicher Intelligenz verlagern, verknappt sich das Angebot für regulären DDR5-RAM, was Hersteller wie Apple zum Umdenken bei ihrem Produktportfolio zwingt. Nun bauen chinesische Produzenten ihre Fertigung allerdings massiv aus. Das könnte die Lage für Endanwender weltweit bald entspannen.Unternehmen aus China wie Changxin Memory Technologies und YMTC investieren derzeit Milliardenbeträge in neue Fabriken. Sie produzieren mittlerweile nicht mehr nur für den heimischen Markt, sondern drängen in den globalen Handel. Auch Server-Speicher fertigen die asiatischen Produzenten in großen Stückzahlen. Bislang dominierten vor allem südkoreanische und amerikanische Firmen das Geschäft mit den anspruchsvollen Komponenten.
Ein größeres Angebot hätte direkte Auswirkungen auf die Kosten für Bauteile. Wie die südkoreanische Zeitung Seoul Economic Daily (via Wccftech) berichtet, geht davon zumindest Kye-hyun Kyung aus, ein ehemaliger Manager von Samsung. Er prognostiziert, dass die Preise für Arbeitsspeicher aufgrund der Produkte aus China ab der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder sinken.
Prognose mit Unsicherheiten
Voraussetzung für den Preisverfall ist jedoch, dass die chinesischen Firmen ihre Pläne erfolgreich in Produktionskapazitäten umsetzen. Marktforscher gehen davon aus, dass die Fertigung bis Ende 2027 auf rund sechs Millionen Wafer pro Monat ansteigen könnte. Ein höheres Angebot auf dem Weltmarkt hätte den Vorteil, dass Endkunden beim Kauf von PC-Komponenten Geld sparen. Seit Mitte 2025 sind die Kosten für DDR5-Module teilweise um über 400 Prozent gestiegen.Der Speichermarkt unterliegt traditionell starken Schwankungen. Sobald die Preise steigen, bauen Unternehmen neue Fabriken und erhöhen ihre Produktionen. Wenn die Anlagen fertiggestellt sind, flutet ein Überangebot den Markt und die Preise stürzen ab. Genau dazu könnte es laut Kyung durch den chinesischen Ausbau kommen.
Bis dieser Fall jedoch eintritt, falls er das überhaupt tut, müssen Nutzer aber weiterhin mit hohen Ausgaben für Upgrades kalkulieren. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht, da der Bedarf an Speicherbausteinen weiter zunimmt und traditionelle Hersteller ihre Produktionskapazitäten schon lange ausgereizt haben.
Wie bewertet ihr ein mögliches Vordringen chinesischer Firmen auf dem Speichermarkt? Seht ihr das als positive Entwicklung oder habt ihr dabei eher Bedenken? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- KI-Boom treibt RAM-Preise in die Höhe und verknappt Angebot weltweit
- Chinesische Hersteller wie Changxin und YMTC bauen Produktion massiv aus
- Samsung-Manager prognostiziert sinkende Preise ab zweiter Jahreshälfte 2027
- Marktforscher erwarten Produktion von sechs Millionen Wafern monatlich
- DDR5-Module seit Mitte 2025 teilweise um über 400 Prozent gestiegen
- Speichermarkt unterliegt traditionell starken zyklischen Schwankungen
Siehe auch:
- PlayStation 6 bei Speicher kastriert? Sony soll Einschnitt für PS6 prüfen
- Speicherkrise: KI-Konzerne wollen Ausbau der Fertigung finanzieren
- Teures iPhone: Preise für Speicher sollen sich bis 2027 vervierfachen
- Speicherkrise: SK Hynix meldet 5x mehr Gewinn
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