PlayStation 6 bei Speicher kastriert? Sony soll Einschnitt für PS6 prüfen

Sony hatte erst kürzlich angedeutet, dass die Speicherkrise dem ja­panischen Spieleriesen einige Schwierigkeiten bei der Planung für die PlayStation 6 bereitet. Jetzt behauptet eine für gewöhnlich ver­läss­li­che Quelle, dass Sony Einschnitte bei der Speicherausstattung prüft.
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24 GB VRAM statt 30-32 GB?

Bisher war immer davon die Rede, dass Sony die PlayStation 6 mit ganzen 32 Gigabyte kombiniertem Arbeits- und Videospeicher ausrüsten will. Angesichts des massiven Drucks durch die vom KI-Boom in astronomische Höhen getriebenen Speicherpreise könnte daraus aber zumindest vorerst nichts werden. Angeblich prüft Sony eine Reduktion der geplanten Speicherausstattung.

Wie der als verlässlich geltende Leaker KeplerL2 im NeoGAF-Forum verlauten ließ, prüft Sony derzeit, inwiefern sich bei der PS6 durch eine auf nur noch 24 Gigabyte beschränkte Bestückung mit kombiniertem Arbeits- und Videospeicher Kosten einsparen lassen. In der aktuellen Lage würde Sony dadurch vermutlich rund 60 US-Dollar von seinem "Bill of Materials" (BoM) streichen können.


Wenig Anpassungen an der Basis-Hardware nötig

Der BoM besteht aus den Kosten, die ein Gerätehersteller für die diversen einzelnen Komponenten im Einkauf aufbringen muss und bestimmt auch darüber, wie hoch die Marge bei einem Produkt letztlich ist. KeplerL2 geht nun davon aus, Sony auch nicht nur weniger kombinierten Arbeits- und Videospeicher verbauen will, sondern den Speicher auch mit einer langsameren Anbindung über einen 128-Bit-Bus versehen könnte, um seine Kosten zu senken.

Der Konzern würde zusätzliche Einsparungen erzielen können, da man einfachere bzw. weniger hochwertige Speichercontroller verbauen könnte. Sofern weniger und langsamerer Speicher verbaut werde, könne Sony auch Controller verwenden, deren Leistungsfähigkeit nicht für einen stabilen Betrieb mit schnellerem und größerem Speicher ausreicht, so die Logik.

Der Aufwand für die Anpassung der Basis-Hardware soll unterdessen gering sein. Sony müsste dazu lediglich einen der Speichercontroller in dem für die PlayStation 6 geplanten Custom-APU von AMD deaktivieren. Möglicherweise ließe sich die Speicherausstattung auch zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer neuen Hardware-Revision aufstocken, wenn die Speicherpreise im Lebenszyklus der PS6 noch einmal sinken sollten.

Zusammenfassung
  • Sony prüft Kürzungen beim kombinierten Arbeits- und Videospeicher der PS6 wegen hoher Speicherpreise
  • Statt 32 GB könnte die PS6 nur mit 24 GB kombiniertem Arbeits- und Videospeicher bestückt werden
  • Die Kürzung könnte Materialkosten um etwa 60 US-Dollar senken
  • Sony könnte auch einen langsameren 128-Bit-Speicherbus verwenden
  • Einfachere Speichercontroller könnten zusätzliche Kosten einsparen
  • Sony müsste lediglich einen Speichercontroller im AMD-Chip deaktivieren
  • Eine Aufrüstung des Speichers könnte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen

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