Engpass: Apple kürzt verfügbaren RAM bei Mac Mini & Mac Studio stark

Apple streicht weitere Konfigurationen seiner Desktop-Rechner. Wegen der anhaltenden Bauteilknappheit durch den weltweiten KI-Boom fallen beim Mac Studio und Mac Mini weitere Speicheroptionen weg. Käufer müssen sich zudem auf lange Wartezeiten einstellen.
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Kahlschlag bei Apples Desktop-Rechnern

Nachdem Apple bereits das Einstiegsmodell des Mac Mini gestrichen hatte, geht der Kahlschlag bei den Konfigurationen jetzt weiter. Neben weiteren Ausführungen des kleinsten Macs ist nun auch der Mac Studio betroffen. Weltweite Lieferengpässe bei Arbeitsspeicher zwingen den Hersteller dazu, die maximalen Speicherausstattungen drastisch zu reduzieren.

Beim Mac Studio mit M3-Ultra-Chip fällt die Option für 256 Gigabyte Arbeitsspeicher komplett weg. Kunden können das Gerät nur noch mit 96 Gigabyte bestellen. Auch beim Modell mit M4-Max-Prozessor fehlt die zuvor angebotene 128-Gigabyte-Variante. Hier sind damit ebenfalls maximal 96 GB RAM möglich. Beim Mac Mini mit M4-Pro-Chip verschwindet die 64-Gigabyte-Option, sodass höchstens 48 Gigabyte auswählbar sind.


Wie Apple im Rahmen der jüngsten Quartalszahlen mitteilte, werde es noch mehrere Monate dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht seien. Firmenchef Tim Cook begründete den Engpass mit gestiegenen Komponentenkosten sowie einer hohen Nachfrage nach lokalen Rechnern für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.

Großer Lieferengpass

Ursache der Verknappung der Modelle ist die spezielle Architektur der Apple-Prozessoren. Der sogenannte Unified Memory, also der gemeinsame Arbeitsspeicher für Prozessor und Grafikeinheit, eignet sich für das Ausführen lokaler Sprachmodelle und Software wie OpenClaw. Entwickler kauften die kompakten Rechner in den vergangenen Monaten daher massenhaft auf. Durch den Wegfall der 256-Gigabyte-SSD stieg zudem der Einstiegspreis des Mac Mini von 699 Euro auf 949 Euro.

Für Endanwender bringt die aktuelle Strategie Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits sichert der Konzern durch die Reduzierung der Vielfalt eine grundlegende Lieferfähigkeit der Standardmodelle. Andererseits müssen professionelle Nutzer Einschränkungen bei der Leistungsobergrenze hinnehmen. Die Engpässe weiten sich zudem auf andere Produktlinien aus. Mittlerweile verzeichnen auch Laptops wie das MacBook Pro und das MacBook Air mit großem Arbeitsspeicher verlängerte Lieferzeiten von mehreren Wochen.

Die Streichung von Speicheroptionen schränkt die Auswahl für Käufer ein. Wie bewertet ihr die aktuelle Entwicklung bei den Desktop-Macs? Glaubt ihr an weitere Streichungen? Teilt eure Gedanken gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
  • Apple streicht weitere Konfigurationen bei Mac Studio und Mac Mini
  • Mac Studio mit M3 Ultra bietet nur noch 96 GB RAM an
  • Auch bei Mac Studio mit M4 Max maximal 96 GB Arbeitsspeicher möglich
  • Beim Mac Mini mit M4 Pro sinkt der maximale RAM auf 48 GB
  • Tim Cook begründet Engpässe mit gestiegenen Komponentenkosten und Nachfrage
  • Der Unified Memory eignet sich besonders gut für lokale KI-Anwendungen

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