Speicherkrise: Auch neue Macs werden sich nun wohl verspäten
Die Markteinführung neuer Mac-Modelle könnte sich deutlich verzögern. Der Grund dafür ist ein anhaltender Engpass bei Arbeitsspeicher, der inzwischen auch Apple mit seinen hochgradig abgesicherten Lieferketten trifft.
Auch ein MacBook Pro mit Touchscreen-Funktion, über das bereits länger spekuliert wird, könnte sich verschieben. Das Gerät wurde ebenfalls für dieses Jahr erwartet und wird nun möglicherweise erst im kommenden Jahr vorgestellt werden.
Der Engpass bei Speicherkomponenten betrifft die gesamte Technologiebranche und hat bereits spürbare Auswirkungen auf Preise und Produktplanung. Während einige Geräte später erscheinen, werden andere deutlich teurer. So begründete Meta kürzlich eine Preiserhöhung seines Quest-3-Headsets um 100 Dollar (etwa 92 Euro) mit gestiegenen RAM-Kosten. Auch Microsoft hob die Preise für bestimmte Surface-Geräte um bis zu 500 Dollar (etwa 460 Euro) an und verwies auf höhere Kosten für Speicher und andere Komponenten.
Selbst kleinere Plattformen bleiben nicht verschont: Der Einplatinencomputer von Raspberry Pi verteuerte sich Anfang April um bis zu 150 Dollar (etwa 138 Euro). Branchenbeobachter sehen darin ein deutliches Zeichen für die angespannte Lage auf dem Speichermarkt. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Betreiber der KI-Infrastrukturen massiv in neue Datenzentren investieren und den Markt schlicht leerkaufen.
Analysten gehen davon aus, dass sich die Situation kurzfristig kaum entspannen wird. Die Preise für Speicherchips könnten sich frühestens im kommenden Jahr stabilisieren, manche Prognosen reichen sogar bis 2028. Der anhaltende Bedarf durch KI-Anwendungen dürfte den Druck auf die Lieferketten weiter erhöhen und damit auch zukünftige Produktveröffentlichungen beeinflussen.
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Trifft Mac Studio und Touchscreen-MacBook
Wie aus anonymen Unternehmenskreisen hervorgeht, gelten Verzögerungen insbesondere beim neuen Mac Studio als "plausibel", berichtet der für gewöhnlich gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman. Der leistungsstarke Desktop-Rechner für professionelle Anwender war ursprünglich für eine Veröffentlichung zur Jahresmitte vorgesehen, dürfte nun aber erst im Oktober erscheinen.Auch ein MacBook Pro mit Touchscreen-Funktion, über das bereits länger spekuliert wird, könnte sich verschieben. Das Gerät wurde ebenfalls für dieses Jahr erwartet und wird nun möglicherweise erst im kommenden Jahr vorgestellt werden.
Der Engpass bei Speicherkomponenten betrifft die gesamte Technologiebranche und hat bereits spürbare Auswirkungen auf Preise und Produktplanung. Während einige Geräte später erscheinen, werden andere deutlich teurer. So begründete Meta kürzlich eine Preiserhöhung seines Quest-3-Headsets um 100 Dollar (etwa 92 Euro) mit gestiegenen RAM-Kosten. Auch Microsoft hob die Preise für bestimmte Surface-Geräte um bis zu 500 Dollar (etwa 460 Euro) an und verwies auf höhere Kosten für Speicher und andere Komponenten.
Selbst kleinere Plattformen bleiben nicht verschont: Der Einplatinencomputer von Raspberry Pi verteuerte sich Anfang April um bis zu 150 Dollar (etwa 138 Euro). Branchenbeobachter sehen darin ein deutliches Zeichen für die angespannte Lage auf dem Speichermarkt. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Betreiber der KI-Infrastrukturen massiv in neue Datenzentren investieren und den Markt schlicht leerkaufen.
MacBook Neo ohne Probleme
Allerdings scheint nicht jedes Produkt gleichermaßen betroffen zu sein. Das neue Einsteiger-Notebook MacBook Neo von Apple erfreut sich großer Beliebtheit und konnte bislang offenbar ohne größere Einschränkungen produziert werden. Hier dürfte allerdings interessant sein, wie sich die Entwicklung am Markt auf die Marge auswirkt. Gut möglich, dass Apple hier auf höhere Gewinne verzichtet, um mit dem Gerät wichtige Marktanteile zu sichern.Analysten gehen davon aus, dass sich die Situation kurzfristig kaum entspannen wird. Die Preise für Speicherchips könnten sich frühestens im kommenden Jahr stabilisieren, manche Prognosen reichen sogar bis 2028. Der anhaltende Bedarf durch KI-Anwendungen dürfte den Druck auf die Lieferketten weiter erhöhen und damit auch zukünftige Produktveröffentlichungen beeinflussen.
Zusammenfassung
- Apple drohen wegen RAM-Engpässen deutliche Verzögerungen neuer Macs
- Der neue Mac Studio erscheint wohl statt zur Jahresmitte erst im Oktober
- Auch das MacBook Pro mit Touchscreen könnte auf nächstes Jahr rutschen
- Speichermangel treibt branchenweit Preise hoch und bremst Produktpläne
- Meta, Microsoft und Raspberry Pi meldeten deutliche Preiserhöhungen
- KI-Rechenzentren kaufen Speicher leer, Entspannung wird erst spät erwartet
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