Samsung erhöht DRAM-Preis erneut massiv - Speicher bald unbezahlbar
Der große Bedarf an Hardware für künstliche Intelligenz hat weitere Folgen für Endverbraucher. Nachdem sich die Kosten für Arbeitsspeicher im ersten Quartal 2026 bereits verdoppelt hatten, hebt Samsung seine DRAM-Preise nun erneut spürbar an.
Wie ETNews (via Wccftech) berichtet, zeigen sich am Markt derzeit keine Anzeichen für eine Entspannung. Branchenkenner gehen davon aus, dass Konkurrenten wie SK Hynix und Micron dem Beispiel von Samsung zeitnah folgen und ihre Konditionen anpassen. Micron hat bereits Teile der Endkunden-Produktion gedrosselt, um Geschäftskunden priorisiert mit HBM-Speicher bedienen zu können.
HBM-Module bestehen aus mehreren übereinander gestapelten Speicherchips und bieten die nötige Bandbreite für moderne KI-Beschleuniger. Ihre Priorisierung führt jedoch zu einer Verknappung bei gewöhnlichen DDR5-Modulen für den Massenmarkt.
Die Produktion von HBM ist technisch anspruchsvoll und bindet weite Teile der Fertigungsanlagen. Sobald Wafer für die Server-Chips verwendet werden, fehlen sie bei der Herstellung von regulärem Arbeitsspeicher. Ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage ist bei den aktuellen Wachstumsraten im Technologiesektor kurzfristig nicht in Sicht.
Bei einem einfachen Smartphone dominieren die Speicherbausteine mittlerweile die Materialkosten. Der DRAM-Speicher macht dabei rund 35 Prozent der Gesamtkosten aus, während Flashspeicher mit 19 Prozent zu Buche schlägt. Zusammengerechnet entfallen somit 54 Prozent der Produktionskosten allein auf den Speicher. Auch bei Laptops beträgt der Anteil mittlerweile ein Drittel. Hersteller geben die Mehrkosten an Käufer weiter, indem sie Rabatte streichen oder Preise anheben.
Die andauernde Fokussierung der Hersteller auf Geschäftskunden und die abermalige Preiserhöhung bei DRAM führen dazu, dass Upgrades für private Hardware noch einmal deutlich teurer werden. Analysten prognostizieren, dass sich die Verträge für LPDDR5-Speicher auch im Jahr 2027 im zweistelligen Prozentbereich verteuern.
Wie bewertet ihr die Entwicklung? Wie lange können die Preise bei Speicher überhaupt noch steigen? Teilt eure ehrliche Meinung gerne unten in den Kommentaren!
Siehe auch:
Samsung erhöht Speicherpreise
Obwohl die Preise einiger Speicherkits im Februar nicht mehr angestiegen waren, sprachen Prognosen dennoch von einer weiteren Verteuerung bei Flash- und Arbeitsspeicher im zweiten Quartal 2026. Das bestätigt sich nun. Wie bereits für High-Bandwidth-Memory vermutet, hebt Samsung die Preise auch für DRAM um durchschnittlich weitere 30 Prozent an. Der Grund für den erneuten Preisanstieg ist die weiterhin hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor.Wie ETNews (via Wccftech) berichtet, zeigen sich am Markt derzeit keine Anzeichen für eine Entspannung. Branchenkenner gehen davon aus, dass Konkurrenten wie SK Hynix und Micron dem Beispiel von Samsung zeitnah folgen und ihre Konditionen anpassen. Micron hat bereits Teile der Endkunden-Produktion gedrosselt, um Geschäftskunden priorisiert mit HBM-Speicher bedienen zu können.
HBM-Module bestehen aus mehreren übereinander gestapelten Speicherchips und bieten die nötige Bandbreite für moderne KI-Beschleuniger. Ihre Priorisierung führt jedoch zu einer Verknappung bei gewöhnlichen DDR5-Modulen für den Massenmarkt.
Die Produktion von HBM ist technisch anspruchsvoll und bindet weite Teile der Fertigungsanlagen. Sobald Wafer für die Server-Chips verwendet werden, fehlen sie bei der Herstellung von regulärem Arbeitsspeicher. Ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage ist bei den aktuellen Wachstumsraten im Technologiesektor kurzfristig nicht in Sicht.
Steigende Hardwarekosten für Endverbraucher
Bereits im ersten Quartal des aktuellen Jahres hatte Samsung die Preise für seine Speichermodule verdoppelt. Für Endverbraucher bedeutet die abermalige Verteuerung noch höhere Anschaffungskosten für neue Elektronik. Die Herstellungspreise für Hardware steigen spürbar an. Das wirkt sich direkt auf die Verkaufspreise von Laptops, Konsolen oder Mobiltelefonen aus.Bei einem einfachen Smartphone dominieren die Speicherbausteine mittlerweile die Materialkosten. Der DRAM-Speicher macht dabei rund 35 Prozent der Gesamtkosten aus, während Flashspeicher mit 19 Prozent zu Buche schlägt. Zusammengerechnet entfallen somit 54 Prozent der Produktionskosten allein auf den Speicher. Auch bei Laptops beträgt der Anteil mittlerweile ein Drittel. Hersteller geben die Mehrkosten an Käufer weiter, indem sie Rabatte streichen oder Preise anheben.
Die andauernde Fokussierung der Hersteller auf Geschäftskunden und die abermalige Preiserhöhung bei DRAM führen dazu, dass Upgrades für private Hardware noch einmal deutlich teurer werden. Analysten prognostizieren, dass sich die Verträge für LPDDR5-Speicher auch im Jahr 2027 im zweistelligen Prozentbereich verteuern.
Wie bewertet ihr die Entwicklung? Wie lange können die Preise bei Speicher überhaupt noch steigen? Teilt eure ehrliche Meinung gerne unten in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Samsung erhöht seine DRAM-Preise in Q2 um durchschnittlich 30 Prozent
- Hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor treibt die Speicherpreise weiter
- SK Hynix und Micron dürften dem Preisanstieg von Samsung bald folgen
- HBM-Produktion verknappt das Angebot an regulären DDR5-Modulen stark
- Speicherkosten machen bereits 54 Prozent der Smartphonekosten aus
- Bereits im ersten Quartal 2026 hatte Samsung die Preise verdoppelt
- Analysten erwarten auch für 2027 deutliche Preissteigerungen
Siehe auch:
- Speicherkrise für Gamer entschärft? Nvidia-KI-Kompression beeindruckt
- Prognose: Speicherpreise steigen auch im 2. Quartal weiter kräftig
- Speicherkrise: Sony muss Produktion von Speicherkarten stoppen
- Preisanstieg: Apple verlangt nun teils das 3-fache für externen Speicher
- Speicherkrise: Mischbestückung mit DDR4 & DDR5 auf neuen Mainboards
Thema:
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