RAM-Hersteller: Speicherkrise hat schlimmsten Punkt noch nicht erreicht
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix rechnet in den kommenden Jahren mit einer anhaltenden Knappheit bei Speicherchips. Der schlimmste Punkt in der aktuellen Krise sei noch nicht einmal erreicht.
Kwak begründete die Prognose mit dem ungebrochenen Bedarf der Kunden, der schneller wachse als die Produktionsmöglichkeiten des Unternehmens. SK Hynix arbeite zwar intensiv daran, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, stoße dabei aber auf Grenzen.
Die Aussagen fielen am Tag des Börsendebüts von SK Hynix an der US-Technologiebörse Nasdaq. Die Aktie legte dort zeitweise um mehr als 13 Prozent zu. Das Unternehmen zählt inzwischen zu den wichtigsten Zulieferern der KI-Industrie. Ausschlaggebend dafür ist die führende Rolle bei High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), die unter anderem in KI-Beschleunigern von Nvidia zum Einsatz kommen.
Neben dem Ausbau der bestehenden Werke in Südkorea prüft SK Hynix weitere Produktionsstandorte im Ausland. Laut Kwak kommen die USA, Japan und Länder Südostasiens infrage. Entscheidend seien ausreichend verfügbare Flächen, eine stabile Versorgung mit Strom und Wasser sowie qualifizierte Arbeitskräfte zu wettbewerbsfähigen Kosten. Eine endgültige Standortentscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.
Zuletzt waren an den Finanzmärkten Zweifel aufgekommen, ob der Investitionsboom rund um Künstliche Intelligenz seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Branchenvertreter widersprechen dieser Einschätzung jedoch. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang erwartet, dass Speicherchips für KI-Anwendungen noch mehrere Jahre knapp bleiben werden. Analysten von UBS gehen ebenfalls davon aus, dass der DRAM-Markt mindestens bis Mitte 2028 unterversorgt sein wird.
Für SK Hynix zahlt sich der KI-Boom bislang aus. Nach einem Rekord-Betriebsgewinn im vergangenen Jahr rechnen Analysten auch für das laufende Quartal mit einem weiteren kräftigen Anstieg. Trotz jüngster Kursverluste hat sich der Börsenwert des Unternehmens innerhalb der vergangenen zwölf Monate vervielfacht.
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2027 wird schwierigstes Jahr
Unternehmenschef Kwak Noh-jung erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, hinsichtlich des Angebots werde 2027 voraussichtlich das schwierigste Jahr, da die weltweite Nachfrage die Produktionskapazitäten der Branche deutlich übersteigen werde. Nach Einschätzung des Managers dürfte dieses Ungleichgewicht sogar über das Jahr 2030 hinaus anhalten, trotz umfangreicher Investitionen in den Ausbau der Fertigung.Kwak begründete die Prognose mit dem ungebrochenen Bedarf der Kunden, der schneller wachse als die Produktionsmöglichkeiten des Unternehmens. SK Hynix arbeite zwar intensiv daran, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, stoße dabei aber auf Grenzen.
Die Aussagen fielen am Tag des Börsendebüts von SK Hynix an der US-Technologiebörse Nasdaq. Die Aktie legte dort zeitweise um mehr als 13 Prozent zu. Das Unternehmen zählt inzwischen zu den wichtigsten Zulieferern der KI-Industrie. Ausschlaggebend dafür ist die führende Rolle bei High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), die unter anderem in KI-Beschleunigern von Nvidia zum Einsatz kommen.
Neben dem Ausbau der bestehenden Werke in Südkorea prüft SK Hynix weitere Produktionsstandorte im Ausland. Laut Kwak kommen die USA, Japan und Länder Südostasiens infrage. Entscheidend seien ausreichend verfügbare Flächen, eine stabile Versorgung mit Strom und Wasser sowie qualifizierte Arbeitskräfte zu wettbewerbsfähigen Kosten. Eine endgültige Standortentscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.
Knappheit zahlt sich aus
In Südkorea beteiligt sich SK Hynix gemeinsam mit Samsung Electronics an einem Regierungsprogramm, das die nationale Produktionskapazität für Speicherchips innerhalb von fünf Jahren deutlich erhöhen soll. Parallel investiert das Unternehmen in den USA rund vier Milliarden Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) in ein Werk für modernes Chip-Packaging im Bundesstaat Indiana. Weitere zehn Milliarden Dollar (etwa 8,6 Milliarden Euro) sollen in den Aufbau eines KI-Geschäfts fließen.Zuletzt waren an den Finanzmärkten Zweifel aufgekommen, ob der Investitionsboom rund um Künstliche Intelligenz seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Branchenvertreter widersprechen dieser Einschätzung jedoch. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang erwartet, dass Speicherchips für KI-Anwendungen noch mehrere Jahre knapp bleiben werden. Analysten von UBS gehen ebenfalls davon aus, dass der DRAM-Markt mindestens bis Mitte 2028 unterversorgt sein wird.
Für SK Hynix zahlt sich der KI-Boom bislang aus. Nach einem Rekord-Betriebsgewinn im vergangenen Jahr rechnen Analysten auch für das laufende Quartal mit einem weiteren kräftigen Anstieg. Trotz jüngster Kursverluste hat sich der Börsenwert des Unternehmens innerhalb der vergangenen zwölf Monate vervielfacht.
Zusammenfassung
- Der Hersteller SK Hynix erwartet eine lange Knappheit bei RAM-Chips
- Laut dem Konzernchef wird das Jahr 2027 die größten Probleme bringen
- Die hohe Nachfrage nach Speicherchips soll bis über 2030 anhalten
- Beim Debüt an der US-Börse Nasdaq legte die Aktie kräftig an Wert zu
- Neue Standorte in den USA, Japan und Südostasien werden nun geprüft
- Milliardeninvestitionen fließen in neue Werke und das KI-Geschäft
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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