Samsung: RAM-Engpass bleibt bis 2027 und vielleicht darüber hinaus

Die RAM-Knappheit zeigt sich weiter in unerbittlicher Härte: Samsung warnt nun, dass der Engpass wohl bis 2027 und darüber hinaus anhalten könnte - und die Preise für PC, Laptop und Smartphone weiter unter Druck setzen könnte.
Speicher, Flash, Chips, DRAM, UltraRAM
UltraRAM

Samsung erwartet Engpass bis 2027

Der globale Mangel an Arbeitsspeicher (RAM) könnte noch Jahre länger andauern als bisher befürchtet. Samsung, einer der wichtigsten Hersteller von Speicherchips, hat jetzt noch einmal deutlich gemacht, dass die Nachfrage weiter deutlich über der Produktionskapazität liegen wird - "bis 2027 und darüber hinaus", wie das Unternehmen der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber bestätigte.

Wie Samsung-Vertreter im Rahmen der Bilanzveranstaltung betonten, kann die derzeitige Produktionskapazität die weiter wachsende Nachfrage nach DRAM und HBM-Speichern nicht ausreichend abdecken.


Der für Speicher zuständige Konzernchef Kim Jaejune sagte, dass sich allein auf Basis der bereits für 2027 eingegangenen Aufträge die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage noch weiter vergrößern werde. Die Nachfrage wird vor allem von Rechenzentren und AI-Unternehmen getrieben, die enorme Mengen an Hochleistungs-RAM und HBM-Speichern benötigen.

Lieferengpass trifft auch Verbraucher

Wegen der fortgesetzten Knappheit bleiben die Preise für Speicherchips weiter hoch. Branchenbeobachter gehen zudem davon aus, dass Produzenten wie Samsung, SK Hynix und Micron nur etwa 60 Prozent der globalen Nachfrage mit ihren geplanten Kapazitätserweiterungen abdecken können.

Recherchen von Nikkei Asia zeigen außerdem, dass bestimmte DRAM-Preise seit Ende 2025 deutlich angezogen haben - teils um mehr als die Hälfte. Konkret führt das dazu, dass auch Endkunden bei Geräten wie Smartphones, Notebooks und PCs spüren, wie die RAM-Preise nach oben gehen.

Engpass könnte bis weit in die 2030er reichen

Wie SK-Group-Vorsitzender Chey Tae-won in dem Bericht von Reuters angesichts der anhaltenden Waferknappheit erläutert, könnten die Engpässe im Bereich der AI-Speicher noch bis etwa 2030 andauern. Die Chiphersteller bauen zwar neue Fabriken und investieren Milliarden, doch viele der neuen Kapazitäten sind explizit auf HBM und andere AI-Speicher ausgelegt - nicht auf Standard-DDR-RAM für den Massenmarkt. Das bedeutet, dass selbst bei zunehmender Produktion der Knappheit für klassische Arbeits- und Systemspeicher im Consumer-Bereich kaum vollständig entgegengewirkt werden kann.

Höhere Gewinne für Hersteller

Parallel zu den Engpässen steigen die Erlöse der Speicherhersteller deutlich. Samsung meldete in seiner letzten Quartalsvorlage einen Rekordgewinn im Chips-Segment, der operative Gewinn lag bei 53,7 Billionen Won (rund 36 Milliarden US-Dollar, etwa 33 Milliarden Euro). Hintergrund ist vor allem die hohe Nachfrage nach AI-Speichern sowie die anhaltende Preisstärke für DRAM. Für die Unternehmen lohnen sich Investitionen in AI-Speicher, für OEMs und Verbraucher aber verteilt sich die Belastung über höhere Komponentenpreise und teils verzögerte Produktionspläne.

Wie entscheidet ihr euch angesichts der teuren Speicherchips - lieber weniger RAM jetzt oder länger auf ein Upgrade warten? Schreibt unten, wie ihr die Situation im Alltag spürt.

Zusammenfassung
  • Samsung warnt: RAM-Engpass könnte bis 2027 und darüber hinaus anhalten
  • Nachfrage übersteigt Produktionskapazität deutlich
  • KI-Unternehmen und Rechenzentren treiben Speichernachfrage stark
  • Hersteller können nur etwa 60 Prozent der globalen Nachfrage decken
  • Neue Fabriken fokussieren sich auf KI-Speicher statt Standard-RAM
  • Samsung meldet im Chips-Segment Rekordgewinn von 36 Milliarden Dollar
  • Endkunden müssen wegen der Knappheit mit höheren Gerätepreisen rechnen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Samsungs Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!