Atomantrieb und Laserwaffen:
Neue Details zu Trump-Schlachtschiffen
Die geplante Trump-Klasse der US-Marine bietet dank Atomantrieb genug Energie für moderne Laserwaffen und enorme Reichweiten. Doch extrem hohe Kosten und ohnehin schon überlastete Spezialwerften bedrohen das ehrgeizige militärische Projekt.
Mit einer Verdrängung von bis zu 40.000 Tonnen wird das Schiff viermal so schwer wie ein aktueller Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse - damit wäre es etwas kleiner als Schlachtschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Zum Vergleich: Die Iowa-Klasse (siehe Bild oben) kam auf 55.000 bis 58.000 Tonnen. Die Besatzung soll aus 650 bis 850 Personen bestehen. Der Platzbedarf ist verhältnismäßig groß, da das Deck auch Landeflächen für Helikopter und Kipprotorflugzeuge bieten soll. Zur geplanten Waffenausstattung gehören 128 VLS-Zellen (Vertikalstartanlagen) für Raketen, elektromagnetische Schienenkanonen sowie Laserwaffen zur Abwehr von Drohnen.
Illustration der USS Defiant: Hat jemand Phallus gesagt?
Wie das Wall Street Journal berichtet, belaufen sich die Kosten für die ersten drei Schiffe auf 43,5 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro). Der Stückpreis könnte laut Schätzungen bei bis zu 17,5 Milliarden Dollar (etwa 15 Milliarden Euro) liegen. Der Nuklearbetrieb treibt den Preis durchaus in die Höhe, denn ein konventioneller Antrieb wäre günstiger in der Anschaffung gewesen.
Dem stehen deutlich höhere Wartungskosten gegenüber. Die US-Marine betreibt derzeit nur vier Werften, die nukleare Anlagen warten dürfen. Zwei davon sind durch Arbeiten an Flugzeugträgern stark überlastet. Die Instandhaltung einer neuen Klasse von nuklearen Oberflächenschiffen dürfte logistische Engpässe in Zukunft noch weiter verschärfen.
Wie beurteilt ihr den Bau derart großer Kriegsschiffe? Teilt eure Meinung zu den Kosten und dem Nutzen gerne mit uns in den Kommentaren. Wir sind gespannt auf eure Sichtweisen!
Siehe auch:
Nuklearer Antrieb für Schlachtschiffe
Die US-Marine hat ihre (Bau-)Pläne für die kommenden 30 Jahre veröffentlicht und ein wesentlicher Teil davon ist die geplante Trump-Klasse. Eine wesentliche Information: Laut der Navy werden diese Schlachtschiffe einen Nuklearantrieb erhalten. Der Baubeginn der (zu?) großen Kriegsschiffe ist für die frühen 2030er Jahre angesetzt. Die Ingenieure der beauftragten Werften haben nun sechs Jahre Zeit für das detaillierte Design. Das Projekt ersetzt das bisherige Zerstörer-Programm und soll der Flotte eine höhere Reichweite bieten.Mit einer Verdrängung von bis zu 40.000 Tonnen wird das Schiff viermal so schwer wie ein aktueller Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse - damit wäre es etwas kleiner als Schlachtschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Zum Vergleich: Die Iowa-Klasse (siehe Bild oben) kam auf 55.000 bis 58.000 Tonnen. Die Besatzung soll aus 650 bis 850 Personen bestehen. Der Platzbedarf ist verhältnismäßig groß, da das Deck auch Landeflächen für Helikopter und Kipprotorflugzeuge bieten soll. Zur geplanten Waffenausstattung gehören 128 VLS-Zellen (Vertikalstartanlagen) für Raketen, elektromagnetische Schienenkanonen sowie Laserwaffen zur Abwehr von Drohnen.
Illustration der USS Defiant: Hat jemand Phallus gesagt?
Wie das Wall Street Journal berichtet, belaufen sich die Kosten für die ersten drei Schiffe auf 43,5 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro). Der Stückpreis könnte laut Schätzungen bei bis zu 17,5 Milliarden Dollar (etwa 15 Milliarden Euro) liegen. Der Nuklearbetrieb treibt den Preis durchaus in die Höhe, denn ein konventioneller Antrieb wäre günstiger in der Anschaffung gewesen.
Vor- und Nachteile der Atomkraft
Der Atomantrieb erlaubt hohe Geschwindigkeiten bei gleichzeitigem Einsatz energieintensiver Laser und (irgendwann einmal) Railguns. Konventionelle Schiffe müssten für solche Waffensysteme oft ihr Tempo drosseln. Zudem entfällt das regelmäßige Auftanken auf offener See. Das reduziert die Abhängigkeit von ungeschützten Versorgungsschiffen, die im Ernstfall ein Ziel für gegnerische Angriffe darstellen könnten.
Dem stehen deutlich höhere Wartungskosten gegenüber. Die US-Marine betreibt derzeit nur vier Werften, die nukleare Anlagen warten dürfen. Zwei davon sind durch Arbeiten an Flugzeugträgern stark überlastet. Die Instandhaltung einer neuen Klasse von nuklearen Oberflächenschiffen dürfte logistische Engpässe in Zukunft noch weiter verschärfen.
Kritik an Größe und Taktik
Militärexperten äußern ohnehin Bedenken an der Trump-Klasse. Eine Simulation des Hudson Institute kam zu dem Schluss, dass ein Schiff von einer solchen Größenordnung nicht notwendig sei. Stattdessen empfehlen die Analysten leichtere Schiffe mit maximal 20.000 Tonnen Verdrängung. Kritiker bemängeln zudem das hohe finanzielle Risiko des gesamten Programms. Es ist aber ohnehin fraglich, ob derartige Schiffe je gebaut werden. Denn es ist denkbar, dass die nächste Regierung weniger Sub-Unterhosen-Kompensation benötigt und das Projekt absägt, bevor der Bau begonnen hat.Wie beurteilt ihr den Bau derart großer Kriegsschiffe? Teilt eure Meinung zu den Kosten und dem Nutzen gerne mit uns in den Kommentaren. Wir sind gespannt auf eure Sichtweisen!
Zusammenfassung
- Die US-Marine plant ab 2030 den Bau der nuklear betriebenen Trump-Klasse
- Mit 40.000 Tonnen Verdrängung sind die Schiffe viermal so groß wie Zerstörer
- Zur Ausrüstung gehören 128 Raketenzellen sowie moderne Laser und Railguns
- Hohe Ausgaben von 43,5 Milliarden Dollar werden für drei Schiffe erwartet
- Nuklearantrieb ermöglicht eine höhere Reichweite und enorme Energiereserven
- Wartungsengpässe in den Werften könnten die Instandhaltung künftig erschweren
- Experten kritisieren die Größe und das finanzielle Risiko des Bauprogramms
Siehe auch:
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