Highlight
US-Marine testet neue Laserwaffe und hat 100 Prozent Erfolgsquote
Die US-Marine hat das mobile Laserwaffensystem Locust erfolgreich auf einem Flugzeugträger getestet. Die kompakte Anlage zur Drohnenabwehr lässt sich per Gabelstapler installieren und nutzt den Bordstrom für unendlich viele Schüsse.
Im Gegensatz zu fest installierten Systemen im Megawatt-Bereich handelt es sich bei Locust um eine verhältnismäßig kompakte Lösung, die auf einer Palette Platz findet. Ingenieure können die Anlage, die optisch an einen Standardcontainer erinnert, per Gabelstapler auf das Flugdeck heben und dort mit Ketten sichern. Das erspart der Marine zeitaufwendige Umbauten in einem Trockendock. Das System bezieht seine Energie direkt aus dem Stromnetz des Schiffes.
Die mobile Bauweise bringt jedoch auch logistische Herausforderungen mit sich: Während des Tests auf dem Flugdeck musste der reguläre Flugbetrieb des Trägers pausieren, da die Waffe Platz beanspruchte. Das führt bei einem plötzlichen Auftauchen feindlicher Drohnen zu operativen Engpässen. Zudem sind Laserwaffen anfällig für Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder Staub, was die Reichweite mindert.
Um den rauen Bedingungen auf See standzuhalten, passten die Konstrukteure die Hardware im Vorfeld an. Die Zielerfassung erfolgt über einen Turm, der mit elektrooptischen und Infrarot-Kameras ausgestattet ist. Zu den wichtigsten Modifikationen für den maritimen Einsatz zählen eine gehärtete Elektronik zum Schutz vor starken Vibrationen, eine mechanische Stabilisierung zum Ausgleich der Schiffsbewegungen sowie spezielle Versiegelungen gegen die aggressive, salzhaltige Luft.
Trotz der Wetterabhängigkeit und der Einschränkung, dass ein Laser immer nur ein Ziel gleichzeitig bekämpfen kann, bietet die Technologie eine kosteneffiziente Ergänzung zur klassischen Luftabwehr. Die Militärführung plant, gerichtete Energiewaffen in Zukunft verstärkt in ihr Verteidigungskonzept zu integrieren, um asymmetrischen Bedrohungen durch kleine, unbemannte Fluggeräte auf hoher See effektiv zu begegnen.
Was haltet ihr von der Nutzung mobiler Laserwaffen auf Schiffen? Seht ihr darin die Zukunft der Verteidigung oder überwiegen die Nachteile? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Testlauf auf hoher See
Wie erst jetzt bekannt wurde, erprobte die US-Marine im vergangenen Oktober das Laserwaffensystem Locust auf dem atomgetriebenen Flugzeugträger USS George H.W. Bush. Der Grund für die Geheimhaltung ist offenbar, dass das System höchst erfolgreich war. Konzipiert wurde es für die Abwehr von unbemannten Fluggeräten. Ziel des eintägigen Tests war es, die Einsatztauglichkeit einer mobilen Energiewaffe unter realen maritimen Bedingungen zu demonstrieren. Dabei erfasste und zerstörte die Anlage sämtliche anfliegenden Zieldrohnen.Im Gegensatz zu fest installierten Systemen im Megawatt-Bereich handelt es sich bei Locust um eine verhältnismäßig kompakte Lösung, die auf einer Palette Platz findet. Ingenieure können die Anlage, die optisch an einen Standardcontainer erinnert, per Gabelstapler auf das Flugdeck heben und dort mit Ketten sichern. Das erspart der Marine zeitaufwendige Umbauten in einem Trockendock. Das System bezieht seine Energie direkt aus dem Stromnetz des Schiffes.
Werbevideo des Herstellers zum Laserwaffensystem Locust
Einfache Bedienung und Kosten
Wie aus einer Mitteilung des Herstellers AeroVironment hervorgeht, benötigten die Seeleute an Bord weniger als eine Stunde Training, um die Waffe effektiv zu bedienen. Die Anlage liefert eine Leistung von über 35 Kilowatt und ist nach dem Einschalten innerhalb von 15 Minuten feuerbereit. Ein großer Vorteil der Technologie ist das funktionell unbegrenzte Magazin: Jeder Schuss verbraucht lediglich Strom und erfordert keine teuren Abfangraketen.Die mobile Bauweise bringt jedoch auch logistische Herausforderungen mit sich: Während des Tests auf dem Flugdeck musste der reguläre Flugbetrieb des Trägers pausieren, da die Waffe Platz beanspruchte. Das führt bei einem plötzlichen Auftauchen feindlicher Drohnen zu operativen Engpässen. Zudem sind Laserwaffen anfällig für Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder Staub, was die Reichweite mindert.
Um den rauen Bedingungen auf See standzuhalten, passten die Konstrukteure die Hardware im Vorfeld an. Die Zielerfassung erfolgt über einen Turm, der mit elektrooptischen und Infrarot-Kameras ausgestattet ist. Zu den wichtigsten Modifikationen für den maritimen Einsatz zählen eine gehärtete Elektronik zum Schutz vor starken Vibrationen, eine mechanische Stabilisierung zum Ausgleich der Schiffsbewegungen sowie spezielle Versiegelungen gegen die aggressive, salzhaltige Luft.
Trotz der Wetterabhängigkeit und der Einschränkung, dass ein Laser immer nur ein Ziel gleichzeitig bekämpfen kann, bietet die Technologie eine kosteneffiziente Ergänzung zur klassischen Luftabwehr. Die Militärführung plant, gerichtete Energiewaffen in Zukunft verstärkt in ihr Verteidigungskonzept zu integrieren, um asymmetrischen Bedrohungen durch kleine, unbemannte Fluggeräte auf hoher See effektiv zu begegnen.
Was haltet ihr von der Nutzung mobiler Laserwaffen auf Schiffen? Seht ihr darin die Zukunft der Verteidigung oder überwiegen die Nachteile? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- 100-prozentige Erfolgsquote bei Drohnenabwehr im Test auf Flugzeugträger
- Bordstrom für unbegrenzt viele Schüsse, kein teures Geschoss nötig
- Personal benötigte weniger als eine Stunde Training zur Bedienung
- 35 Kilowatt Leistung, in nur 15 Minuten nach Einschalten feuerbereit
- Wirkung bei Nebel, Regen und Staub eingeschränkt, Reichweite sinkt
- Spezielle Anpassungen für raue See mit Vibrationen und Salzwasser
- Kostengünstige Ergänzung zur konventionellen Luftabwehr auf Schiffen
Siehe auch:
- ESA belegt: Objekte aus Graphen lassen sich per Laser bewegen
- Gigantischer Weltraum-Laser strahlt durchs halbe Universum zu uns
- Einmal mit Profis: Laser des US-Militärs schießt Grenzschutzdrohne ab
- Absurder Grund für US-Luftraum-Sperre: Laserwaffe gegen Luftballon
- Drohnenabwehr auf hoher See: China montiert Laserwaffen auf Fähren
Thema:
Videos zum Thema Forschung
- Aiper EcoSurfer S2: Pool-Reiniger mit Solar-Versorgung im Test
- Navimow i210: Neuer Segway-Mähroboter mit LiDAR-Navigation im Test
- Narwal Flow 2 im Test: Saugkraft-Rekord trifft Heißwasser-Wäsche
- Mova S70 Roller: Mittelklasse-Saugroboter mit starker Ausstattung
- Lernroboter Tale-Bot Pro: Kreativität spart Investition in Zubehör
LEGO Mindstorms im Preis-Check
Beiträge aus unserem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Samsung Health: Nutzer müssen Daten für KI freigeben, sonst Löschung
- GDID: Microsoft bestätigt nicht deaktivierbare Windows-Gerätekennung
- FritzSmart und Repeater: Firmware-Updates für 4 Geräte stehen bereit
- Schweizer Armee verbannt Microsoft für deutsche OpenDesk-Lösung
- Long March 10B: China landet erstmals Raketenstufe auf dem Meer
- Nur heute: 13 Weekend-Deals bei Media Markt & Saturn, die sich lohnen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
vivaldi 8.1.4087.48 ist erschienen
d-hubs - Gestern 19:37 Uhr -
Diskussionsthread: Playstation 4
Venom316 - Vorgestern 15:18 Uhr -
ZimaOS - eines der einsteigerfreundlichsten NAS vielleicht....
d-hubs - Vorgestern 10:22 Uhr -
Mecklenburg-Vorpommern wagt es - setzt sich ab von Microsoft
d-hubs - 08.07. 18:23 Uhr -
Ventoy: das Tool zur Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks
d-hubs - 07.07. 16:46 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen