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US-Marine testet neue Laserwaffe und hat 100 Prozent Erfolgsquote

Die US-Marine hat das mobile Laserwaffensystem Locust erfolgreich auf einem Flugzeugträger getestet. Die kompakte Anlage zur Drohnenabwehr lässt sich per Gabelstapler installieren und nutzt den Bordstrom für unendlich viele Schüsse.
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Aerovironment

Testlauf auf hoher See

Wie erst jetzt bekannt wurde, erprobte die US-Marine im vergangenen Oktober das Laserwaffensystem Locust auf dem atomgetriebenen Flugzeugträger USS George H.W. Bush. Der Grund für die Geheimhaltung ist offenbar, dass das System höchst erfolgreich war. Konzipiert wurde es für die Abwehr von unbemannten Fluggeräten. Ziel des eintägigen Tests war es, die Einsatztauglichkeit einer mobilen Energiewaffe unter realen maritimen Bedingungen zu demonstrieren. Dabei erfasste und zerstörte die Anlage sämtliche anfliegenden Zieldrohnen.

Im Gegensatz zu fest installierten Systemen im Megawatt-Bereich handelt es sich bei Locust um eine verhältnismäßig kompakte Lösung, die auf einer Palette Platz findet. Ingenieure können die Anlage, die optisch an einen Standardcontainer erinnert, per Gabelstapler auf das Flugdeck heben und dort mit Ketten sichern. Das erspart der Marine zeitaufwendige Umbauten in einem Trockendock. Das System bezieht seine Energie direkt aus dem Stromnetz des Schiffes.

Werbevideo des Herstellers zum Laserwaffensystem Locust

Einfache Bedienung und Kosten

Wie aus einer Mitteilung des Herstellers AeroVironment hervorgeht, benötigten die Seeleute an Bord weniger als eine Stunde Training, um die Waffe effektiv zu bedienen. Die Anlage liefert eine Leistung von über 35 Kilowatt und ist nach dem Einschalten innerhalb von 15 Minuten feuerbereit. Ein großer Vorteil der Technologie ist das funktionell unbegrenzte Magazin: Jeder Schuss verbraucht lediglich Strom und erfordert keine teuren Abfangraketen.

Die mobile Bauweise bringt jedoch auch logistische Herausforderungen mit sich: Während des Tests auf dem Flugdeck musste der reguläre Flugbetrieb des Trägers pausieren, da die Waffe Platz beanspruchte. Das führt bei einem plötzlichen Auftauchen feindlicher Drohnen zu operativen Engpässen. Zudem sind Laserwaffen anfällig für Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder Staub, was die Reichweite mindert.

Um den rauen Bedingungen auf See standzuhalten, passten die Konstrukteure die Hardware im Vorfeld an. Die Zielerfassung erfolgt über einen Turm, der mit elektrooptischen und Infrarot-Kameras ausgestattet ist. Zu den wichtigsten Modifikationen für den maritimen Einsatz zählen eine gehärtete Elektronik zum Schutz vor starken Vibrationen, eine mechanische Stabilisierung zum Ausgleich der Schiffsbewegungen sowie spezielle Versiegelungen gegen die aggressive, salzhaltige Luft.

Trotz der Wetterabhängigkeit und der Einschränkung, dass ein Laser immer nur ein Ziel gleichzeitig bekämpfen kann, bietet die Technologie eine kosteneffiziente Ergänzung zur klassischen Luftabwehr. Die Militärführung plant, gerichtete Energiewaffen in Zukunft verstärkt in ihr Verteidigungskonzept zu integrieren, um asymmetrischen Bedrohungen durch kleine, unbemannte Fluggeräte auf hoher See effektiv zu begegnen.

Was haltet ihr von der Nutzung mobiler Laserwaffen auf Schiffen? Seht ihr darin die Zukunft der Verteidigung oder überwiegen die Nachteile? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • 100-prozentige Erfolgsquote bei Drohnenabwehr im Test auf Flugzeugträger
  • Bordstrom für unbegrenzt viele Schüsse, kein teures Geschoss nötig
  • Personal benötigte weniger als eine Stunde Training zur Bedienung
  • 35 Kilowatt Leistung, in nur 15 Minuten nach Einschalten feuerbereit
  • Wirkung bei Nebel, Regen und Staub eingeschränkt, Reichweite sinkt
  • Spezielle Anpassungen für raue See mit Vibrationen und Salzwasser
  • Kostengünstige Ergänzung zur konventionellen Luftabwehr auf Schiffen

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