Einmal mit Profis: Laser des US-Militärs schießt Grenzschutzdrohne ab
Ein Fall von Friendly Fire sorgt in den USA für Aufregung: Das US-Militär hat mit einem Laser eine Drohne abgeschossen, die sich als System des eigenen Grenzschutzes entpuppte. Mangelnde Schnittstellen in der Behördenkommunikation stehen nun am Pranger.
Das Brisante daran: Erst nach dem Einsatz stellte sich heraus, dass das Fluggerät zur Flotte der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection, kurz CBP) gehörte. Das Pentagon räumte ein, zum Zeitpunkt des Abschusses nicht gewusst zu haben, dass die Drohne von der CBP betrieben wurde.
Führende Abgeordnete der Demokraten reagierten mit scharfer Kritik und sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von Inkompetenz. Sie warfen der Administration vor, ein parteiübergreifendes Gesetz zur besseren Ausbildung von Drohnen-Operatoren und zur Optimierung der Kommunikationswege zwischen Pentagon, FAA und Heimatschutzministerium zu umgehen.
Die eingesetzten Systeme nutzen modernste Technologie, um unbemannte Flugobjekte (Unmanned Aerial Systems, kurz UAS) unschädlich zu machen. Zum Einsatz kam das Locust-System der US-Armee, ein hochenergetischer Laser des Herstellers AeroVironment. Diese Technologie ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Grenzsicherung.
Bereits vor zwei Wochen hatte ein ähnlicher Zwischenfall bei Fort Bliss für Aufsehen gesorgt, als die CBP einen Laser einsetzte, um vermeintliche Bedrohungen abzuwehren, die sich später als Partyballons herausstellten. Das führte damals zur stundenlangen Sperrung des Flughafens von El Paso und zahlreichen Flugausfällen.
Die Senatorin Tammy Duckworth forderte angesichts der wiederholten Fehler eine unabhängige Untersuchung durch die Generalinspektoren der beteiligten Ministerien. Das Ziel ist es, die Sicherheit im US-Luftraum zu gewährleisten, der mit schätzungsweise 1,7 Millionen registrierten Drohnen immer komplexer wird. Insbesondere an der Südgrenze ist der Druck hoch: Allein im zweiten Halbjahr 2024 wurden dort über 27.000 Drohnensichtungen registriert, die häufig für Schmuggelaktivitäten von Kartellen genutzt werden.
Wie bewertet ihr das Risiko solcher automatisierten Abwehrsysteme im zivilen Luftraum? Glaubt ihr, dass bessere digitale Schnittstellen zwischen Behörden solche Fehler verhindern können, oder bleibt der "Faktor Mensch" das Hauptproblem? Wir freuen uns auf eure Meinungen!
Siehe auch:
Freund gegen Freund
An der Grenze zwischen den USA und Mexiko kam es am Donnerstag zu einem schwerwiegenden Zwischenfall, der die Schwachstellen in der behördlichen Koordination bei der Drohnenabwehr offenlegt. Ein militärisches Lasersystem schoss in der Nähe von Fort Hancock eine Drohne ab, die fälschlicherweise als Bedrohung eingestuft wurde.Das Brisante daran: Erst nach dem Einsatz stellte sich heraus, dass das Fluggerät zur Flotte der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection, kurz CBP) gehörte. Das Pentagon räumte ein, zum Zeitpunkt des Abschusses nicht gewusst zu haben, dass die Drohne von der CBP betrieben wurde.
Kommunikation als Schwachstelle
Der Vorfall rückt das Thema Inter-Agency-Coordination - also die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bundesbehörden - in ein schlechtes Licht. Eigentlich schreiben militärische Protokolle vor, dass die FAA über jede Maßnahme zur Drohnenabwehr (Counter-UAS) im US-Luftraum vorab informiert werden muss. Berichten zufolge unterblieb diese Abstimmung jedoch. Erschwerend kam hinzu, dass die Drohnen-Operatoren der CBP die Militäreinheit nicht über ihren Start informiert hatten.Führende Abgeordnete der Demokraten reagierten mit scharfer Kritik und sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von Inkompetenz. Sie warfen der Administration vor, ein parteiübergreifendes Gesetz zur besseren Ausbildung von Drohnen-Operatoren und zur Optimierung der Kommunikationswege zwischen Pentagon, FAA und Heimatschutzministerium zu umgehen.
Die eingesetzten Systeme nutzen modernste Technologie, um unbemannte Flugobjekte (Unmanned Aerial Systems, kurz UAS) unschädlich zu machen. Zum Einsatz kam das Locust-System der US-Armee, ein hochenergetischer Laser des Herstellers AeroVironment. Diese Technologie ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Grenzsicherung.
- Laser-Systeme: Diese zerstören oder deaktivieren Drohnen durch gezielte thermische Energie.
- Radio-Jamming: Hierbei werden die Funk- oder GPS-Signale der Drohne gestört, um sie zur Landung zu zwingen.
- Mikrowellen-Waffen: Diese nutzen hochfrequente Energie, um die Bordelektronik von Drohnenschwärmen kurzzuschließen.
- Abfang-Drohnen: Kleine, schnelle Fluggeräte, die feindliche Drohnen rammen.
Bereits vor zwei Wochen hatte ein ähnlicher Zwischenfall bei Fort Bliss für Aufsehen gesorgt, als die CBP einen Laser einsetzte, um vermeintliche Bedrohungen abzuwehren, die sich später als Partyballons herausstellten. Das führte damals zur stundenlangen Sperrung des Flughafens von El Paso und zahlreichen Flugausfällen.
Die Senatorin Tammy Duckworth forderte angesichts der wiederholten Fehler eine unabhängige Untersuchung durch die Generalinspektoren der beteiligten Ministerien. Das Ziel ist es, die Sicherheit im US-Luftraum zu gewährleisten, der mit schätzungsweise 1,7 Millionen registrierten Drohnen immer komplexer wird. Insbesondere an der Südgrenze ist der Druck hoch: Allein im zweiten Halbjahr 2024 wurden dort über 27.000 Drohnensichtungen registriert, die häufig für Schmuggelaktivitäten von Kartellen genutzt werden.
Wie bewertet ihr das Risiko solcher automatisierten Abwehrsysteme im zivilen Luftraum? Glaubt ihr, dass bessere digitale Schnittstellen zwischen Behörden solche Fehler verhindern können, oder bleibt der "Faktor Mensch" das Hauptproblem? Wir freuen uns auf eure Meinungen!
Zusammenfassung
- US-Militär schoss versehentlich eine eigene Grenzschutzdrohne ab
- Ein Lasersystem stufte die CBP-Drohne fälschlich als Bedrohung ein
- Das Pentagon wusste nicht, dass die Drohne dem Grenzschutz gehörte
- Mangelnde Kommunikation zwischen Bundesbehörden verursachte den Vorfall
- Demokraten kritisierten die Inkompetenz der zuständigen Administration
- Bereits zuvor wurden bei Fort Bliss Partyballons als Bedrohung bekämpft
- Senatorin Duckworth fordert eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle
Siehe auch:
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