Neues Setup: Microsoft kürzt Wartezeit bei Windows 11-Ersteinrichtung

Windows-11-Neuinstallation ohne Zwangspause: Microsoft führt im Setup einen Button "Update später" ein, sodass ihr beim Einrichten nicht mehr erst minutenlang auf erzwungene Updates warten müsst, bevor der Desktop erscheint.
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Geänderte Out-of-Box-Experience

Microsoft entschärft damit eine der nervigsten Hürden bei neuen Windows-11-Rechnern. Wer künftig ein Gerät einrichtet, muss während der Erstinstallation nicht mehr zwangsweise alle verfügbaren Updates abwarten, bevor endlich der Desktop erscheint.

Bislang galt: Wird Windows 11 im Online-Modus eingerichtet, blockiert der Einrichtungsassistent (OOBE, "Out of Box Experience") den Startbildschirm, bis das System zunächst Updates heruntergeladen und installiert hat.

Microsoft startet "Update später"-Option

Je nach Umfang der Pakete und verfügbarer Internetverbindung konnte das leicht eine halbe Stunde oder länger dauern. Viele Nutzer wünschten sich deshalb eine Option, diese Phase zu überspringen.

Genau diese Möglichkeit führt Microsoft nun ein. In der aktuellen Version des Setups erscheint ein gut sichtbarer Knopf "Update später", über den sich der Download- und Installationsschritt vorerst ausklammern lässt. Windows 11 schließt die Einrichtung dann schneller ab und lädt Funktions- und Sicherheitsupdates später über die reguläre Update-Funktion nach.

Die Änderung betrifft in erster Linie Privatgeräte und andere nicht verwaltete PCs. In Unternehmensumgebungen bleiben bestehende Richtlinien für das Erzwingen oder Auslassen von Updates während der Erstinstallation also bestehen. Microsoft testete die Funktion in den vergangenen Monaten zunächst in Insider-Builds, inzwischen ist sie für alle Consumer-Systeme standardmäßig aktiv. Windows 11: Update-Pausierung via KalenderansichtÜber den Kalender lässt sich ein exaktes Datum auswählen Die Möglichkeit, Updates beim Setup zu überspringen, ist Teil eines größeren Umbaus von Windows Update. Später im Jahr sollen Nutzer Updates zudem über einen Kalender gezielt bis zu einem beliebigen Datum pausieren können - statt wie bisher nur wochenweise in einem begrenzten Rahmen.

Pflicht zur Internetverbindung

Unverändert bleiben allerdings andere umstrittene Punkte der Einrichtung: Die Pflicht zur Internetverbindung sowie standardmäßig aktivierte Funktionen wie BitLocker stehen weiterhin in der Kritik, ebenso die nach wie vor weitverbreitete Pflicht zum Microsoft-Konto, auch wenn Microsoft intern offenbar an Änderungen beziehungsweise Lockerungen arbeitet.

Wie handhabt ihr Windows-Updates: lieber alles sofort einspielen - oder nutzt ihr jede Möglichkeit, Funktionsupdates möglichst lange zu verschieben?

FAQ zu Windows 11 Anleitungen, Tipps und Tricks
Zusammenfassung
  • Microsoft ergänzt im Windows-11-Setup den Button "Update später"
  • Die Ersteinrichtung läuft damit schneller, der Desktop erscheint früher
  • Bisher blockierte OOBE im Online-Modus bis alle Updates installiert waren
  • Neu gilt vor allem für Privatgeräte, Firmenrichtlinien bleiben bestehen
  • Die Option war zuvor in Insider-Builds getestet und ist nun Standard
  • Später sind Update-Pausen bis zu einem Wunschdatum per Kalender geplant
  • Internetpflicht, BitLocker und Kontozwang bleiben weiter umstritten

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