Windows 11: Microsoft startet frische Vorschau-Updates - Das ist neu

Neue Vorschau-Versionen für Windows 11 bringen eine Reihe von Neuerungen. Dazu gehört unter anderem die Bereitstellung des Xbox-Modus, erweiterte Anpassungen für Touchpads sowie neue Optionen zur Entfernung von vorinstallierten Anwendungen.
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Frische Vorschau-Updates

Während Microsoft mit Problemen nach dem letzten Patchday kämpft und angeblich wieder einmal am Startmenü tüftelt, erhalten Teilnehmer des ebenfalls im Umbau befindlichen Insider-Programms Zugriff auf zwei frische Testversionen für Windows 11. Zwei neue Builds rollen ab sofort im Canary-Kanal aus. Das kleine Update 28020.1863 behebt primär einen Fehler, der fälschlicherweise eine fehlende Internetverbindung meldete und so den Login in verschiedene Anwendungen blockierte.

Umfangreicher fällt Build 29570.1000 aus. Für Spieler integrieren die Entwickler den neuen Xbox-Modus. Er verwandelt die Oberfläche von Computern und Tablets in eine Vollbildansicht, die komplett auf die Bedienung mit einem Controller ausgelegt ist. Hintergrundprozesse treten dabei zurück, um Systemressourcen zu sparen. Anwender starten die Ansicht über die Xbox-App oder per Tastenkombination Win + F11. Ein Nachteil ist, dass die klassische Desktop-Navigation in dem Modus stark eingeschränkt wird.


Außerdem erhalten Administratoren im Bildungs- und Unternehmenssektor mehr Kontrolle. Über Gruppenrichtlinien lassen sich nun vorinstallierte Programme aus dem Microsoft-Store gezielt entfernen. Das betrifft Pakete in den Formaten MSIX und APPX. Zwar erleichtert das die Systempflege, doch die Funktion wird derzeit noch nicht von der Verwaltungssoftware Intune unterstützt und erfordert manuelle Validierungen durch die IT-Abteilungen.

Widgets und Touchpad-Optionen

Auf dem Sperrbildschirm stehen fortan mehr Widgets zur Verfügung. Nutzer können Informationskarten für Wetter, Sport oder Verkehr frei hinzufügen und anordnen. Bisher war das auf den Europäischen Wirtschaftsraum beschränkt, da dort strenge Vorgaben des Digital Markets Act eine frühzeitige Anpassung erzwangen. Zudem ermöglicht das Einstellungsmenü für Bluetooth und Geräte jetzt, die Größe der Rechtsklick-Zone auf dem Touchpad anzupassen.

Zur Wahl stehen vier Stufen von klein bis groß. Das hilft besonders Personen, die oft versehentlich das Kontextmenü aufrufen. Microsoft reagiert damit auf langjähriges Feedback aus der Community. In der Vergangenheit war für derartige Anpassungen oft ein Eingriff über die Registry oder über Software von Drittanbietern notwendig.

Zwei weitere kleine Verbesserungen runden das Update ab. So zeigt das Kontextmenü von ausführbaren Dateien beim Eintrag Öffnen ab sofort direkt das Symbol des Standardprogramms. Außerdem lässt sich die Taste am hinteren Ende eines Eingabestifts ab sofort mit der exakt gleichen Funktion wie die physische Copilot-Taste belegen.

Tests beginnen

Das Insider-Programm existiert bereits seit dem Jahr 2014 und hat seitdem Millionen von Testern angezogen. Der Canary Channel wurde speziell für experimentelle Änderungen ins Leben gerufen, die noch weitestgehend ungetestet sind. Bis die Anpassungen auf den Rechnern normaler Anwender ankommen, kann es teilweise mehrere Monate dauern.

Welche der neuen Funktionen findet ihr für euren Alltag am nützlichsten? Installiert ihr regelmäßig Vorschau-Updates oder überlasst ihr das Testen lieber anderen? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung
  • Zwei neue Canary-Builds für Windows 11 starten im Insider-Programm
  • Build 28020.1863 behebt einen Loginfehler bei falscher Offline-Meldung
  • Build 29570.1000 bringt den Xbox-Modus mit Controller-Vollbildansicht
  • Admins entfernen Store-Apps per Richtlinie, Intune fehlt noch dabei
  • Sperrbildschirm-Widgets sind frei sortierbar, nicht mehr nur im EWR
  • Touchpad-Rechtsklickzone ist in vier Stufen einstellbar für weniger Fehler

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