Kawasaki EC-2: Das "hässlichste Flugzeug der Welt" hebt erstmals ab

Japan hat erstmals offizielle Bilder seines neuen Spezialflugzeugs Kawasaki EC-2 veröffentlicht. Der umgebaute Transporter dient der elektronischen Kriegsführung und kann feindliche Radarsysteme aus sicherer Entfernung stören - hübsch sieht es aber nicht aus.
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Offizielle Bilder des EC-2-Störsenders

Die japanischen Luftstreitkräfte haben erstmals offizielle Aufnahmen ihres neuesten Spezialflugzeugs geteilt. Das von der Einheit für Luftentwicklung und Tests auf der Gifu Air Base präsentierte Modell Kawasaki EC-2 dient der elektronischen Kriegsführung - Spötter werden zudem sagen, dass es vor allem optisch eine echte Abschreckung darstellt. Es basiert auf dem Transportflugzeug Kawasaki C-2. Mit seiner auffälligen Rumpfform und umfangreicher Sensorik soll das Flugzeug künftig Radarsysteme und Kommunikation aus sicherer Distanz stören.

Das Flugzeug, das bereits im Februar von lokalen Beobachtern gesichtet wurde, zeichnet sich durch umfangreiche Modifikationen aus. Besonders markant sind die bauchige Nase und diverse Ausbuchtungen am Rumpf sowie an den Seiten. Diese beherbergen Antennen und Sensoren. Technisch baut das System auf der ersten Serienmaschine der C-2-Reihe auf, das Modell wurde für die anspruchsvolle neue Rolle jedoch komplett umgerüstet.

Technik des Stand-Off-Jammers

Wie The Aviationist erläutert, ist die EC-2 als sogenannter Stand-Off-Jammer konzipiert. Das bedeutet, dass das Flugzeug in der Lage ist, feindliche elektronische Infrastruktur zu beeinträchtigen, ohne selbst in die Reichweite gegnerischer Abwehrsysteme einzufliegen. Die Entwicklung läuft seit dem Jahr 2021. Sie zielt darauf ab, die veraltete EC-1-Flotte abzulösen, die bereits seit dem Jahr 1986 im Dienst ist.

Das japanische Verteidigungsministerium hat für die Entwicklung der Plattformen rund 41,4 Milliarden Yen (etwa 226 Millionen Euro) im Budget bereitgestellt. Das ist Teil eines größeren Investitionspakets zur Stärkung der nachrichtendienstlichen Fähigkeiten der Regierung. Anders als beim Vorgängermodell EC-1, von dem die Ingenieure des Herstellers Kawasaki Heavy Industries nur ein einziges Exemplar gebaut haben, ist der Betrieb einer Flotte von vier EC-2-Maschinen geplant.

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Die Basis der C-2 bietet solide Voraussetzungen für die umfangreiche Missionsausrüstung und Ausbauten. Zwei General-Electric-CF6-Turbofan-Triebwerke sorgen für den nötigen Schub bei den Einsätzen. Die maximale Reichweite des Flugzeugs beträgt bis zu 7600 Kilometer bei 20 Tonnen Fracht. Die Maschine kann auf kurzen, unbefestigten Pisten von nur 500 Metern sicher starten.

Die EC-2 ist nicht die erste Spezialvariante dieses von Kawasaki gebauten Transporters. Bereits seit dem Jahr 2020 nutzen die Streitkräfte die Variante RC-2 für die fernmeldetechnische Aufklärung. Beide Modelle sollen künftig von der Gruppe für elektronische Kriegsführung auf der Iruma Air Base betrieben werden.

Die optische Ähnlichkeit der neuen Maschine zur EC-1 ist unverkennbar. Besonders die markante Nasenform, die in der Luftfahrt oft mit einem Schnabeltier verglichen wird, fällt direkt ins Auge. Jedoch ist die EC-2 deutlich leistungsfähiger. Moderne Komponenten wie das hochkomplexe J/ALQ-5-System (für elektronische Gegenmaßnahmen) sind tief in die Struktur integriert, um den heutigen Anforderungen auf dem digitalen Schlachtfeld gerecht zu werden.

Was haltet ihr von dem Design und Japans Strategie, die Flotte für elektronische Kriegsführung auszubauen? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Japan zeigt erstmals sein neues Spezialflugzeug Kawasaki EC-2 offiziell
  • Das Flugzeug dient der elektronischen Kriegsführung gegen Radarsysteme
  • Bauchige Nase und Ausbuchtungen am Rumpf beherbergen viele Antennen
  • Spötter bezeichnen die EC-2 wegen ihres Designs als besonders hässlich
  • Die Basis bildet der Transporter C-2 mit bis zu 7600 Kilometer Reichweite
  • Seit dem Jahr 2020 nutzt Japan bereits die Aufklärungsvariante RC-2
  • Das J/ALQ-5-System für elektronische Gegenmaßnahmen ist integriert

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