Trotz Speicherkrise: AMD verspricht Kampf für faire Grafikkarten-Preise
AMD will trotz Speicherkrise GPU-Preise durch Partnerschaften möglichst stabil halten. Doch die explodierenden VRAM-Kosten und der aggressive KI-Sektor säen Zweifel. Wie realistisch ist das Versprechen angesichts der aktuellen Marktlage wirklich?
So bekundet der Chiphersteller die Absicht, die Preise für seine Grafikkarten so stabil wie möglich zu halten. David McAfee, Corporate Vice President und General Manager für den Ryzen-Bereich bei AMD, betonte am Rande der CES 2026 in Las Vegas, dass ein entsprechendes Management des Speicher-Ökosystems ein zentraler Bestandteil der aktuellen Unternehmensstrategie sei.
Wie McAfee im Interview mit Gizmodo ausführte, sei es jedoch "schwierige Mathematik", Radeon-Grafikkarten mit den Board-Partnern zu einem marktgerechten Preis zu fertigen, wenn der Speicher nicht zu den richtigen Konditionen verfügbar sei. Der Manager räumte ein, dass er die Zukunft nicht vorhersagen könne, man aber intensiv mit den Herstellern zusammenarbeite, um die Preise "nahe an den unverbindlichen Preisempfehlungen zu halten".
Da die Hardware-Preise unter Druck stehen, versucht AMD auch softwareseitig gegenzusteuern, um die Lebensdauer existierender Hardware zu verlängern. Mit "FSR Redstone" könnte eine Weiterentwicklung der hauseigenen Upscaling-Technologie in Zukunft auch RDNA3-Karten unterstützen. Da Berichten zufolge jedoch selbst Marktführer Nvidia Probleme bei der Belieferung von Geschäftspartnern wie Asus zu haben scheint, bleibt dennoch fraglich, ob AMDs Strategie der Preisstabilität in diesem volatilen Umfeld Bestand haben kann.
Wie bewertet ihr AMDs Vorhaben, die Preise trotz der widrigen Umstände stabil zu halten? Glaubt ihr an die Umsetzbarkeit oder seht ihr in der Aussage nur einen plumpen Versuch, Sympathien einzusammeln? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren.
Siehe auch:
Strategie gegen hohe Speicherpreise
Die Situation auf dem Hardware-Markt im Januar 2026 bleibt äußerst angespannt. Während der KI-Sektor weiterhin massive Mengen an Speicherchips verschlingt, sehen sich PC-Endanwender mit der daraus resultierenden Speicherkrise konfrontiert. Alle Produkte, die in irgendeiner Form RAM benötigen, werden immer teurer. Neben PCs trifft es auch Smartphones und sogar TV-Geräte. Inmitten dieser Marktturbulenzen hat AMD jetzt eine Aussage getätigt, die aufhorchen lässt.So bekundet der Chiphersteller die Absicht, die Preise für seine Grafikkarten so stabil wie möglich zu halten. David McAfee, Corporate Vice President und General Manager für den Ryzen-Bereich bei AMD, betonte am Rande der CES 2026 in Las Vegas, dass ein entsprechendes Management des Speicher-Ökosystems ein zentraler Bestandteil der aktuellen Unternehmensstrategie sei.
Gute Beziehungen zu Herstellern
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt AMD primär auf langfristige Lieferverträge. Laut McAfee pflege das Unternehmen seit vielen Jahren strategische Partnerschaften mit allen großen DRAM-Herstellern. Diese Kooperationen sollen sicherstellen, dass sowohl die benötigten Liefermengen als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Grafiksparte tragbar bleiben. Die Herausforderung besteht darin, gegen die zahlungskräftige Konkurrenz aus dem Rechenzentrumssektor zu bestehen, welche die Preise für Speicherchips maßgeblich in die Höhe treibt. KI-Beschleuniger genießen bei den Fertigern Priorität, was die Kapazitäten für klassischen Grafikspeicher verknappt.Wie McAfee im Interview mit Gizmodo ausführte, sei es jedoch "schwierige Mathematik", Radeon-Grafikkarten mit den Board-Partnern zu einem marktgerechten Preis zu fertigen, wenn der Speicher nicht zu den richtigen Konditionen verfügbar sei. Der Manager räumte ein, dass er die Zukunft nicht vorhersagen könne, man aber intensiv mit den Herstellern zusammenarbeite, um die Preise "nahe an den unverbindlichen Preisempfehlungen zu halten".
Software als Ausweg
Die technische Ursache für die Preisexplosion liegt in der Umstellung der Fertigungsstraßen. Um den Hunger nach KI-Chips zu stillen, haben Hersteller wie SK Hynix und Samsung ihre Produktionskapazitäten massiv auf High Bandwidth Memory (HBM4) umgestellt. Dieser Speicher ist komplexer in der Fertigung und belegt Wafer-Kapazitäten, die zuvor für GDDR-Speicher vorgesehen waren. Damit konkurriert der Gaming-Markt indirekt um dieselben Ressourcen, was die Einkaufspreise für den VRAM in den letzten sechs Monaten um fast 40 Prozent steigen ließ.Da die Hardware-Preise unter Druck stehen, versucht AMD auch softwareseitig gegenzusteuern, um die Lebensdauer existierender Hardware zu verlängern. Mit "FSR Redstone" könnte eine Weiterentwicklung der hauseigenen Upscaling-Technologie in Zukunft auch RDNA3-Karten unterstützen. Da Berichten zufolge jedoch selbst Marktführer Nvidia Probleme bei der Belieferung von Geschäftspartnern wie Asus zu haben scheint, bleibt dennoch fraglich, ob AMDs Strategie der Preisstabilität in diesem volatilen Umfeld Bestand haben kann.
Wie bewertet ihr AMDs Vorhaben, die Preise trotz der widrigen Umstände stabil zu halten? Glaubt ihr an die Umsetzbarkeit oder seht ihr in der Aussage nur einen plumpen Versuch, Sympathien einzusammeln? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- AMD strebt trotz Speicherkrise stabile GPU-Preise durch Partnerschaften an
- Explosionsartige VRAM-Kosten durch KI-Sektor gefährden Preisversprechen
- David McAfee betont Speichermanagement als Kernstrategie auf der CES 2026
- Langfristige Lieferverträge mit DRAM-Herstellern sollen Preisexplosion abfedern
- VRAM-Einkaufspreise sind in den letzten sechs Monaten um fast 40 Prozent gestiegen
- AMD entwickelt 'FSR Redstone' als Upscaling-Technologie gegen Nvidias DLSS 4.5
Siehe auch:
- Nicht nur Nvidia: Auch bei AMD schmelzen immer weitere Stromstecker
- Update nach 13 Jahren: 30 % mehr Leistung für alte AMD-GPUs in Linux
- Bis zu 4x mehr FPS: AMD FSR Redstone fordert Nvidia heraus
- 5,6 GHz Gaming-Biest: AMD Ryzen 7 9850X3D offiziell enthüllt
- Speicherkrise: Preise für ältere AMD-Prozessoren schießen in die Höhe
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