Speicherkrise: Smartphone-Preise steigen, Hardware wird schlechter
Im nächsten Jahr dürfte es bei Smartphones wohl nur noch für Apple gut laufen. Weil die Speicherkrise auch bei Smartphones für steigende Preise sorgt, gehen Marktbeobachter davon aus, dass die Verkäufe von Mobiltelefonen deutlich leiden werden.
Counterpoint zufolge müssen die Smartphonehersteller schon jetzt zwischen 20 und 30 Prozent höhere "Total Cost of Parts" in Kauf nehmen als noch am Anfang des Jahres 2025. Gemeint sind damit die für den Einkauf der für den Bau der Geräte benötigten Teile, die zum sogenannten "Bill of Materials" (BoM) gehören. Die BoM-Kosten werden in den kommenden Monaten sogar noch weiter steigen, schließlich hat der massive Aufwärtstrend bei Speicherchips erst vor relativ kurzer Zeit begonnen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass Smartphones im nächsten Jahr im Durchschnitt mindestens 6,9 Prozent teurer werden.
Counterpoint zufolge dürften vor allem chinesische Hersteller wie Honor Device, Oppo, Vivo und sicherlich auch Xiaomi für die durch die Speicherkrise steigenden Preise anfällig sein, gerade was Geräte aus dem Einsteigersegment angeht. Apple und Samsung seien hingegen für die nächsten Quartale noch am besten gerüstet.
Für die Endkunden bedeutet die Entwicklung nicht nur, dass die Preise für Smartphones und andere mobile Geräte wie Laptops in den kommenden Monaten teilweise empfindlich steigen werden. Gleichzeitig müssen wir uns darauf einstellen, dass die Hersteller wieder weniger Arbeitsspeicher und kleineren Flash-Speicher verbauen als in den letzten Jahren.
Einsteigergeräte dürften somit häufiger wieder mit nur noch vier Gigabyte RAM und Flash-Kapazitäten ab 64 GB daherkommen, während bei High-End-Geräten Modelle mit 16, 18, 20 oder 24 GB RAM wohl vorerst wieder vom Markt verschwinden dürften. Teilweise wird sogar damit gerechnet, dass wieder häufiger MicroSD-Kartenslots verbaut werden, damit die Kunden den Speicher ihrer Geräte selbst erweitern können, während die Hersteller geringere BoM-Kosten haben.
Siehe auch:
Smartphonehersteller geraten zunehmend unter Druck
Laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research wird das Jahr 2026 für die Smartphonehersteller noch härter als die ohnehin schon enttäuschenden letzten Jahre. Auf das gesamte Jahr gesehen geht man von einer um mindestens 2,1 Prozent geringeren Zahl verkaufter Geräte aus, was vor allem auf die steigenden Kosten für den Einkauf von Speicherkomponenten zurückzuführen sein soll.Counterpoint zufolge müssen die Smartphonehersteller schon jetzt zwischen 20 und 30 Prozent höhere "Total Cost of Parts" in Kauf nehmen als noch am Anfang des Jahres 2025. Gemeint sind damit die für den Einkauf der für den Bau der Geräte benötigten Teile, die zum sogenannten "Bill of Materials" (BoM) gehören. Die BoM-Kosten werden in den kommenden Monaten sogar noch weiter steigen, schließlich hat der massive Aufwärtstrend bei Speicherchips erst vor relativ kurzer Zeit begonnen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass Smartphones im nächsten Jahr im Durchschnitt mindestens 6,9 Prozent teurer werden.
Low-End-Geräte werden zum Problem
Problematisch ist dies vor allem bei Einsteiger-Smartphones, die für weniger als 200 US-Dollar im Handel zu haben sind. Diese Geräte sind traditionell so gestaltet, dass sie eine geringe Marge abwerfen und die Hersteller nur dann wirklich wirtschaftlich derartige Produkte bauen können, wenn sie in großen Mengen von den Bändern laufen. Weil nun die Margen schrumpfen, dürften die kommenden Modelle der neuen Generation bei vielen Herstellern eher ein Downgrade darstellen - oder eben ein ganzes Stück teurer werden.Counterpoint zufolge dürften vor allem chinesische Hersteller wie Honor Device, Oppo, Vivo und sicherlich auch Xiaomi für die durch die Speicherkrise steigenden Preise anfällig sein, gerade was Geräte aus dem Einsteigersegment angeht. Apple und Samsung seien hingegen für die nächsten Quartale noch am besten gerüstet.
Nvidia setzt auf LPDDR-RAM für KI-Server
Schon im letzten Monat hatte Counterpoint klar gemacht, dass Nvidias Entscheidung, den gleichen Speicher wie in Smartphones für seine KI-Beschleunigerchips zu verwenden, bis Ende 2026 wahrscheinlich zu einer Verdopplung der Preise von Server-Speicher führen werde. Weil die Server mit erheblich mehr Speicher bestückt werden müssen, sei die Industrie aktuell nicht in der Lage, die dadurch enorm steigende Nachfrage zu bedienen.Für die Endkunden bedeutet die Entwicklung nicht nur, dass die Preise für Smartphones und andere mobile Geräte wie Laptops in den kommenden Monaten teilweise empfindlich steigen werden. Gleichzeitig müssen wir uns darauf einstellen, dass die Hersteller wieder weniger Arbeitsspeicher und kleineren Flash-Speicher verbauen als in den letzten Jahren.
Einsteigergeräte dürften somit häufiger wieder mit nur noch vier Gigabyte RAM und Flash-Kapazitäten ab 64 GB daherkommen, während bei High-End-Geräten Modelle mit 16, 18, 20 oder 24 GB RAM wohl vorerst wieder vom Markt verschwinden dürften. Teilweise wird sogar damit gerechnet, dass wieder häufiger MicroSD-Kartenslots verbaut werden, damit die Kunden den Speicher ihrer Geräte selbst erweitern können, während die Hersteller geringere BoM-Kosten haben.
Zusammenfassung
- Speicherkrise führt 2026 zu Verkaufsrückgang bei Smartphones um 2,1 Prozent
- Hersteller müssen bereits 20-30 Prozent höhere Kosten für Bauteile tragen
- Besonders Einsteigermodelle unter 200 US-Dollar sind von Preissteigerungen betroffen
- Chinesische Hersteller wie Honor, Oppo, Vivo und Xiaomi leiden am stärksten
- Apple und Samsung sind für die kommenden Quartale noch am besten gerüstet
- Nvidias KI-Chips konkurrieren mit Smartphones um denselben Speichertyp
- Geräte werden künftig weniger RAM und kleinere Flash-Speicher verbaut haben
Siehe auch:
- Speicherkrise: Dell hebt Preise vieler Laptops um bis zu 30 Prozent an
- Speicherkrise eskaliert unaufhaltsam: Samsung gibt SATA-SSDs wohl auf
- Speicherkrise: Größter DRAM-Hersteller macht jetzt düstere Vorhersage
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