Speicherkrise weitet sich unaufhörlich aus - nun trifft es auch TV-Geräte
Wer im Frühjahr auf sinkende Preise bei Fernsehern hofft, wird wohl enttäuscht. Nach Smartphones und Laptops drohen auch bei TV-Geräten spürbare Preiserhöhungen. Speicherknappheit und strategische Produktionskürzungen sind wohl die Gründe.
So wird es wohl auch bei TVs in den kommenden Monaten Preiserhöhungen über fast alle Segmente hinweg geben. Der Grund hierfür ist das Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Marktfaktoren, die sich derzeit in der Lieferkette aufbauen. Samsung-Co-CEO TM Roh bestätigte gegenüber Nachrichtenagenturen, dass kein Unternehmen gegen die aktuellen globalen Engpässe bei Speicherchips immun sei. Die Krise erreicht nun mit voller Wucht also auch das Wohnzimmer.
Moderne Smart-TVs sind im Grunde selbst Computer, die für Bildverarbeitung und Betriebssysteme ebenfalls auf schnellen Arbeitsspeicher angewiesen sind. Die Fokusverschiebung der Halbleiterindustrie auf das KI-Segment verknappt jedoch das Angebot an herkömmlichen DRAM-Chips, die in Consumer-Geräten verbaut werden, drastisch. Gleichzeitig versuchen Hersteller, sich durch aggressive Vorratskäufe gegen noch höhere Kosten abzusichern, was die Preisspirale weiter antreibt.
Obwohl OLED-Modelle oft im medialen Fokus stehen, basiert nach wie vor der mit Abstand größte Teil der weltweit ausgelieferten Fernseher auf der LCD-Technologie. Selbst geringe Preissteigerungen bei den Panels können sich aufgrund der extrem dünnen Margen in diesem Segment massiv summieren. Im hart umkämpften Einsteiger- und Mittelklassemarkt operieren Hersteller ohnehin oft mit minimalen Gewinnen pro Gerät. Daher dürften sie gezwungen sein, Mehrkosten direkt an ihre Kunden weiterzureichen, was das Ende der Ära stetig fallender TV-Preise bedeuten könnte.
Wer aktuell die Anschaffung eines neuen Fernsehers plant, sollte den Markt also genau beobachten und gegebenenfalls jetzt zuschlagen. Die üblichen Preiszyklen, bei denen Auslaufmodelle im März oder April günstig zu haben sind, könnten in diesem Jahr durch die steigenden Komponentenpreise ausgehebelt werden. Insbesondere im unteren und mittleren Preissegment ist mit einer spürbaren Anpassung der Preisschilder zu rechnen.
Was habt ihr für einen TV bei euch zu Hause stehen? Plant ihr aufgrund der aktuellen Marktlage einen vorgezogenen Kauf oder wartet ihr ab, wie sich die Preise entwickeln? Schreibt uns eure Strategie in die Kommentare!
OLED-TV-Deals bei Media Markt Angebote von LG, Samsung, Sony & Co.
Siehe auch:
Speicherengpass treibt TV-Preise
Samsung ist als großer Chiphersteller einer der Hauptakteure der aktuellen Speicherkirse. Zwar hat man angekündigt, die Produktion von DDR4-Speicher zu verlängern, trotzdem warnte das Unternehmen zuletzt, wie bereits andere Hersteller, vor zeitnah steigenden Preisen bei Smartphones und Laptops. Jetzt soll den Koreanern zufolge auch noch ein weiterer Consumer-Bereich dazukommen.So wird es wohl auch bei TVs in den kommenden Monaten Preiserhöhungen über fast alle Segmente hinweg geben. Der Grund hierfür ist das Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Marktfaktoren, die sich derzeit in der Lieferkette aufbauen. Samsung-Co-CEO TM Roh bestätigte gegenüber Nachrichtenagenturen, dass kein Unternehmen gegen die aktuellen globalen Engpässe bei Speicherchips immun sei. Die Krise erreicht nun mit voller Wucht also auch das Wohnzimmer.
Moderne Smart-TVs sind im Grunde selbst Computer, die für Bildverarbeitung und Betriebssysteme ebenfalls auf schnellen Arbeitsspeicher angewiesen sind. Die Fokusverschiebung der Halbleiterindustrie auf das KI-Segment verknappt jedoch das Angebot an herkömmlichen DRAM-Chips, die in Consumer-Geräten verbaut werden, drastisch. Gleichzeitig versuchen Hersteller, sich durch aggressive Vorratskäufe gegen noch höhere Kosten abzusichern, was die Preisspirale weiter antreibt.
Produktionsstopps in China geplant
Wie The Elec (via Digital Trends) berichtet, kommt erschwerend hinzu, dass große chinesische Panel-Hersteller wie BOE, HKC und CSOT planen, ihre Produktion im kommenden Monat temporär auszusetzen. Offiziell soll das der Senkung von Arbeitskosten und dem Abbau von angeblichen Lagerbeständen dienen. Marktbeobachter warnen jedoch, dass der daraus resultierende Rückgang des Angebots bei LCD-Paneelen deutlich stärker ausfallen wird als der saisonale Rückgang der Nachfrage.Obwohl OLED-Modelle oft im medialen Fokus stehen, basiert nach wie vor der mit Abstand größte Teil der weltweit ausgelieferten Fernseher auf der LCD-Technologie. Selbst geringe Preissteigerungen bei den Panels können sich aufgrund der extrem dünnen Margen in diesem Segment massiv summieren. Im hart umkämpften Einsteiger- und Mittelklassemarkt operieren Hersteller ohnehin oft mit minimalen Gewinnen pro Gerät. Daher dürften sie gezwungen sein, Mehrkosten direkt an ihre Kunden weiterzureichen, was das Ende der Ära stetig fallender TV-Preise bedeuten könnte.
Margendruck im LCD-Segment
Während Endkunden tiefer in die Tasche greifen müssen, profitieren Komponentenhersteller paradoxerweise von der Situation. Samsung erwartet für das vierte Quartal einen operativen Gewinn von rund 13,8 Milliarden US-Dollar. Dieser Rekordwert wird maßgeblich durch die explodierenden Preise für Speicherchips getrieben, die sowohl in eigenen Produkten als auch in KI-Datenzentren weltweit zum Einsatz kommen.Wer aktuell die Anschaffung eines neuen Fernsehers plant, sollte den Markt also genau beobachten und gegebenenfalls jetzt zuschlagen. Die üblichen Preiszyklen, bei denen Auslaufmodelle im März oder April günstig zu haben sind, könnten in diesem Jahr durch die steigenden Komponentenpreise ausgehebelt werden. Insbesondere im unteren und mittleren Preissegment ist mit einer spürbaren Anpassung der Preisschilder zu rechnen.
Was habt ihr für einen TV bei euch zu Hause stehen? Plant ihr aufgrund der aktuellen Marktlage einen vorgezogenen Kauf oder wartet ihr ab, wie sich die Preise entwickeln? Schreibt uns eure Strategie in die Kommentare!
OLED-TV-Deals bei Media Markt Angebote von LG, Samsung, Sony & Co.
Zusammenfassung
- Preissteigerungen bei Fernsehern aufgrund von Speicherknappheit erwartet
- Traditionelle Preissenkungen für Auslaufmodelle im Frühjahr könnten ausbleiben
- Samsungs Co-CEO bestätigt globale Engpässe bei Speicherchips für TVs
- Chinesische Panel-Hersteller planen vorübergehende Produktionsstopps
- 95 Prozent aller weltweit ausgelieferten Fernseher basieren auf LCD-Technologie
- Geringe Gewinnmargen zwingen Hersteller zur Weitergabe der Mehrkosten
- Samsung profitiert ironischerweise von steigenden Speicherchippreisen
Siehe auch:
- Micro-RGB- und OLED-TVs: Samsung stellt neue Fernseher für 2026 vor
- Der Ballie-Roboter hat wohl ausgerollt, Samsung stoppt Marktstart
- Galaxy Ring-Akku aufgebläht: Samsung nennt endlich die Ursache
- Schluss mit Akkufrust: Samsung und Intel lösen Windows-HDR-Problem
- Samsung 'verursacht' Speicherknappheit und warnt nun vor Preisanstieg
Thema:
Samsungs Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Samsung
- Pixel 10a: Reicht das Einsteigermodell oder doch besser Premium?
- Klein, günstig aber mit Schwächen: Magcubic Mini-Beamer im Test
- MagicPad 4: Honors Versuch zum Tablet-Gipfelsturm im Test
- Erstaunliche Vielfalt: Die besten Tablets für unter 300 Euro
- Die besten Tablets mit Stift-Bedienung des Jahres im Vergleich
Beliebte Samsung-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Nur für 3 Stunden: Riesiger 85" Mini-LED-TV bei Media Markt im Angebot
- Zero Trust: Windows Server startet verschlüsselte Namensauflösung
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
- Google Earth: Flugsimulator jetzt kostenlos im Browser nutzbar
- iPhone Fold Ultra im Hands-on-Video: Alle Details im Überblick
- Tesla-Autopilot: Fahrer hebeln Sicherheitssystem mit 8-€-Gadget aus
- Spiele bis zu 95 % schneller laden: Riesiger Boost für AMD-GPUs ist da
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen