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Tesla-Batterien: Gigant-Auftrag fällt komplett in sich zusammen
Irgendetwas in der Batteriefertigung des Autokonzerns Tesla läuft überhaupt nicht so, wie es geplant war. Ein großer Zulieferer musste den Wert seiner Verträge mit dem Unternehmen jetzt quasi komplett abschreiben.
L&F hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, Tesla und verbundene Unternehmen von Januar 2024 bis Ende 2025 mit Kathodenmaterialien mit hohem Nickelanteil zu beliefern. Brancheninsider und Analysten gingen damals davon aus, dass diese Materialien vor allem für Teslas neue hauseigene Batteriezellen des Typs 4680 vorgesehen waren. Diese Zellgeneration gilt als zentraler Baustein von Teslas langfristiger Strategie zur Senkung der Batteriekosten.
Tesla-Chef Elon Musk hatte bereits 2020 angekündigt, die 4680-Zellen in großem Maßstab produzieren zu wollen. Sie sollten den Weg für ein günstiges Elektroauto im Preisbereich von 25.000 Dollar ebnen und langfristig vollautonomes Fahren in der Masse ermöglichen. In der Praxis erwies sich die Entwicklung jedoch als deutlich schwieriger. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen kühlte sich ab, gleichzeitig hatte Tesla Probleme, die Produktion der neuen Zellen effizient hochzufahren.
Nach Einschätzung von Analysten benötigte Tesla daher weniger Kathodenmaterial als zunächst geplant. Aktuell kommen die 4680-Batterien vor allem im Cybertruck zum Einsatz, dessen Verkaufszahlen weit hinter den von Musk angekündigten Hunderttausenden pro Jahr zurückbleiben. Zudem räumte der Tesla-Chef ein, dass die Skalierung eines neuen Herstellungsverfahrens mit sogenannten Trockenelektroden große technische Herausforderungen mit sich bringe.
Auch andere Unternehmen sind betroffen: LG Energy Solution rechnet mit Umsatzeinbußen von umgerechnet rund 9,4 Milliarden Dollar nach dem Auslaufen mehrerer Lieferverträge. SK On kündigte kürzlich das Ende eines Joint Ventures mit Ford an. Ford selbst nahm milliardenschwere Abschreibungen vor und strich mehrere Elektroauto-Projekte.
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Ein paar Tausend statt Milliarden
Der südkoreanische Batteriematerialhersteller L&F hat überraschend bekannt gegeben, dass der Umfang eines bereits 2023 geschlossenen Liefervertrags deutlich kleiner ausfällt als ursprünglich erwartet. Statt eines ursprünglich prognostizierten Werts von rund 2,9 Milliarden Dollar beläuft sich das Auftragsvolumen nun auf lediglich 7386 Dollar, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Unternehmen. Gründe für diese drastische Kürzung nannte die Firma allerdings nicht.L&F hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, Tesla und verbundene Unternehmen von Januar 2024 bis Ende 2025 mit Kathodenmaterialien mit hohem Nickelanteil zu beliefern. Brancheninsider und Analysten gingen damals davon aus, dass diese Materialien vor allem für Teslas neue hauseigene Batteriezellen des Typs 4680 vorgesehen waren. Diese Zellgeneration gilt als zentraler Baustein von Teslas langfristiger Strategie zur Senkung der Batteriekosten.
Tesla-Chef Elon Musk hatte bereits 2020 angekündigt, die 4680-Zellen in großem Maßstab produzieren zu wollen. Sie sollten den Weg für ein günstiges Elektroauto im Preisbereich von 25.000 Dollar ebnen und langfristig vollautonomes Fahren in der Masse ermöglichen. In der Praxis erwies sich die Entwicklung jedoch als deutlich schwieriger. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen kühlte sich ab, gleichzeitig hatte Tesla Probleme, die Produktion der neuen Zellen effizient hochzufahren.
Nach Einschätzung von Analysten benötigte Tesla daher weniger Kathodenmaterial als zunächst geplant. Aktuell kommen die 4680-Batterien vor allem im Cybertruck zum Einsatz, dessen Verkaufszahlen weit hinter den von Musk angekündigten Hunderttausenden pro Jahr zurückbleiben. Zudem räumte der Tesla-Chef ein, dass die Skalierung eines neuen Herstellungsverfahrens mit sogenannten Trockenelektroden große technische Herausforderungen mit sich bringe.
Branche unter Druck
Der Fall L&F steht exemplarisch für den wachsenden Druck auf die südkoreanische Batteriebranche. Cho Hyun-ryul, Analyst bei Samsung Securities, verweist auf schwache Produktionsausbeuten bei Teslas Batterien und eine insgesamt verhaltene Entwicklung der Elektromobilität. In den USA wurden zuletzt Förderprogramme zurückgefahren, was zu Stornierungen und dem Abbruch von Kooperationen zwischen Batterieherstellern und Autobauern wie General Motors oder Ford führte.Auch andere Unternehmen sind betroffen: LG Energy Solution rechnet mit Umsatzeinbußen von umgerechnet rund 9,4 Milliarden Dollar nach dem Auslaufen mehrerer Lieferverträge. SK On kündigte kürzlich das Ende eines Joint Ventures mit Ford an. Ford selbst nahm milliardenschwere Abschreibungen vor und strich mehrere Elektroauto-Projekte.
Zusammenfassung
- L&F reduziert Tesla-Liefervertrag drastisch von 2,9 Milliarden auf 7386 Dollar
- Kathodenmaterialien waren für Teslas neue 4680-Batteriezellen vorgesehen
- Die Zellen sollten günstige Elektroautos für 25.000 Dollar ermöglichen
- Produktionsprobleme und schwache Nachfrage führten zur Vertragsreduzierung
- 4680-Batterien kommen hauptsächlich im schlecht verkauften Cybertruck zum Einsatz
- Südkoreanische Batterieindustrie steht insgesamt unter wachsendem Druck
- Mehrere Autohersteller wie Ford und GM streichen Elektroauto-Projekte
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Christian Kahle
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