Donald Trump hat nicht den blassesten Schimmer, was 6G bedeutet
US-Präsident Trump wollte eigentlich Themen wie KI besprechen, überraschte die anwesenden Konzernchefs jedoch mit einer kuriosen Annahme. Er hielt den künftigen 6G-Standard für eine Art Haut-Scanner statt für Kommunikationstechnik.
Im Gespräch mit Branchengrößen wie Qualcomm-CEO Cristiano Amon, Dell-CEO Michael Dell und IBM-CEO Arvind Krishna verwechselte der Präsident den kommenden Mobilfunkstandard 6G augenscheinlich mit Videotechnologie. Auf die Erwähnung der sechsten Mobilfunkgeneration reagierte Trump mit der Frage, was diese Technologie konkret bewirke: "Gibt einem das einen etwas tieferen Einblick in die Haut von jemandem? Um zu sehen, wie perfekt sie ist?" Er fügte hinzu, dass er die "Kameras aus den alten Tagen" bevorzuge, da diese lediglich über nette Funktionen verfügt hätten und weniger invasiv erschienen.
Es ist zu vermuten, dass er Begriffe wie 8K-Auflösung, biometrische Scans oder medizinische Bildgebung mit der Generationenbezeichnung des Mobilfunks vermischte - oder eben ganz grundsätzlich keine Ahnung davon hat.
Die Reaktionen auf den Vorfall fielen in der Fachpresse deutlich aus. Wie The Verge schreibt, zeigt der Vorfall, dass Trump trotz seiner Rhetorik wenig Verständnis für die technischen Details besitzt, über die seine Regierung entscheidet. Hierzu muss man auch kritisch anmerken, dass Qualcomm-CEO Amon, der direkt neben dem Präsidenten saß, diesen nicht korrigierte - ein Zeichen für die schwierige diplomatische Gratwanderung der Tech-Konzerne.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass Trumps frühere "Führungsrolle" bei 5G primär aus der Deregulierung und der Genehmigung der Fusion von T-Mobile und Sprint bestand, statt aus technologischer Innovation. Bereits im Februar 2019 hatte Trump per Tweet gefordert, 6G solle "so schnell wie möglich" in den USA eingeführt werden, zu einem Zeitpunkt, als selbst 5G noch in den Kinderschuhen steckte.
Der Vorfall reiht sich auch in eine breitere Debatte über den Gesundheitszustand des 79-jährigen Präsidenten ein. Das Weiße Haus verweist regelmäßig auf den "Montreal Cognitive Assessment"-Test, den Trump absolviert habe - ein Screening-Verfahren für leichte kognitive Störungen. Allerdings gibt es viele, die daran zweifeln, dass Trump tatsächlich noch so fit ist, wie es das Weiße Haus gerne darstellt.
Was meint ihr dazu? Haltet ihr tiefes technisches Verständnis beim Präsidenten für notwendig oder reicht die grobe strategische Vision aus? Wir sind gespannt auf eure sachlichen Kommentare.
Siehe auch:
Verwirrung um 6G im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch bei einem runden Tisch mit hochrangigen Wirtschaftsbossen für Aufsehen gesorgt. Das Treffen, das ursprünglich Themen wie künstliche Intelligenz und die Energieinfrastruktur der USA behandeln sollte, nahm eine unerwartete Wendung, als die Sprache auf die zukünftige Mobilfunkinfrastruktur kam.Im Gespräch mit Branchengrößen wie Qualcomm-CEO Cristiano Amon, Dell-CEO Michael Dell und IBM-CEO Arvind Krishna verwechselte der Präsident den kommenden Mobilfunkstandard 6G augenscheinlich mit Videotechnologie. Auf die Erwähnung der sechsten Mobilfunkgeneration reagierte Trump mit der Frage, was diese Technologie konkret bewirke: "Gibt einem das einen etwas tieferen Einblick in die Haut von jemandem? Um zu sehen, wie perfekt sie ist?" Er fügte hinzu, dass er die "Kameras aus den alten Tagen" bevorzuge, da diese lediglich über nette Funktionen verfügt hätten und weniger invasiv erschienen.
Terahertz-Frequenzen statt Zoom
Das Missverständnis offenbart eine technische Wissenslücke an höchster Stelle der Regierung, die für die strategische Ausrichtung der US-Technologiepolitik relevant ist. Während 6G als Nachfolger von 5G primär für extrem niedrige Latenzen, die Verschmelzung von KI und Kommunikation sowie Datengeschwindigkeiten im Terabit-Bereich entwickelt wird, bezogen sich Trumps Aussagen eindeutig auf Bildauflösung oder dermatologische Analysen.Es ist zu vermuten, dass er Begriffe wie 8K-Auflösung, biometrische Scans oder medizinische Bildgebung mit der Generationenbezeichnung des Mobilfunks vermischte - oder eben ganz grundsätzlich keine Ahnung davon hat.
Die Reaktionen auf den Vorfall fielen in der Fachpresse deutlich aus. Wie The Verge schreibt, zeigt der Vorfall, dass Trump trotz seiner Rhetorik wenig Verständnis für die technischen Details besitzt, über die seine Regierung entscheidet. Hierzu muss man auch kritisch anmerken, dass Qualcomm-CEO Amon, der direkt neben dem Präsidenten saß, diesen nicht korrigierte - ein Zeichen für die schwierige diplomatische Gratwanderung der Tech-Konzerne.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass Trumps frühere "Führungsrolle" bei 5G primär aus der Deregulierung und der Genehmigung der Fusion von T-Mobile und Sprint bestand, statt aus technologischer Innovation. Bereits im Februar 2019 hatte Trump per Tweet gefordert, 6G solle "so schnell wie möglich" in den USA eingeführt werden, zu einem Zeitpunkt, als selbst 5G noch in den Kinderschuhen steckte.
Der Vorfall reiht sich auch in eine breitere Debatte über den Gesundheitszustand des 79-jährigen Präsidenten ein. Das Weiße Haus verweist regelmäßig auf den "Montreal Cognitive Assessment"-Test, den Trump absolviert habe - ein Screening-Verfahren für leichte kognitive Störungen. Allerdings gibt es viele, die daran zweifeln, dass Trump tatsächlich noch so fit ist, wie es das Weiße Haus gerne darstellt.
Was meint ihr dazu? Haltet ihr tiefes technisches Verständnis beim Präsidenten für notwendig oder reicht die grobe strategische Vision aus? Wir sind gespannt auf eure sachlichen Kommentare.
Zusammenfassung
- Trump verwechselte 6G-Mobilfunktechnologie mit einer Art Haut-Scanner
- Bei einem Treffen mit Tech-CEOs zeigte der US-Präsident gravierende Wissenslücken
- Qualcomm-CEO Amon korrigierte Trump trotz direkter Anwesenheit nicht
- Der Vorfall wirft Fragen über Trumps technisches Verständnis und seine Kompetenz auf
- Bereits 2019 forderte Trump die Einführung von 6G, als 5G noch nicht ausgereift war
- Die Debatte über den Gesundheitszustand des 79-jährigen Präsidenten wird erneut befeuert
- Seine Technologiepolitik bestand hauptsächlich aus Deregulierung statt Innovation
Siehe auch:
- Trump plant Social-Media-Checks für alle bei Einreise, auch Deutschland
- Na sowas: Trump darf Windkraftnutzung gar nicht verbieten
- Nvidias KI-Chip H200: Trump erlaubt China-Export gegen 25 % Gebühr
- Netflix-Warner-Deal: Trump will Übernahme nach Treffen prüfen
- Auslandstrolle: Neues X-Feature entlarvt massenweise Trump-"Fans"
Thema:
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