Valve bestätigt die "PC-Preis"-Ausrichtung der Steam Machine
Valve hat sich nun offiziell zur Preisgestaltung der neuen Steam Machine geäußert. Anders als bei Sony oder Microsoft wird es keine Hardware-Subventionierung geben. Der Vergleich mit dem PC-Selbstbau ist und bleibt in diesem Fall aber schwierig.
Der Fokus liegt hierbei auf einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Leistung und Anschaffungskosten. Zwar zahlt der Kunde den tatsächlichen Preis der verbauten Hardware, erhält dafür jedoch ein Gesamtpaket, das im privaten Eigenbau nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren wäre. Valve argumentiert, dass der Mehrwert nicht allein in der reinen Rechenleistung pro Euro liegt, sondern in der spezifischen Tauglichkeit für das Wohnzimmer, die vielen Standard-Desktops fehlt.
Die folgenden Aspekte sollen den Preis laut Valve rechtfertigen:
Konkrete Zahlen nannte der Hersteller bisher nicht, da die Preise für Komponenten - insbesondere für DRAM und Flash-Speicher - aktuell stark schwanken und eine finale Kalkulation erschweren. Ein Blick in die Geschichte zeigt, warum Valve diesen Weg wählt.
Bereits 2015 versuchte das Unternehmen mit den ersten Steam Machines den Markt zu erobern. Damals überließ man die Hardware-Produktion Partnern wie Alienware oder Zotac, was zu einer verwirrenden Preisstruktur und inkonsistenter Leistung führte. Mit dem Erfolg des Steam Deck im Rücken setzt Valve nun auf eigene Hardware-Entwicklung und volle Kontrolle.
Ein noch leistungsstärkeres "Pro"-Modell der neuen stationären Konsole schloss Griffais für die Zukunft zwar nicht aus, der aktuelle Fokus liegt jedoch auf der Mittelklasse, um einen guten Kompromiss aus Bezahlbarkeit und Leistung zu gewährleisten.
Haltet ihr Valves Ansatz für gerechtfertigt oder ist der Preis ohne Subvention für euch ein Ausschlusskriterium? Wir sind gespannt auf eure Sichtweise. Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare.
Siehe auch:
Keine Subventionen für die Hardware
Valve bezieht beim Thema Preisgestaltung eine eindeutige Position. Die kommende Steam Machine - die aber auch keine klassische Konsole ist - wird nicht dem im Konsolensektor üblichen Geschäftsmodell folgen, bei dem Hardware zunächst mit Verlust verkauft und später durch Software-Lizenzen und Abonnements querfinanziert wird. Stattdessen orientiert sich das Unternehmen aus Bellevue direkt am aktuellen Komponentenmarkt. Das erklärte Ziel von Valve ist ein transparentes Angebot, das sich an den realen Herstellungskosten eines vergleichbaren Computers misst.Der Fokus liegt hierbei auf einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Leistung und Anschaffungskosten. Zwar zahlt der Kunde den tatsächlichen Preis der verbauten Hardware, erhält dafür jedoch ein Gesamtpaket, das im privaten Eigenbau nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren wäre. Valve argumentiert, dass der Mehrwert nicht allein in der reinen Rechenleistung pro Euro liegt, sondern in der spezifischen Tauglichkeit für das Wohnzimmer, die vielen Standard-Desktops fehlt.
Steam Machine und Co.: Valve stellt seine Hardware in einem Video vor
Mehrwert jenseits der Leistung
Diese strategische Ausrichtung bestätigte Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais im Gespräch mit dem Friends-per-Second-Podcast. Laut Griffais liegt der wahre Wert des Systems in der nahtlosen Integration von Hard- und Software. Features wie eine zuverlässige HDMI-CEC-Steuerung, die das System mit dem Fernseher synchronisiert, oder eine optimierte Bluetooth-Anbindung für bis zu vier Controller seien im klassischen PC-Selbstbau oft Fehlerquellen. "Es ist eher das, was man vom aktuellen PC-Markt erwarten würde", sagte Griffais indes zum Preis und betonte die Herausforderungen bei der Miniaturisierung.Die folgenden Aspekte sollen den Preis laut Valve rechtfertigen:
- Ein extrem kompakter Formfaktor, der deutlich unter dem Volumen typischer Mini-ITX-Gehäuse liegt.
- Eine optimierte Geräuschkulisse, die speziell für den leisen Betrieb im Wohnzimmer entwickelt wurde.
- Die tiefe Integration von SteamOS, das Windows in diesem Nutzungsszenario in der Bedienbarkeit überlegen sein soll.
Konkrete Zahlen nannte der Hersteller bisher nicht, da die Preise für Komponenten - insbesondere für DRAM und Flash-Speicher - aktuell stark schwanken und eine finale Kalkulation erschweren. Ein Blick in die Geschichte zeigt, warum Valve diesen Weg wählt.
Bereits 2015 versuchte das Unternehmen mit den ersten Steam Machines den Markt zu erobern. Damals überließ man die Hardware-Produktion Partnern wie Alienware oder Zotac, was zu einer verwirrenden Preisstruktur und inkonsistenter Leistung führte. Mit dem Erfolg des Steam Deck im Rücken setzt Valve nun auf eigene Hardware-Entwicklung und volle Kontrolle.
Ein noch leistungsstärkeres "Pro"-Modell der neuen stationären Konsole schloss Griffais für die Zukunft zwar nicht aus, der aktuelle Fokus liegt jedoch auf der Mittelklasse, um einen guten Kompromiss aus Bezahlbarkeit und Leistung zu gewährleisten.
Haltet ihr Valves Ansatz für gerechtfertigt oder ist der Preis ohne Subvention für euch ein Ausschlusskriterium? Wir sind gespannt auf eure Sichtweise. Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Valve setzt bei Steam Machine auf tatsächliche Herstellungskosten
- Keine Hardware-Subventionierung wie bei traditionellen Konsolen
- Mehrwert liegt in Wohnzimmertauglichkeit statt reiner Rechenleistung
- Kompakter Formfaktor und leiser Betrieb rechtfertigen den Preis
- SteamOS soll Windows in Bedienbarkeit für diesen Einsatzzweck übertreffen
- Fokus auf Mittelklasse für guten Kompromiss aus Bezahlbarkeit und Leistung
- Anders als 2015 behält Valve volle Kontrolle über Hardware-Entwicklung
Siehe auch:
- Steam Machine wird so viel wie ein PC kosten, nicht wie eine Konsole
- Nächste Xbox ein PC? Phil Spencer lobt Offenheit der Steam Machine
- Valve kehrt mit neuer Steam Machine zurück
- Steam Machines: Valve entfernt die Konsolen-Serie aus dem Store
- Steam Machines: Angriff auf Konsolen mit Linux-PC-Boxen gescheitert
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