Steam Machine wird so viel wie ein PC kosten, nicht wie eine Konsole

Valves Rückkehr ins Wohnzimmer wird voraussichtlich teurer als von vielen erhofft. Die neue Steam Machine positioniert sich technisch und preislich als vollwertiger PC, nicht als subventionierte Konsole. Endanwender werden also wohl tiefer in die Tasche greifen müssen.

Steam Machine: PC-Preismodell statt Subvention

Valve wagt einen erneuten Vorstoß in die Wohnzimmer der Gamer und hat am vergangenen Mittwoch eine neue Version der Steam Machine angekündigt. Das Gerät, ein kompakter Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 15 Zentimetern, soll PC-Gaming komfortabel auf den Fernseher bringen.

Wer jedoch hofft, dass Valve ähnlich wie Sony oder Microsoft die Hardware-Preise durch spätere Software-Verkäufe querfinanziert, muss sich auf eine Enttäuschung einstellen. Die Verantwortlichen machten bereits im Vorfeld deutlich (ohne einen konkreten Preis zu nennen), dass die Preisgestaltung sich an klassischen PC-Komponenten orientieren wird und nicht an den subventionierten Modellen des Konsolenmarktes.

Steam Machine und Co.: Valve stellt seine Hardware in einem Video vor

Grund dafür ist die offene Natur der Plattform. Während Konsolenhersteller geschlossene Ökosysteme betreiben, bei denen sie an jedem verkauften Spiel mitverdienen, ist die Steam Machine faktisch ein offener PC mit vorinstalliertem SteamOS. Ein Unternehmen könnte theoretisch tausende dieser Geräte als Bürorechner erwerben, ohne jemals ein Spiel zu kaufen - ein Szenario, das bei einer Hardware-Subventionierung zu massiven Verlusten für Valve führen würde. Zudem möchte Valve vermeiden, die Margen seiner Hardware-Partner, die ebenfalls PC-Gaming-Systeme anbieten, durch Dumpingpreise zu untergraben.

Konkrete Hinweise auf die zu erwartenden Kosten lieferte Linus Sebastian vom YouTube-Kanal Linus Tech Tips. In seinem Podcast berichtete er von einem Gespräch mit Valve-Mitarbeitern im Vorfeld der Enthüllung.

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Als er seine Enttäuschung darüber ausdrückte, dass kein "Konsolen-Preismodell" geplant sei, und auf Nachfrage einen Wunschpreis von 500 US-Dollar nannte, sei die Stimmung im Raum merklich abgekühlt. "Niemand sagte etwas, aber die Energie im Raum war nicht gut", so Sebastian. Dies deutet stark darauf hin, dass der finale Preis deutlich über dieser Marke liegen wird.

Technisch basiert das System auf angepasster AMD-Hardware der Desktop-Klasse. Berichten zufolge kommen Komponenten zum Einsatz, die mit einem Ryzen 7600 Prozessor und einer entsprechenden GPU vergleichbar sind. Kritisch betrachtet wird dabei die Ausstattung mit lediglich 8 GB VRAM, was für moderne 4K-Ansprüche knapp bemessen scheint. Valve verspricht zwar "4K-Gaming bei 60 fps", gibt aber offen zu, dass dies maßgeblich durch die Upscaling-Technologie FSR (FidelityFX Super Resolution) erreicht wird.

Ob die Rechnung für Valve aufgeht, wird sich zeigen, wenn das Unternehmen im Vorfeld der Veröffentlichung im nächsten Jahr die finalen Preise nennt. Für IT-Profis, die eine flexible Zweitmaschine für das Wohnzimmer suchen, könnte das Gerät trotz des höheren Preises aufgrund der offenen Architektur reizvoll bleiben.

Valve geht mit der offenen Preisgestaltung ein Risiko ein, bietet dafür aber volle PC-Freiheit. Würdet ihr den Aufpreis für ein offenes System zahlen oder bevorzugt ihr die subventionierte Hardware der Konsolen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • Valves neue Steam Machine wird zu PC-Preisen verkauft, nicht subventioniert
  • Der kompakte 15-Zentimeter-Würfel bringt PC-Gaming ins Wohnzimmer
  • Offene Plattform verhindert Querfinanzierung durch Spieleverkäufe
  • Preisschätzungen deuten auf deutlich mehr als 500 US-Dollar hin
  • System nutzt AMD-Hardware vergleichbar mit Ryzen 7600 und passender GPU
  • 4K-Gaming bei 60 fps wird hauptsächlich durch Upscaling-Technologie erreicht
  • Gerät bietet als Vorteil volle PC-Freiheit statt geschlossenes Ökosystem

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