Steam Deck 2: Valve hat es nicht eilig, weil man Technologiesprung will

Das erste Steam Deck wurde vor gut drei Jahren veröffentlicht, doch Valve wartet noch mit dem Steam Deck 2 - vor allem wegen des Chips. Das Unternehmen will keine minimalen Verbesserungen, sondern eine neue Generation von Gaming-Handhelds schaffen.
Valve, Steam Deck, Valve Corporation, SteamDeck

Steam Deck 2 lässt noch auf sich warten

In der Nacht auf heute hat Valve gleich drei neue Hardware-Produkte angekündigt: Steam Machine, Steam Frame und Steam Controller. Ein erwartetes oder besser gesagt lange erhofftes Gerät blieb indes unerwähnt: Steam Deck 2. Das hat einen konkreten Grund, denn das Unternehmen wartet noch auf die passende Technologie für einen echten Generationssprung.

Valve-Softwareingenieur Pierre-Loup Griffais erklärte die Strategie des Unternehmens deutlich: "Wir sind nicht daran interessiert, einen Punkt zu erreichen, an dem es 20 oder 30 oder sogar 50 Prozent mehr Leistung bei derselben Akkulaufzeit gibt." Stattdessen wolle man "etwas ein wenig deutlicher Abgegrenztes" schaffen. Das aktuelle Steam Deck wurde im Februar 2022 veröffentlicht und nähert sich damit seinem vierten Geburtstag.


Technologie bisher nicht da

Das Hauptproblem liegt in der aktuellen Chip-Generation. Wie Griffais gegenüber IGN erläuterte, gebe es derzeit "keine Angebote in der SoC-Landschaft, die ein wirklich leistungsstarkes Steam Deck der nächsten Generation ermöglichen würden." Valve arbeite bereits an Chip-Verbesserungen und architektonischen Fortschritten und habe "eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie die nächste Version des Steam Deck aussehen wird."

Besonders interessant ist Valves Blick auf ARM-Prozessoren. Das neue Steam Frame nutzt bereits einen ARM-Chip mit Emulationsfähigkeiten für Windows-Spiele. Griffais sieht in dieser Architektur "viel Potenzial für zukünftige Handheld-Geräte", auch wenn für eine Steam Deck 2 ein deutlich leistungsstärkerer ARM-Chip nötig wäre. Das aktuelle Steam Deck basiert auf AMDs Zen-2-Architektur mit einer RDNA-2-GPU - eine Kombination, die 2022 bereits nicht mehr die neueste war.

Warten auf großen Sprung

Die Konkurrenz schläft derweil nicht: Geräte wie ROG Xbox Ally (X) übertreffen das aktuelle Steam Deck bereits in der Leistung und haben teilweise Preise von 599 Euro (ROG Xbox Ally) bis 899 Euro (ROG Xbox Ally X) etabliert. Valve scheint jedoch bereit zu sein, diese kurzfristige Konkurrenz zu akzeptieren, um langfristig ein überlegenes Produkt zu schaffen. Das Steam Deck startete 2022 mit einem Preis von 419 Euro für das Basismodell.

Experten rechnen frühestens 2027 mit einer Steam Deck 2, möglicherweise sogar erst 2028 oder später. Das würde einen Abstand von fünf bis sechs Jahren zum Original bedeuten - ungewöhnlich lang für die schnelllebige Gaming-Hardware-Branche.

Was haltet ihr von Valves Geduld bei der Steam Deck 2? Sollten sie lieber schneller eine verbesserte Version bringen oder auf den großen Technologiesprung warten?
Zusammenfassung
  • Valve kündigt drei neue Hardware-Produkte an, nicht aber Steam Deck 2
  • Unternehmen wartet auf Technologie für echten Generationssprung
  • Aktuelle Chip-Generation bietet keine ausreichenden Leistungsverbesserungen
  • Valve arbeitet an Chip-Verbesserungen und hat klare Vision für Nachfolger
  • ARM-Prozessoren zeigen großes Potenzial für zukünftige Handheld-Geräte
  • Konkurrenz wie ROG Xbox Ally übertrifft bereits das aktuelle Steam Deck
  • Experten rechnen frühestens 2027 mit einer Steam-Deck-2-Veröffentlichung

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!