Windows: Entwicklungschef wirbt für "Agentic OS", die User hassen es
Die Schere zwischen dem, was Microsoft mit Windows vor hat, und dem, was sich die User wünschen, klafft weit auseinander. Deutlich wurde dies jetzt erneut, als der Entwicklungs-Chef wieder für die Wandlung zu einem "Agentischen Betriebssystem" werben wollte.
Das Feedback zu dem eigentlich harmlosen kleinen Marketing-Post des Microsoft-Managers fiel allerdings mehr als heftig aus. Mittlerweile hat Davuluri offenbar sogar die Möglichkeit eingeschränkt, auf seinen Beitrag zu antworten. Der Post mit seinen fast 500 Antworten und fast 300.000 Aufrufen hatte allerdings schon vorher hohe Wellen geschlagen.
Der Großteil der Antworten auf Davuluris Post ist - oh Überraschung (?) - negativer Natur, wobei nur wenige Reaktionen so etwas wie Hoffnung rund um eine positive Weiterentwicklung von Windows äußern. Im Grunde scheint niemand außer Microsoft selbst der Meinung zu sein, dass Windows zu einer "agentischen Plattform" mit KI-Schwerpunkt werden sollte.
Im Grunde lassen sich auch die weiteren Reaktionen weitestgehend damit zusammenfassen, dass Microsoft in den Augen der meisten Windows-Nutzer komplett den Faden verloren hat, wenn der Konzern jetzt versucht, Windows zum Zentrum einer KI-Revolution zu machen. Tatsächlich scheint es, als wäre Microsoft nur noch darauf aus, Windows und alle anderen Produkte mit KI zu fluten, während die Qualität weiter abnimmt.
Bei den Kollegen von Windows Central spricht Autor Zac Bowden, der die Entwicklung von Microsofts Betriebssystem schon seit vielen Jahren als einstiger Super-Fan verfolgt, sogar von der "Enshittification von Windows". Gemeint ist damit die "Scheißifizierung" nach dem Konzept des US-Autoren Cory Doctorow, bei der Produkte und Dienste nach der Erlangung einer ausreichenden Marktmacht oder Popularität zugunsten maximaler Gewinne von ihren Anbietern oder Herstellern wissentlich zum Nachteil der Nutzer verschlechtert werden.
Siehe auch:
Microsoft-Manager sperrt Antwort-Funktion
Windows 11 werde derzeit zu einem "Agentic OS", das Geräte, Cloud und Künstliche Intelligenz verknüpft, um so "intelligente Produktivität" und "sicheres Arbeiten an jedem Ort" zu ermöglichen. Dies versprach jedenfalls Pavan Davuluri auf X/Twitter, der seit einiger Zeit der neue Entwicklungschef hinter Microsofts Betriebssystem ist, als er für seinen Vortrag zur IT-Pro-Konferenz Ignite werben wollte.Das Feedback zu dem eigentlich harmlosen kleinen Marketing-Post des Microsoft-Managers fiel allerdings mehr als heftig aus. Mittlerweile hat Davuluri offenbar sogar die Möglichkeit eingeschränkt, auf seinen Beitrag zu antworten. Der Post mit seinen fast 500 Antworten und fast 300.000 Aufrufen hatte allerdings schon vorher hohe Wellen geschlagen.
Der Großteil der Antworten auf Davuluris Post ist - oh Überraschung (?) - negativer Natur, wobei nur wenige Reaktionen so etwas wie Hoffnung rund um eine positive Weiterentwicklung von Windows äußern. Im Grunde scheint niemand außer Microsoft selbst der Meinung zu sein, dass Windows zu einer "agentischen Plattform" mit KI-Schwerpunkt werden sollte.
"Stoppt diesen Unsinn. Keiner will so etwas."
"Stoppt diesen Unsinn. Keiner will sowas", lautet dann auch eines der populärsten Kommentare. Davuluri und damit auch Microsoft würden in einer Blase leben, in der KI angeblich großen Wert schaffen könne, während niemand überlebt, der nicht jetzt sofort darauf einsteigt, so der Kommentator weiter. Stattdessen würden die meisten Nutzer aber einfach nur mit ChatGPT quatschen und das war es dann auch wieder, so der sarkastische Kommentar.Im Grunde lassen sich auch die weiteren Reaktionen weitestgehend damit zusammenfassen, dass Microsoft in den Augen der meisten Windows-Nutzer komplett den Faden verloren hat, wenn der Konzern jetzt versucht, Windows zum Zentrum einer KI-Revolution zu machen. Tatsächlich scheint es, als wäre Microsoft nur noch darauf aus, Windows und alle anderen Produkte mit KI zu fluten, während die Qualität weiter abnimmt.
Bei den Kollegen von Windows Central spricht Autor Zac Bowden, der die Entwicklung von Microsofts Betriebssystem schon seit vielen Jahren als einstiger Super-Fan verfolgt, sogar von der "Enshittification von Windows". Gemeint ist damit die "Scheißifizierung" nach dem Konzept des US-Autoren Cory Doctorow, bei der Produkte und Dienste nach der Erlangung einer ausreichenden Marktmacht oder Popularität zugunsten maximaler Gewinne von ihren Anbietern oder Herstellern wissentlich zum Nachteil der Nutzer verschlechtert werden.
Zusammenfassung
- Windows-Entwicklungschef Davuluri wirbt für ein 'Agentic OS' mit KI-Fokus
- Microsofts Vision einer KI-gesteuerten Betriebssystemzukunft stößt auf Ablehnung
- Der Marketing-Post erreichte fast 300.000 Aufrufe und erhielt vorwiegend negative Reaktionen
- Nutzer kritisieren, dass Microsoft den Bezug zur tatsächlichen Kundennachfrage verloren hat
- Experten sprechen von einer 'Enshittification' des Windows-Betriebssystems
- Die KI-Fokussierung scheint auf Kosten der Produktqualität stattzufinden
- Diskrepanz zwischen Microsofts Strategie und Nutzerwünschen wächst zunehmend
Siehe auch:
- MacOS & Windows mit Prompt geklont? KI-Hype-News stimmt so nicht
- Noch mehr Copilot: Windows 11 wird zur sprachgesteuerten KI-Zentrale
- Microsoft OneDrive bekommt eine neue Windows-App mit KI-Features
- Fast wie Cheaten: Microsofts Xbox KI-Assistent startet für Windows
- Windows AI Labs: Windows 11 bekommt neues Beta-Programm für KI
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