Assassin's Creed Shadows: So gut ist der Ausflug ins ferne Japan

Bei Assassin's Creed Shadows handelt es sich um das neueste Action-Adventure der beliebten Reihe. Auch im neuen Teil wird wieder geschlichen, Ziele werden verfolgt und Gegner werden ausgeschaltet. Der Steam-Deck-verifizierte Titel will mit einer frischen Story, ansprechender Grafik und einem handlungsreichen Tutorial alte und neue Fans gleichermaßen in den Bann ziehen.

Beim ersten Start von Shadows fordert das Spiel dazu auf, Ubisoft Connect einzurichten. Der umstrittene Dienst ermöglicht Crossplay auf verschiedenen Geräten, wie etwa dem heimischen PC oder einer mobilen Spielekonsole wie dem Ayaneo Kun. Nach dem Einloggen oder Registrieren kann der Spielspaß beginnen. Standardmäßig ist der Schwierigkeitsgrad auf Normal gestellt. Er lässt sich aber auf Nachsichtig und Geschichte herabsetzen. Besonders für Neulinge der Reihe kann der Modus Geschichte interessant sein.
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Die eigentliche Geschichte erzählt Shadows aus zwei verschiedenen Perspektiven. Außerdem wird teilweise ein Charakter in der aktuellen Phase seines Lebens gespielt, nur um im nächsten Moment eine Rückblende zu erleben. Die Charaktere selbst werden gut eingeführt. Fans von storylastigen Spielen kommen bei Assassin's Creed Shadows auf ihre Kosten. Wer jedoch übermäßig langen Zwischensequenzen nichts abgewinnen kann, dürfte Schwierigkeiten haben, in das Spiel hineinzukommen.

Spätestens, wenn das Spiel vom Kinoformat in den aktiven Modus wechselt, sollte jeder NPC sein Testament aufgesetzt haben. Mit der passenden Soundanlage fühlt es sich an, als wäre man mittendrin, wenn das eigene Schwert auf den Gegner trifft. Gleichzeitig setzt Shadows nicht darauf, mit gezogenem Messer in eine große Feindgruppe zu rennen. Stattdessen können Angriffe aus dem Hinterhalt erfolgen. Das FSK-18-Rating kommt dabei nicht von ungefähr.

Lange Spielzeit

Wie viel Zeit in Shadows verbracht wird, hängt davon ab, wie sehr die Open World erkundet wird. Immer wieder bieten sich kleine Abenteuer an, die die Gesamtlaufzeit des Spiels auf etwa 80 Stunden erweitern. Laut Hersteller beträgt die Spielzeit der Hauptstory rund 40 Stunden. Die mitreißende Geschichte macht es schwer, eine Pause einzulegen.

Obwohl viele Entscheidungen getroffen werden, bleibt das Spielerlebnis etwas linearer als bei anderen Action-Adventures. Aufgrund der großen Handlungsvielfalt fällt diese "Einschränkung" jedoch kaum ins Gewicht. Ob man sich in einer Kiste versteckt, eine Lampe löscht oder sich an einem Dachbalken entlanghangelt - stets wird klar: Der aktuelle Spielverlauf ist das eigene, individuelle Abenteuer. Trotz Storymodus ist ein Sieg jedoch nicht garantiert: Manche Kämpfe musste unser Kollege Timm Mohn zwei- oder gar mehrfach wiederholen, bevor der Gegner endgültig ausmanövriert wurde.

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Der neueste Assassin's-Creed-Teil benötigt 115 GB Speicherplatz auf der SSD. Die beeindruckende optische Welt fordert jedoch nicht nur Speicherplatz, sondern auch leistungsstarke Hardware. Um das Spiel in voller Pracht genießen zu können, sollte ein halbwegs aktueller PC vorhanden sein. Der Hersteller empfiehlt mindestens eine RX 6700 XT oder eine RTX 3060 Ti. Im Test wurde das Spiel auf einem PC mit Intel i9-13900H und einer Nvidia GeForce RTX 4060M gespielt. Trotz Laptop-Komponenten kann sich die Grafik eindeutig sehen lassen. Ein OLED-Bildschirm ist allerdings empfehlenswert, da es in den namensgebenden Schatten oder mitten in der Nacht stockdunkel werden kann. Assassin's Creed Shadows ist für PlayStation 5, Xbox Series X/S, MacOS und PC verfügbar.

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